Das Web hat sich zu einer visuell geprägten Plattform entwickelt, weshalb Bilder-SEO von enormer Bedeutung ist. Bilder stehen im Mittelpunkt einer Webseite bilden und werden häufig als erstes wahrgenommen. Neben dem ersten Eindruck der Webseite haben Bilder eine signifikante Rolle bei der Vermittlung von Botschaften, Emotionen und Informationen eingenommen. Dabei spielen Bilder nicht nur in Bezug auf das Design, sondern auch für die Suchmaschinenoptimierung (SEO) eine entscheidende Rolle. In diesem Artikel zeigen wir Dir, welche Faktoren in der Suchmaschinenoptimierung für Bilder wichtig sind und geben Dir Tipps für Deine Bilder-Optimierung. So erhältst Du eine optimale Grundlage, Deine Bilder für Suchmaschinen optimieren und deren Reichweite zu erhöhen. Können Deine Bilder einen Boost in Sachen Sichtbarkeit vertragen? Dann lese diesen Artikel und setze unsere Tipps um – Los gehts!

Was ist Bilder-SEO?

Die Optimierung von Bildern für Suchmaschinen (Bilder-SEO), ist ein wichtiger Aspekt der Suchmaschinenoptimierung. Hier geht es allerdings nicht darum, Bilder optisch zu bearbeiten – dann würden wir über Bilderbearbeitung sprechen. Bilder-SEO gehört zu den OnPage-Faktoren und beschäftigt sich mit der Optimierung von Bilddateien. Ziel ist es, mit den Bildern oder Grafiken auf der eigenen Website die Sichtbarkeit zu erhöhen. Denn neben Texte sind Bilder die wichtigsten Bestandteile einer Webseite und sollten ebenfalls optimiert werden. Durch gezielten Maßnahmen können optimierter Bilder das Ranking in der Google-Bildersuche erhöhen und somit mehr Besucher auf die Webseite ziehen.

Bilder ideal für Suchmaschinen optimieren

Die Disziplin Bilder-SEO ist besonders bei visuell ansprechenden Inhalten wichtig und ist Teil jeder gesamtheitlichen SEO-Strategie. Bilder spielen eine entscheidende Rolle bei der Verbesserung der Benutzererfahrung (User Experience) auf einer Website und tragen dazu bei, dass Inhalte ansprechender und informativer dargestellt werden. Zudem indexieren Suchmaschinen wie Google, Bilder in einem eigenen Index, auf diesem wird bei der Google-Bilder-Suche zurückgegriffen. Mit Bilder-SEO kannst Du nicht nur die Sichtbarkeit Deiner Bilder steigern, sondern auch den PageSpeed und so auch das Ranking Deiner Webseiten in den SERPs verbessern. 

Welche Faktoren sind im Bilder-SEO wichtig?

In der Suchmaschinenoptimierung für Bilder sind mehrere Faktoren zu berücksichtigen, um die besten Ergebnisse zu erzielen und möglichst viel Nutzen daraus zu ziehen:

  • Keyword relevante Dateinamen können
  • Keywordplacement
  • Umliegender Text des Bildes
  • Ideales Dateiformat
  • Korrekte Wahl von der Bild- & Dateigröße 
  • Kompakte und sprechende Bilder-URL wählen
So, nun kennst Du die Faktoren im Bilder-SEO, damit ist Dir aber noch nicht geholfen. Im Folgenden beschreiben wir Dir, wie Du bewährte Maßnahmen für Dein Bilder-SEO umsetzen kannst.

Bilder-SEO: Wichtige Maßnahmen

Nachdem wir Dir bereits die relevanten Faktoren im Bilder-SEO vorgestellt haben, zählen wir Dir zunächst die wichtigen Maßnahmen im Bilder-SEO auf und erläutern im Anschluss, was Du für einen Boost der Sichtbarkeit Deiner Bilder und Core Web Vitals Deiner Domain umsetzen solltest.

Prüfe die robots.txt Deiner Domain

Bevor Du mit den Maßnahmen zur Optimierung beginnst, solltest Du sicherstellen, dass (Image-)Crawler wie der Google-Image-Crawler Zugang zu den Bilddateien haben. Ansonsten werden unsere Best Practice Maßnahmen zur Steigerung der Sichtbarkeit Deiner Bilder nicht den gewünschten Effekt erzielen.

Optimiere die Dateinamen Deiner Bilder

Verwende aussagekräftige und relevante Dateinamen für Deine Bilder, die das Hauptkeyword der Webseite enthalten, auf welcher das Bild verwendet wird. Suchmaschinen können noch nicht, den Inhalt vom Bildern auslesen. Verwende daher das Haupt-Keyword bei der Benennung der Bilddateien. So machst Du des es Suchmaschinen wie Google leicht, die Themenrelevanz zum Fokus-Keyword zu beurteilen. Bei der Verwendung von mehreren Bildern achte auf abwechslungsreiche Bilddateien, die dennoch eine Themenrelevanz zum Fokus-Keyword haben. Das ist besonders bei Online-Shops wichtig, die mehrere Bilder für ein Produkt haben. Für weitere Möglichkeiten Deine Bilder Suchmaschinen gerecht zu optimierte, halte Dich an diese Tipps:

  • Trenne Wörter mit Bindestrichen anstelle Leerzeichen
  • Nutze bei den Dateinamen Deiner Bilder ausschließlich Kleinbuchstaben
  • Verwende keine Sonderzeichen und Umlaute

Bei der Verwendung von Sonderzeichen, Umlauten und Großbuchstaben kann es zu Kompatibilitätsproblemen von Betriebssystemen und Server beim Auslesen von Bilderdateien kommen. Anhand von Dateinamen wie „IMG-08-15.jpg“ können Suchmaschinen keine Relevanz zum Thema der Seite feststellen. Auch für User, die Bildschirmleseprogrammen verwenden, können mit solchen Dateinamen nichts anfangen. Hier sind weitere schlechte, als auch gute Beispiele für Dateinamen im WebP-Format, mit dem Fokus-Keyword Bilder-SEO.

Nicht optimale Dateinamen Optimierte Dateinamen
Bilder-SEO.webp bilder-seo.webp
Bilder-SEO-für-Online-Shops.webp bilder-seo-fuer-online-shops.webp
Tipps_&_Maßnahmen-im-Bilder-SEO.webp tipps-und-massnahmen-im-bilder-seo.webp
Bilder-SEO(1).webp Keine doppelten Dateinamen verwenden!

Optimiere die Dateigröße Deiner Bilder

Generell sollten Bilder so groß wie nötig und so klein wie möglich sein. Die optimale Dateigröße hängt davon ab, an welcher Stelle es auf der Webseite platziert werden soll. Optimalerweise sollte die Dateigröße der Bilder nicht größer als 100 KB (Kilobyte) sein. Bilder im Header-Bereich einer Webseite können etwas größer sein als Bilder, die Below the Fold positioniert sind. Betreibst Du eine Website für Fotografie, solltest Du Dich an der idealen maximalen Größe der Bilddatei nicht aufhängen. Deine fotografischen Aufnahmen, repräsentieren Deine Arbeit und sollten optisch beeindrucken und hochwertig wirken. Versuche daher, die Dateigröße bei hoher Bildqualität so klein wie möglich zu halten.

Wähle die optimale Größe und das optimale Format

Die geeignetsten Formate der Bilder sind 4:3 oder 16:9 (also keine Hochformate nutzen), Bilder in bevorzugtem Querformat lassen sich aufgrund der ähnlichen Form, besser in Displays integrieren. Die Dateigröße wird meist in KB oder MB (Megabyte) ausgegeben, wobei 1 Megabyte 1.000 Kilobytes entspricht. Die Dateigröße eines Bildes ist von dessen Auflösung und Anzahl der Pixel abhängig. Eine Bildbreite von 1.200 px ist in der Regel ausreichend. Die Auflösung eines Bildes wird u.a. in ppi (Pixel per Inch) angegeben und sollte, wie die Bildbreite nicht zu hoch gewählt werden und. Denn zu hohe Pixel oder Pixel per Inch lassen die Dateigrößen nur unnötig größer werden und machen die Webseite langsamer, da mehr Daten geladen werden müssen. Besonders bei Webseitenbesucher über mobile Endgeräte ist das durch die niedrige verfügbare Bandbreite ein Problem. Zusätzlich kommen hochqualitative Bilder auf den kleinen Bildschirmen bei Smartphones ohnehin wenig zur Geltung.

Mit den bevorzugten Eigenschaften (Querformat, Dateiname, Bildgröße etc.) Deiner Bilder kannst Du die Ladegeschwindigkeit der Webseiten verbessern. Allerdings solltest Du verpixelte und unscharfe Bilder vermeiden. Sie wirken nicht professionell und könnten die Interaktionsrate senken. 

Barrierefreies Bilder-SEO

Nicht nur im Webdesign, auch im Bilder-SEO spielt Barrierefreiheit eine wichtige Rolle, damit Menschen mit Beeinträchtigungen Webseiten auch ohne Einschränkungen nutzen können. Klare und einfache Dateinamen, möglichst einfache Sprache und die Verwendung von passenden ALT-Tags tragen dazu bei, dass Bilderinformationen von Bildschirmleseprogrammen zugänglich sind. Das geht aus dem Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) hervor.

Ideale Nutzung des ALT-Attributs

Suchmaschinen nutzen neben dem Bilddatei-Namen auch das ALT-Attribut (auch Alt-Text und Alt-Tag), um das Thema des Bildes zu verstehen – auch wenn der Alt-Text primär in Thema Barrierefreiheit seine Daseinsberechtigung findet. So können Inhalte der Bilder durch einen Screenreader vorgelesen werden, sofern ein Alt-Attribut verwendet wird. Für ein ideales Alt-Attribut für Screenreader und Suchmaschinen solltest Du diese Tipps befolgen:

  • Verzichte auf überflüssigen Text: Halte den Alt-Tag so ausführlich wie notwendig, aber so kurz wie möglich und vermeide unnötige Füllwörter.
  • Nutze Keywords: Nutze Keywords, um Suchmaschinen die Beurteilung der Themenrelevanz zu vereinfachen und User mit Sehbeeinträchtigungen den Kontext des Bildes zu verdeutlichen.
  • Verwende nicht ausschließlich Keywords: Das könnte von Suchmaschinen als Spam gewertet werden, außerdem bietet es Usern keinen Mehrwert, wenn der ALT-Tag mit Keywords vollgestopft ist. Screenreader lesen sonst nur stupide die Keywords vor.

SEO-freundliche URL- und Ordner-Struktur verwenden

Eine SEO-freundliche URL-Struktur ist für einzelne Bilder genauso wichtig, wie auf Domain-Ebene. Verzichte wie auch beim Dateinamen auf Umlaute, Leerzeichen, kryptische Zeichen sowie Sonderzeichen und halte die URL sprechend. Das bedeutet, dass wenn User die URL lesen, sie erahnen können, was für ein Bild sie beim Klicken auf die URL erwartet. Meist ergibt sich die URL-Struktur automatisch aus dem Pfad aus der Ordnerstruktur, sowie dem Dateinamen des Bildes. Somit solltest Du die Bilder in einen Ordner mit semantisch passenden Bezeichnungen ablegen. Du möchtest mehr zur URL-Struktur für Deine Bilder erfahren? John Müller erklärt Dir im nachfolgenden Video mehr dazu.

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Mehr Informationen

Richtiges Dateiformat wählen

Die Wahl des richtigen Dateiformats im Bilder-SEO hängt von verschiedenen Faktoren ab, einschließlich des Typs des Bildes oder Grafik und der beabsichtigten Verwendung. Grundsätzlich kannst Du Bilder mit den Dateiformaten wie JPEG (JPG), PNG, GIF, SVG, WebP & TIFF unbedenklich für Deine Webseite verwenden und Suchmaschinen selbst sind die Endungen der Datei egal, entscheiden ist die beabsichtigte Verwendung, sowie die Größe der Bilderdateein. Je größter die Dateien sind, desto schlechte ist die Ladegeschwindigkeit und so auch die Core Web Vitals Deiner Webseite. Um die Core Web Vitals zu verbessern, werden Bilder komprimiert. Diese Bildkomprimierung wird entweder verlustbehaftet oder verlustfrei durchgeführt, je nach Format der Bilddatei, aus welchen die jeweiligen Vor- und Nachteile hervorgehen. Hier sind die Vor- und Nachteile der gängigsten Dateiformate:

  • JPEG (Joint Photographic Experts Group): Durch die verlustbehaftete Kompression verlieren Bilder mit dem JPEG-Format durch häufiges Speichern und Komprimierung an Qualität. Dieses Format eignet sich für Fotografien oder Bilder mit vielen Farbnuancen und nimmt wenig Speicher in Anspruch: JPG-Bilder weisen in der Regel eine geringe Dateigröße auf, was dem Pagespeed zugutekommt.
  • GIF (Graphics Interchange Format): GIFs unterstützen Animationen und eignen sich daher ideal für Bewegtbilder und Grafiken. Das speichersparende GIF-Format eignet sich nicht nur für unterhaltsame Animationen, sondern unterstützt auch noch, die Seitengeschwindigkeit. Allerdings eignen sich die Animationen nicht für hochauflösende Bilder mit vielen Farbnuancen (Farbtiefe nur bis 256 Farben unterstützt).
  • PNG (Portable Network Graphics): PNG ist eine Erweiterung der GIF-Datei, welche verlustfrei komprimiert werden, allerdings sind PNG-Dateien recht groß und daher häufig nicht für Bilder auf Websites geeignet, bzw. nur für kleinere Bilder. Das Bildformat eignet sich bei Bildern mit transparenten Eigenschaften oder scharfen Übergängen von Linien und Texten, wie Logos oder Icons.
  • SVG (Scalable Vector Graphics): SVG-Bilder sind vektorbasierte Bildformate, welche sich für unbegrenzte und verlustfreie Skalierungen eignet, da die Komprimierung auf Vektoren und nicht auf Pixeln basiert. Daher werden sie häufig für die Erstellungen von digitalen Designs, Logos und Icons verwendet.
  • WebP: Ist ein modernes Bildformat von Google und eignet sich für sowohl verlustfreie als auch verlustbehaftete Komprimierung. Das Bildformat unterstützt Transparenz und Animationen, bei geringen Datengrößen und hoher Bilderqualität. Das WebP-Format wird von den gängigsten Browsern unterstützt, dazu zählen Google Chrome, Firefox, Edge & Opera. Bei Bilder-SEO für WordPress kannst Du auf das Plugin Imagify zurückgreifen. Das Plugin komprimiert Deine Bilder automatisch verlustfrei in WebP.
  • TIFF (Tagged Image File Format): Ein weiteres Dateiformat, das ohne Qualitätsverlust bei der Komprimierung auskommt, ist TIFF. Bilder im TIFF-Format können beliebig oft gespeichert und kopiert werden und behalten immer die Originaldaten, sowie Meta-Daten von Bildern. Dementsprechend groß ist auch die Bilddatei. Diese ist für besonders für Websites mit visuellen ansprechenden Content und geringer Ladegeschwindigkeit nicht geeignet. Webmaster von Fotografie-Webseiten sollten anstelle der TIFF-Dateien, eher JPEG oder WebP Formate für die Bilder verwenden. Denn die Exif (Exchangeable Image File Format)-Daten, enthalten bspw. die Meta-Daten der Bilder. Bei der Konvertierung von TIFF- zu JPEG- oder WebP-Dateien, werden die Exif-Daten beibehalten. Exif-Daten beinhalten bspw. Daten zum Zeitpunkt der Aufnahme und Informationen, von Objektiv und Kamera des abgelichteten Bildes wie auch die Werte von der Blende, dem ISO und die Brennweite des Fotos.

Bildplatzierung & Keyword Placement in der Nähe der Bilder

Passende Bildunterschriften oder Beschreibungen können auch die Auffindbarkeit steigern. Im Bilder-SEO geht es nicht ausschließlich um die Optimierung von Bildern, denn der umliegende Text in Bildernähe ist ebenso wichtig. Da Google den visuellen Inhalt von Bildern bisher nicht vernünftig auswerten kann, werden Daten wie Dateinamen, Alt-Attribute sowie umliegende Texte zur Bewertung der Themenrelevanz der Bilder ebenfalls analysiert. Relevante Keywords sollten wie bereits erwähnt in Dateinamen, aber auch in umliegenden Texten sowie naheliegende Überschriften verwendet werden. Mit anderen Worten: Platziere die Bilder dort, wo sie einen Mehrwert für den User haben und zum Content passen

Nutze Lazy Loading

Lazy Loading ist eine Technik zur Verbesserung des PageSpeeds von Webseiten, insbesondere bei Bildern und anderen Medienelementen. Bei Lazy Loading werden nicht alle Bilder und Ressourcen auf einer Webseite gleichzeitig, sondern nur die im sichtbaren Bereich des Bildschirms geladen. Die restlichen Bilder werden erst dann (nach)geladen, wenn der Benutzer zu ihnen scrollt oder sie anderweitig in den sichtbaren Bereich der Webseite gelangt. Diese Technik erlaubt schneller Ladeleistungen, da Elemente dynamisch und nicht alle auf einmal beim Besuchen der Webseite geladen werden.

Browser Caching aktivieren

Das Browser Caching wird über die .htaccss-Datei konfiguriert und hat den Vorteil, die Ladegeschwindigkeit Deiner Webseite zu verbessern, indem es die Serverleistung schont. Bilddateien, CSS, Java-Script und HTML müssen bei erneutem Besuch vom selben User nicht aufs Neue vom Server, sondern können lokal vom jeweiligen Browser geladen werden.

Des Weiteren kannst Du ein Caching Plugin nutzen, um Caching Funktionen Deiner Domain zur Verbesserung der Ladegeschwindigkeit zu konfigurieren. Für WordPress-Seiten kannst Du bspw. WP Rocket nutzen. Das Plugin kann über Cachingoptionen hinaus u.a. eine Dateioptimierung durchführen und CSS-Dateien von unnötigen Leerzeichen minimieren. So wird der Quellcode optimiert und trägt zur Verbesserung der Ladegeschwindigkeit Deiner Webseite bei.

Erstelle eine Bilder-Sitemap

Eine Bilder-Sitemap ist für Website-Betreiber besonders wichtig, da sie den Suchmaschinen hilft, die vorhandenen Bilder auf der Website effizient zu identifizieren und zu indexieren. Dies verbessert die Sichtbarkeit der Bilder in den Suchergebnissen und kann zu mehr organischem Traffic führen. Besonders für E-Commerce-Websites, Fotografen, Modeblogs und andere Webseiten, die visuell ansprechende Inhalte anbieten, ist eine Bilder-Sitemap unerlässlich, um ihre Zielgruppe besser zu erreichen und den Website-Traffic zu steigern.

BILDER-SEO-ZWECK DER OPTIMIERUNGEN

Generell ist Bilder-SEO in Branchen und für Zwecke sinnvoll, in denen visuelle Inhalte eine wichtige Rolle spielen und die Präsentation von Bildern das Benutzererlebnis verbessern oder dazu beitragen kann, Produkte oder Dienstleistungen besser zu vermarkten. Es ist jedoch auch wichtig, die Zielgruppe und deren Präferenzen zu berücksichtigen, um die Wirksamkeit von Bilder-SEO in einer bestimmten Branche zu bewerten. Hier sind einige Beispiele, für welche Branchen und Zwecke sich Bilder-SEO besonders lohnt:

  • E-Commerce: Im E-Commerce sind hochwertige Bilder von Produkten und Dienstleistungen von entscheidender Bedeutung. Bilder-SEO hilft dabei, Produkte in den Suchergebnissen für Bilder sichtbar zu machen und potenzielle Kunden anzulocken. Denn viele User nutzen bei transaktionalen Keywords nicht die herkömmliche, sondern verwenden stattdessen die Suche für Google-Shopping.
  • Tourismus: Reise- und Hotelwebsites können von Bilderoptimierung profitieren, da viele Menschen nach visuellen Eindrücken suchen, bevor sie Reisepläne machen. Gut optimierte Bilder steigern die Reichweite und die Attraktivität von Reisezielen und Unterkünften.
  • Mode & Beauty: Modeblogs und Beauty-Websites profitieren von ansprechenden Bildern. Bilder-SEO hilft dabei, die neuesten Trends und Produkte in der Bildersuche zu präsentieren.
  • Gastronomie und Lebensmittel: Restaurants, Lebensmittelanbieter und Food-Blogger können Bilder-SEO verwenden, um appetitliche Fotos ihrer Gerichte oder Rezepte zu teilen und hungrige Kunden anzulocken.
  • Immobilien: Immobilienmakler können Bilder nutzen, um die organische Sichtbarkeit der Immobilienangebote zu steigern. Gut optimierte Bilder vermitteln potenziellen Käufern und Mietern einen klaren Eindruck von den Immobilien. Das ist ebenso in der Baubranche mithilfe von Architektur-Visualisierung durch SEO-optimierte Bilder der Fall.
Insgesamt ist Bilder-SEO ein entscheidender Bestandteil einer ganzheitlichen SEO-Strategie und sollte nicht vernachlässigt werden. Es können nicht nur die aufgezählten Branchen von SEO-optimierten Bildern profitieren, sondern jeder Webseitenbetreiber, der den PageSpeed seiner Domain verbessern möchte. Zu lange Ladezeiten können die Interaktionsrate senken. Hier setzt Bilder-SEO u. a. an, um das zu vermeiden. Denn vernachlässigst Du die Suchmaschinenoptimierung für Bilder, kann sich das negativ auf die User Experience auswirken. Erfahren User ein negatives Erlebnis auf Deiner Domain, kann es sein, sie besuchen diese nicht erneut.

Bilder-SEO: Neue Potentiale Nutzen

Viele Webseitenbetreiber schrecken zurück, viel Zeit in die Erstellung von Grafiken oder Bilder-SEO zu stecken. Gründe dafür sind Zeitmangel und die Befürchtung, dass andere Personen die eigen erstellen Grafiken und Bilder unerlaubt nutzen. Google hat in den Staaten das neue Feature „about this image“ ausgerollt, was auch bald nach Deutschland kommen soll. Das neue Feature erlaubt das Anzeigen der Bildhistorie und welche anderen Quellen das Bild verwenden und wie es benannt wird. Google unterstützt so die Urheberrechte von Bild-Creators. Das Erstellen von hochwertigem Bilder-Content kann als auch als Strategie für den Linkaufbau genutzt werden.

Du betreibst Deinen eigenen Online-Shop und strebst nach mehr Sichtbarkeit und Erfolg im digitalen Dschungel? Du bist nicht allein! Eine Menge weiterer Online-Händler (weltweit) teilen dieselben Wünsche. Aber wie schaffst Du es, aus der Masse herauszustechen und die Aufmerksamkeit potenzieller Kundschaft auf Deinen Shop zu lenken? Hier kommt E-Commerce SEO ins Spiel! 

In diesem Blog-Beitrag werden wir gemeinsam in die Welt der SEO für E-Commerce eintauchen. Zwar mag Suchmaschinenoptimierung für Online-Shops eine Herausforderung sein, doch mit dem richtigen Wissen sind auch diese schnell gemeistert. Bist Du bereit, Deine SEO-Reise zu beginnen und mehr Kundschaft in Deinen Shop zu locken? Dann lass uns loslegen! 

E-Commerce SEO Grundlagen

Die Welt des E-Commerce ist dynamisch, wettbewerbsintensiv und ständig im Wandel. Um in diesem Umfeld erfolgreich zu sein, solltest Du die Chancen nutzen, die sich durch SEO eröffnen. Denn Suchmaschinenoptimierung sorgt dafür, dass Dein Angebot von denen gefunden wird, die danach suchen – Deiner Zielgruppe. 

Was ist E-Commerce SEO?

E-Commerce steht ausgeschrieben für Electronic Commerce (dt. elektronischer Handel). Es ist eine Form des Handels, bei dem ein Kauf, Verkauf oder Tausch von Produkten oder Dienstleistungen über das Internet erfolgt. Da die Transaktionen online stattfinden, können sie von jedem Ort der Welt aus abgewickelt werden. So brauchst Du in kein Ladengeschäft zu gehen. Online-Shops gelten beim E-Commerce als ein wichtiger Bestandteil, wo diese Transaktionen u. a. durchgeführt werden.  

Beim SEO für E-Commerce hingegen handelt es sich um eine Strategie, um die Online-Sichtbarkeit Deines E-Commerce-Unternehmens zu verbessern. Dabei wird eine gezielte Optimierung Deines Online-Shops vorgenommen, um in Suchmaschinen wie Google und Bing besser gefunden zu werden. Dazu werden gängige Techniken der Suchmaschinenoptimierung an den Shop angepasst und umgesetzt, u. a. die Durchführung einer Keyword-Recherche und der sich daraus ableitenden Erstellung von Content mit Mehrwert. 

Warum ist SEO für Online-Shops wichtig?

Ein wichtiger Aspekt für die Relevanz von SEO für Deinen Online-Shop ist die Steigerung der Sichtbarkeit – darunter auch die lokale Sichtbarkeit, wenn Dein Shop einen physischen Standort hat. Das kann dazu führen, dass Du mehr Traffic auf Deinen Shop-Seiten generierst. Erhöhter Traffic wiederum kann bei gut optimierten und nutzerfreundlichen Webseiten zu einer höheren Conversion-Rate führen, worunter u. a. Käufe zählen. Und mehr Käufe können im besten Fall zu mehr Umsatz beitragen. 

Durch SEO kannst Du Dir in einem überfüllten E-Commerce-Markt einen Wettbewerbsvorteil verschaffen. So wie Du ist auch Deine Konkurrenz ständig auf der Suche nach Möglichkeiten, um sich am Markt von den Mitbewerbern abzuheben. Mit einer SEO-Strategie hast Du bspw. die Chance, Keywords zu nutzen, die Deine Mitbewerber übersehen haben. Oder Du gestaltest Deine Webseite so, dass sie benutzerfreundlicher und ansprechender ist als die der Konkurrenz. 

Mobile Optimierung ist ein weiterer Punkt, wieso SEO bei Online-Shops nicht außer Acht gelassen werden sollte. Denn Suchmaschinenoptimierung stellt sicher, dass Dein Online-Shop auf mobilen Endgeräten reibungslos funktioniert. Da potenzielle Kundschaft von diesen Endgeräten nahezu überall ins Internet kommt und bspw. einen Kauf tätigen könnte, solltest Du diesen Aspekt nicht unterschätzen.  

Warum Suchmaschinenoptimierung bei Online-Shops scheitert

Ein entscheidender Grund, wieso SEO im E-Commerce scheitert, ist die mangelnde Kontinuität. Suchmaschinenoptimierung ist keine einmalige Aufgabe und auch keine Kampagne für fünf bis sechs Monate. Es handelt sich um einen kontinuierlichen Prozess gerade bei einem Online-Shop, wo u. a. neue Angebote dazukommen und alte wieder entfernt werden. Online-Shops selbst unterliegen also einem Prozess. Aus diesem Grund ist es umso wichtiger, dass bei neuen Seiten mit Produkten oder Dienstleistungen SEO angewandt wird für bspw. die mobile Optimierung, aussagekräftige Produktbeschreibungen und regelmäßige Aktualisierungen bei Veränderungen des Angebotes. 

Technisches SEO für E-Commerce

Nachfolgend werden Dir wichtige Faktoren der technischen Suchmaschinenoptimierung aufgezeigt, die im E-Commerce berücksichtigt werden sollten. Darunter die URL-Struktur, Seitenstruktur und strukturierte Daten. Keine Sorge, Du musst kein Technikgenie sein, um die Faktoren umsetzen zu können. Los geht’s! 

URL-Struktur bei Online-Shops

Wenn du einen Online-Shop betreibst, weißt Du, wie wichtig es ist, dass Kunden und Kundinnen Deine Produkte leicht finden können. Dabei stellt die URL-Struktur eine Unterstützung dar. Doch warum ist die URL-Struktur so wichtig? Ganz einfach: Sie beeinflusst, wie Suchmaschinen Deine Website verstehen und indexieren. Eine klare und durchdachte URL-Struktur macht es den Suchmaschinen leichter, den Inhalt Deiner Seiten verarbeiten zu können. Mit den nachfolgenden Tipps kannst Du Deine URL-Struktur SEO-freundlich gestalten: 

  • Kurze und prägnante URLs: Deine URLs sollten kurz und aussagekräftig sein. Vermeide Sonderzeichen und lange Zeichenketten. Eine sprechende URL wie „deinonlineshop.com/herren/schuhe“ ist besser als „deinonlineshop.com/kategorie/produkte?ID=12345“. 
  • Hierarchie beachten: Deine URL-Struktur sollte die Hierarchie Deiner Website widerspiegeln. Zum Beispiel „deinonlineshop.com/kategorie/unterkategorie/produkt“. 
  • Schreibweise beachten: Deine URLs sollten in Kleinschreibung verfasst werden.  
  • Duplikate vermeiden: Stelle sicher, dass jede Seite eine eindeutige URL hat. Denn duplizierte URLs können zu Verwirrung führen und Probleme bei der Suchmaschinenoptimierung verursachen. Alternative URLs, die dieselben Inhalte zurückgeben, sollten ebenfalls vermieden werden. 
  • SSL verwenden: Eine sichere Verbindung, ersichtlich mit „https://“ am Anfang der URL, wird gesetzlich vorgeschrieben, wenn personenbezogene Daten, z. B. bei Formularen und Bezahlvorgängen, im Spiel sind. Sichere Verbindung dienen der Sicherheit der Kundschaft und werden zusätzlich von Suchmaschinen bevorzugt. 
  • Produktvarianten darstellen: Sind Produktvarianten auf einer Seite mit derselben URL dargestellt, kann die Seite nicht in den Rich-Suchergebnissen für Produkte berücksichtigt werden. Diese Funktion wird nur bei Seiten mit einem Produkt unterstützt. Außerdem kann das Nutzererlebnis bei z. B. Google Shopping negativ beeinflusst werden, da die User ihre getroffene Auswahl in Google Shopping auf Deiner Seite erneut auswählen müssten. Von Google wird die Darstellung der Produktvarianten je URL empfohlen: Wenn jemand nach „grünes Kleid“ sucht, ist eine URL wie „deinonlineshop.com/damen/kleider/gruen“ ideal. Dabei bildet „/gruen“ ein Pfadsegment. Als Suchparameter würde es wie folgt aussehen „/kleider?color=gruen“. Alternativ kannst Du eine URL der Produktvarianten als kanonische URL für das Produkt festlegen. Hierbei sollte es sich um eine URL ohne Suchparameter handeln. 
  • Unnötige Parameter beseitigen: Parameter, die nicht benötigt werden, können die Lesbarkeit beeinträchtigen.  Eine saubere URL wie „deinonlineshop.com/sale“ ist besser als „deinonlineshop.com/angebote?sort=preis“. 
  • Weiterleitungen einrichten: Bei gelöschten oder geänderten URLs solltest Du Weiterleitungen einrichten, damit alte Links nicht ins Leere führen, bspw. auf eine 404-Seite. 

Weitere Informationen kannst Du auf Googles offizieller Seite zu einer geeigneten URL-Struktur für E-Commerce-Webseiten nachschlagen. 

Eine gut durchdachte URL-Struktur trägt nicht nur zur besseren Sichtbarkeit Deines Online-Shops bei, sondern verbessert auch die Benutzererfahrung. Kunden und Kundinnen können leichter navigieren, während Suchmaschinen Deine Website besser verstehen. 

Online-Shops mit geeigneter Seitenstruktur

Die Navigation in Deinem Online-Shop ist genauso wichtig wie die Darstellung Deiner Produkte. Niemand möchte auf einer Website bleiben, wo das gewünschte Produkt einfach nicht gefunden wird. Um das zu vermeiden, gibt es folgende Tipps: 

  • Kategorien und Unterseiten verwenden: Stelle die gesamte Website in klar definierten Kategorien und Unterseiten dar. Eine klare Seitenstruktur sieht wie folgt aus: Kategorie-Seiten à Unterkategorie-Seiten à Produkt-Seiten. Wie bei der URL-Struktur dient auch hier eine Hierarchie zur besseren Übersicht. Auf Deiner Startseite sollten die Schlüssel-Produktkategorien, z. B. Damenschuhe und Herrenbekleidung, dargestellt werden.  
  • Geeignetes UX-Muster auswählen: Nehmen wir an, dass bspw. eine Deiner Unterkategorie-Seite viele Ergebnisse darstellt. Du möchtest natürlich, dass die Ergebnisse richtig angezeigt werden. Dabei hast Du die Auswahl zwischen 1.) einer Paginierung, 2.) „Mehr laden“ und 3.) unendliches Scrollen. Bei einer Paginierung werden die Ergebnisse auf mehrere Seiten aufgeteilt. Durch „Weiter“ und „Zurück“ kannst Du zwischen den Seiten wechseln. Bei „Mehr laden“ wird nach einer bestimmten Anzahl von Ergebnissen die Schaltfläche dargestellt, mit der weitere Ergebnisse nach Anklicken geladen werden. Und bei unendlichem Scrollen können User runter scrollen, bis sie alle Ergebnisse gesehen haben. Welche Vor- und Nachteile die jeweiligen UX-Muster haben, zeigt Google im Abschnitt für beste UX-Muster für eine Website. 
  • Produkte löschen: Wenn Du Produkte in Deinem Online-Shop hast, die nicht mehr im Sortiment sind oder aus anderen Gründen nicht mehr angeboten werden, solltest Du diese von Deiner Website entfernen. Wenn es nötig ist, verwende Weiterleitungen, damit potenzielle Kundschaft bspw. nicht auf einer 404-Seite rauskommt. 
  • Interne Verlinkungen einbringen: Verknüpfe relevante Seiten miteinander. Dies erleichtert Besuchern und Besucherinnen die Navigation. 
  • Tiefe Ebenen vermeiden: Versuche, tiefe Ebenen in der Seitenstruktur zu vermeiden. Je tiefer eine Seite verschachtelt ist, desto schwieriger kann sie von Suchmaschinen gefunden werden. 
  • Breadcrumbs nutzen: Breadcrumbs dienen als sekundäre Navigation auf einer Website. Sie zeigen Usern den Pfad zur aktuellen Seite an und erleichtert dadurch die Navigation. 
  • Ladezeiten optimieren: Schnelle Ladezeiten sind entscheidend für die Benutzererfahrung. Eine gute Seitenstruktur unterstützt effizientes Laden. Beachte hierbei Deine Core Web Vitals. 
  • Darstellung auf mobilen Endgeräten beachten: Deine Seitenstruktur sollte nicht nur auf der Desktop-Variante benutzerfreundlich dargestellt werden, sondern besonders auf mobilen Endgeräten. 
SEO im E-Commerce soll die Seitenstruktur sowohl auf Desktops als auch auf mobilen Endgeräten benutzerfreundlich darstellen.
Bei SEO für Online-Shops sollten die Seiten für Desktop und mobile Endgeräte optimiert sein.

Strukturierte Daten beim E-Commerce SEO richtig anwenden

Die Anwendung von strukturierten Daten kann einen erheblichen Unterschied in Deiner E-Commerce-SEO-Strategie machen. Unter strukturierten Daten werden Code-Markierungen verstanden, die Du Deiner Website hinzufügst, um Suchmaschinen kontextuelle Informationen über den Inhalt zu liefern. Sie helfen Suchmaschinen, relevante Informationen herauszufiltern und dadurch die Website besser zu verstehen. Im E-Commerce können strukturierte Daten auf den Produktseiten genutzt werden. Dadurch werden die Produktdaten an Google gesendet. Relevante Daten im E-Commerce sind u. a. Product, Review, BreadcrumbList, WebSite und VideoObject. Hat Dein Online-Shop einen physischen Standort, der besucht werden kann, sind die strukturierten Daten unter LocalBusiness ebenfalls wichtig. 

Wenn Du Google direkt mitteilen möchtest, welche Produkte in den Suchergebnissen erscheinen sollen, kannst Du das im Google Merchant Center erledigen. Nicht alle Online-Shops nutzen strukturierte Daten. Indem Du sie nutzt, kannst Du Dich von der Konkurrenz abheben. 

Keywords für Suchmaschinenoptimierung bei Online-Shops

Um sicherzugehen, dass potenzielle Kundschaft Deinen Online-Shop und somit auch Deine Produkte findet, sind die richtigen Keywords gefragt. Keywords sind die Bausteine, auf denen (E-Commerce-)SEO aufbaut. Wenn Du die richtigen Keywords auf Deiner Website verwendest, erhöhst Du die Wahrscheinlichkeit, dass Deine Seite in den Suchergebnissen für relevante Suchanfragen angezeigt wird. Das bedeutet mehr Traffic und potenziell mehr Umsatz. In einem weiteren Blog-Beitrag kannst Du Dir Informationen zur Durchführung einer Keyword-Recherche einholen. Nachfolgend erfährst Du, wo die Unterschiede zwischen einer allgemeinen Keyword-Recherche und einer Keyword-Recherche für Online-Shops liegen. 

Bei der Keyword-Recherche für einen Online-Shop liegt der Fokus auf Produkten und Produktkategorien. Du suchst nach Keywords, die direkt mit Deinen Produkten in Verbindung stehen. Bei der allgemeinen Keyword-Recherche hingegen geht es oft um Informationen, Tipps oder Ratschläge zu einem bestimmten Thema, ohne zwangsläufig mit Produkten verbunden zu sein. Außerdem kann die Konkurrenz im E-Commerce intensiver sein, da Menschen aktiv nach Produkten suchen, wodurch das Suchvolumen für produktbezogene Keywords höher ist. Long-Tail-Keywords spielen bei Online-Shops aufgrund der unterschiedlichen Produktvarianten eine wichtige Rolle. Gehört zu Deinem Online-Shop ein physisches Ladengeschäft, solltest Du lokale Keywords in die Recherche integrieren. Da sich im E-Commerce Produkte und Lagerbestände regelmäßig ändern können, ist es wichtig, die Keyword-Recherche häufiger anzupassen als bei einer allgemeinen Keyword-Recherche. In Online-Shops sollten Keywords in Produktbeschreibungen, Meta-Tags und anderen produktbezogenen Inhalten verwendet werden, um die Sichtbarkeit in den Suchergebnissen zu verbessern. Bei allgemeinen Websites können Keywords in Blogbeiträgen und statischen Seiten effektiver sein. 

Insgesamt ist die Keyword-Recherche im E-Commerce spezifischer und produktorientierter. Sie erfordert eine genaue Kenntnis der Produkte, der Zielgruppe und der Konkurrenz. 

OnPage- und Offpage-Optimierung im E-Commerce

Wie auch bei der allgemeinen Suchmaschinenoptimierung erfordert E-Commerce-SEO eine OnPage- und OffPage-Optimierung. Dieser Abschnitt verdeutlicht, welche zusätzlichen Aspekte bei SEO für Online-Shops berücksichtigt werden sollten. Woraus sich die jeweiligen Optimierungsformen zusammensetzten, kann im Blog-Beitrag zur Suchmaschinenoptimierung nachgelesen werden. Bei der OnPage-Optimierung in Bezug zum E-Commerce gibt es folgende Aspekte zu beachten: 

  • Content einbringen: Ja, auch bei Online-Shops stellt Content einen relevanten Faktor dar, der nicht ignoriert werden sollte! Thin Content ohne Mehrwert wird hier genauso ungern gesehen wie beim allgemeinen SEO. Geeignete Inhalte im E-Commerce sind bspw. ausführliche Produktbeschreibungen, die eigenständig verfasst und nicht vom Hersteller, etc. kopiert wurden. 
  • Keywords einsetzen: Verwende relevante Keywords in Produktbeschreibungen, Kategoriebeschreibungen und Meta-Daten. Achtung: Auch für nicht kommerzielle Seiten werden geeignete Keywords benötigt. 
  • Bilder-Optimierung: Achte darauf, dass Deine Produkte mit Bildern versehen sind. Dabei sollten die Bilder gut zu erkennen sein und ein individuelles ALT-Attribut beinhalten, damit Suchmaschinen den Inhalt der Bilder verstehen können. 
  • Meta-Daten optimieren: Hierbei gibt es eine Einteilung in folgende Bereiche: 
    • Produkt-Seiten: Bringe in den Title Tag den Namen Deines Produktes oder Deiner Dienstleistung ein. Beende den Title mit bspw. „(online) kaufen“ oder „(online) bestellen“. In der Meta Description benennst Du die relevantesten Fakten zum Produkt, z. B. die Vorteile und / oder welchen Nutzen es für die potenzielle Kundschaft hat. Beendet wird die Description mit einem Call-to-Action. 
    • Kategorie-Seiten: Der Title Tag veranschaulicht, was es im Online-Shop gibt. In der Description werden die Produkte benannt, die auf der Kategorie-Seite dargestellt werden.
  • Überschriftenstruktur anpassen: Auch bei SEO für Online-Shops sollten Fokus-Keywords in Überschriften genannt werde – besonders in der H1. Zudem sollte der Name des Produktes in der Überschrift vorkommen. 

 

In Bezug zur OffPage-Optimierung verläuft die Optimierung des Online-Shops wie bei SEO im Allgemeinen, sprich mit dem Aufbau von qualitativen Backlinks. Im E-Commerce bieten sich dafür die sogenannten Linkable Assets an. Dabei handelt es sich um wertvolle und überzeugende Inhalte auf einer Website, die dazu führen, dass andere Webseiten darauf verlinken wollen. Ein Beispiel im E-Commerce könnte ein umfassender Produktvergleichsbericht sein, der verschiedene Produkte einer bestimmten Kategorie detailliert vergleicht. Das unterstützt potenzielle Kundschaft bei ihrer Kaufentscheidung und bietet somit einen Mehrwert. 

SEO für internationale Online-Shops

Wenn Du einen Online-Shop mit globaler Reichweite betreibst, gibt es einige SEO-Aspekte, die Du beachten solltest. Darunter gehört die Auswahl einer geeigneten Domain-Struktur. Dabei kannst Du bspw. eine Country Code Top-Level Domain (kurz ccTLD) einsetzen. Es handelt sich hierbei um eine länderspezifische Top-Level Domain, z. B. „.de“ für Deutschland oder „.it“ für Italien. Geeignet ist eine ccTLD, wenn Dein Online-Shop in verschiedenen Ländern eigenständige Websites mit unterschiedlichen Inhalten, Produkten und Preisen betreibt 

Ebenfalls anwendbar sind Subdomains. Sie haben einen eigenen und eindeutigen Domainnamen und können für die Unterteilung Deiner Website nach Sprachen oder Regionen verwendet werden. Nutze hierfür bspw. „de.“ als Subdomain für eine deutschsprachige Seite und „it.“ für eine italienische Seite. So könnte es aussehen: „it.domainname.com“. Dadurch sehen Kunden und Kundinnen, auf welcher regionalspezifischen Variante Deines Online-Shops sie sich befinden.  

Eine weitere Möglichkeit Deinen mehrsprachigen Online-Shop verständlich für die Suchmaschinen zu gestalten, sind Unterverzeichnisse. Diese Verzeichnisse sind Pfade innerhalb Deiner Hauptdomain, z. B. „domainname.com/de/“ oder „domainname.com/it/“. Sie werden dazu verwendet, Inhalte, die für die Hauptseite relevant sind, auf einer einzelnen Website zu organisieren. Unterverzeichnisse sind oft einfacher zu verwalten und erfordern weniger technische Konfiguration als Subdomains oder gar eine separate Domain. Da sie als Teil der Hauptdomain angesehen werden, gibt es eine enge Verbindung der Unterverzeichnisse zur Seiten- und Domainautorität der Hauptdomain und umgekehrt. Das Hinzufügen weiterer Unterverzeichnisse zu einem bestehenden Unterverzeichnis ist möglich, z. B. „domainname.com/de/shop/hosen/jeans/…“. Achtung: Damit sollte nicht übertrieben werden. Denn eine ewig lange URL könnte die Nutzererfahrung negativ beeinflussen. 

Ob eine ccTDL, eine Subdomain oder Unterverzeichnisse die richtige Lösung für Dich darstellt, solltest Du mit Deinen verfolgten Zielen und der gewünschten Darstellung der Website abgleichen. 

 

Die Implementierung von hreflang-Tags (Darstellung: rel=“alternate“ hreflang=“x“) ist ein weiterer Aspekt für internationale Online-Shops. Verwende die Tags in Deinem HTML-Code, um Suchmaschinen mitzuteilen, welche Version einer Seite für welches Land oder welche Sprache gedacht ist. Dadurch soll Duplicate Content in mehreren Sprachen vermieden und die richtigen Seiten in den Suchergebnissen angezeigt werden. Wie Du Google am besten über mehrsprachigen Inhalt informierst, erfährst Du im offiziellen Beitrag der Suchmaschine. 

Beliebte Shopsysteme im E-Commerce SEO

Damit die Erstellung oder Optimierung Deines Online-Shops einwandfrei verläuft, solltest Du Dein (potenzielles) Shopsystem genauer unter die Lupe nehmen. Diese E-Commerce-Plattform sollte einfach in der Handhabung sein, z. B. einen Drag-&-Drop-Editor besitzen, und umfangreiche Funktionen anbieten, z. B. unterschiedliche Bezahl- und Versandoptionen, sowie DSGVO-Konformität und Marketing-Funktionen. 

Zusätzlich solltest Du schauen, welche Art eines Shopsystems die Anforderungen an Deinen Online-Shop am besten abdeckt. Es gibt vier Arten, die nachfolgend mit einem Beispiel dargestellt werden. 

SaaS-Lösungen (Software-as-a-Service-Lösungen)

Für Unternehmen jeder Größe, von Einzelunternehmer / Einzelunternehmerin bis hin zu großen Unternehmen, empfiehlt sich eine SaaS-Lösung. Hierbei handelt es sich um ein cloudbasiertes Mietshop-System, d. h. Du kannst das Shopsystem bspw. monatlich oder jährlich mieten. Dabei werden Deine Daten auf einem externen Server gespeichert. Für einen SaaS-Online-Shop wird nur wenig technisches Verständnis benötigt, wodurch es sich für Einsteiger und Einsteigerinnen eignet. Zudem kann ein Shop aufgrund der leichten Bedienbarkeit schnell erstellt werden und online gehen. 

Ein bekanntes Beispiel für ein SaaS-Shopsystem ist Shopify: 

Beim SEO für E-Commerce eignet sich für Unternehmen jeder Größe ein SaaS-Shopsystem, z. B. Shopify.
Übersicht der vielfältigen Shopify-Lösungen.

Mit einer bereiten Auswahl an Funktionen kann eine Vielzahl von Anforderungen abgedeckt werden, z. B. unterstützt Shopify die einfache Bedienung durch eine Drag-and-Drop-Funktion, sowie einen Produktkatalog und Funktionen zum Bestellprozess wie Versandoptionen und Steuerberechnung. 

Weitere SaaS-Shopsysteme sind u. a. Gambio, Jimdo und ALZURA Shop. 

E-Commerce-Plugins 

Unter E-Commerce-Plugins werden Software-Erweiterungen für Online-Shops verstanden, die zusätzliche Funktionen und Features hinzuzufügen. Diese Plugins eignen sich wie SaaS-Lösungen für jede Unternehmensgröße, allerdings ist bei großen Shops eher davon abzuraten. Sie erleichtern die Verwaltung und Optimierung von Online-Shops, die das Einkaufserlebnis für die Kundschaft verbessern. 

Integriert werden die Plugins in Dein ausgewähltes Content-Management-System (CMS). Sie haben den Vorteil, dass Du neben Deinen allgemeinen Website-Einstellungen zusätzliche Einstellungen für Deinen Online-Shop erhältst und alles von einem Standort aus bearbeiten kannst, z. B. einen Blog-Beitrag verfassen und kurz darauf eine Produkt-Seite erstellen. 

WooCommerce ist ein bekanntes Plugin für WordPress: 

WooCommerce eignet sich als E-Commerce-Plugin für WordPress.
Angebote vom WordPress-Plugin WooCommerce.

Ein großer Vorteil von WooCommerce ist: Das Plugin ist bei jeder Shop-Größe kostenlos und es hat einen eigenen Erweiterungsshop. Allerdings gibt es kostenpflichtige Erweiterungen u. a. Premium-WordPress-Themes, die darauf ausgelegt sind, gut mit WooCommerce zu interagieren. Achte darauf, was genau Du brauchst und für welche Erweiterungen Du Dein Geld ausgeben möchtest. 

Für WordPress gibt es weitere E-Commerce-Plugins wie Easy Digital Downloads (EDD) und BigCommerce. 

Die nachfolgenden zwei Arten von Webshop-Software eigenen sich hauptsächlich für mittlere und große Unternehmen. 

On-Premise-Software

On-Premise stellt das Gegenteil zu cloudbasierten Lösungen dar. Bei dieser Variante erstellst Du zusammen mit einem Entwicklerteam die Software für Dein Unternehmen selbst. Das Shopsystem wird auf Deinem eigenen Server gehostet. Zudem erwirbst Du, bzw. Dein Unternehmen, einmalig eine Software-Lizenz. On-Premise hat den Vorteil, dass Dein Unternehmen die volle Kontrolle über das Shopsystem hat und Du Deinen Online-Shop ganz nach Deinen Wünschen gestalten kannst. Allerdings ist eine On-Premise-Software eine kostenintensive und aufwändige Lösung. Überlege Dir gut, ob Du die nötigen finanziellen und personellen Ressourcen zur Verfügung hast, um eine Software zu entwickeln. 

Neben einer SaaS-Lösung bietet Shopware die Möglichkeit, eine On-Premise-Lösung zu nutzen: 

Shopware eignet sich u. a. als eine On-Premise-Lösung.
On-Premise-Lösung von Shopware unter Self-hosted.

CosmoShop, OroCommerce und xanario bieten ebenfalls On-Premise-Lösungen an. 

Open-Source-Shopsysteme

Open-Source-Shopsysteme benötigen einiges an technischem Verständnis und sind somit gut geeignet für technikerfahrene Personen. Wie im Namen („Open-Source“) bereits enthalten, ist das Shopsystem kostenlos erhältlich. Kostenpflichtig wird es erst, wenn Du Dienstleistungen des Open-Source-Shops, z. B. den Support, in Anspruch nehmen möchtest – dies wird als Enterprise-Edition betitelt. Bei der Open-Source-Variante hast Du die komplette Freiheit in der Gestaltung Deines Online-Shops, da Du Zugriff auf den Quellcode hast und diesen nach Deinen Anforderungen anpassen kannst. 

xt:Commerce stellt eines von vielen Open-Source-Shopsystemen dar:

Bei SEO für Online-Shops eignet sich xt:Commerce als Open-Source-Shopsystem.
Bei xt:Commerce sind die Funktionen nach Kategorien geordnet.

Zu Open-Source-Shopsystemen zählen u. a. auch Gamio GX3 und Adobe Commerce (Magento). 

 Achtung: Einige der oben aufgeführten Shopsysteme bieten nicht nur eine der vier Varianten an, sondern mehrere. 

Fazit: SEO als Geheimwaffe für E-Commerce

SEO ist in der Welt des E-Commerce nicht nur ein Werkzeug, sondern häufig die entscheidende Geheimwaffe, um einen Online-Shop erfolgreich zu betreiben und sich somit von der Konkurrenz abzuheben. 

Für E-Commerce SEO ist u. a. das technische SEO in Bezug zur URL-Struktur, Seiten-Struktur und zu strukturierten Daten relevant. Doch auch passende Keywords für Deine Online-Shop-Seiten, sowie die Pflege von On- und Offpage-Optimierungen dürfen nicht vernachlässigt werden. 

Bei einem internationalen Online-Shop solltest Du bspw. auf die Domain-Struktur achten. Eine Unterstützung kann Dir ein geeignetes Shopsystem für Deine Ziele und Anforderungen bieten. Informiere Dich hierbei gut, denn das System bildet die Basis für Deinen Shop.  

Mit einer SEO-Agentur stehst Du den oben genannten Aufgaben nicht allein gegenüber und erhältst dadurch einen Verbündeten im Wettbewerb um die potenzielle Kundschaft. 

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Auch im B2B-Bereich kommt Content-Marketing zum Einsatz. Das liegt daran, dass sich die Art und Weise, wie Unternehmen miteinander kommunizieren und Geschäfte abschließen, verändert hat. Es geht nämlich längst nicht mehr nur darum, Produkte oder Dienstleistungen zu verkaufen. Mittlerweile sollen auch wertvolle Informationen und Lösungen angeboten werden, die die Interessen anderer Unternehmen ansprechen und ihren Herausforderungen entsprechen.

Im dritten Teil der Content-Marketing-Reihe tauchen wir in die Welt des B2B-Content-Marketings ein. Egal, ob Du bereits im Content-Marketing für B2B aktiv bist oder gerade erst Deine Reise beginnst: Hier erhältst Du wertvolle Einblicke, um Deine Bemühungen im Content-Marketing auf die nächste Stufe zu heben und Dein B2B-Geschäft dadurch zu verbessern.

Was ist unter "B2B" zu verstehen?

B2B steht in ausgeschriebener Form für Business-to-Business. Darunter werden Geschäftsbeziehungen und Transaktionen zwischen Unternehmen verstanden. Dabei verkaufen und kaufen Unternehmen Produkte oder Dienstleistungen voneinander, anstatt direkt an Endverbraucher zu verkaufen (Stichwort: Business-to-Consumer, kurz B2C). Der B2B-Bereich umfasst ein breites Spektrum von Unternehmen, die sowohl Lieferanten, Kundschaft als auch Partner sein können und in verschiedenen Branchen tätig sind. B2B-Transaktionen spielen eine entscheidende Rolle in der globalen Wirtschaft. Sie können die Grundlage für Versorgungsketten und Geschäftsentwicklungen in unterschiedlichen Sektoren bilden.

Was ist mit B2B-Content-Marketing gemeint?

Content-Marketing im B2B-Bereich ist eine strategische Herangehensweise, die auf die spezifischen Anforderungen des B2B-Marktes zugeschnitten ist. B2B-Content-Marketing bezieht sich auf die Erstellung und Verbreitung von hochwertigen Inhalten für andere Unternehmen. Dabei stellen die anderen Unternehmen die Zielgruppe dar, für die ein Mehrwert mit den geplanten Inhalten entstehen soll. Beim B2B-Content-Marketing geht es nicht nur darum, das eigene Angebot zu bewerben, sondern es sollen Vertrauen aufgebaut, Fachwissen demonstriert (Stichwort: Expertise nach den E-E-A-T-Kriterien von Google) und langfristige Beziehungen aufgebaut werden.

Der Unterschied zwischen B2B- und B2C-Content-Marketing

Um Dir den Vergleich zwischen Content-Marketing für B2B- und B2C-Unternehmen aufzuzeigen, stellen wir Dir nachfolgend Aspekte mit jeweiligen Unterschieden vor:

  • Zielgruppen: Im B2B-Sektor richtet sich das Content-Marketing an Unternehmen oder Geschäftskunden. Somit handelt es sich bei der Zielgruppe um spezialisierte Fachleute, die fundierte Informationen benötigen. Beim B2C-Sektor hingegen sind die Endverbraucher die Zielgruppe. Die Endverbraucher sind die einzigen Entscheidungsträger, wenn sie für sich ein Produkt kaufen oder eine Dienstleistung in Anspruch nehmen wollen. Bei Business-to-Business ist es häufig so, dass es mehrere Entscheidungsträger gibt, die es zu überzeugen gilt.
  • Ziele Deiner Zielgruppe: Deine Zielgruppe im B2B-Sektor hat Ziele, die Du mit Deinem Content-Marketing unterstützen kannst. Bei den Zielen geht es u. a. um Expertise und eine mögliche Partnerschaft. Bei B2C sind die Ziele u. a. auf ihre Unterhaltung ausgelegt oder auf ein gutes Schnäppchen.
  • Produkte & Dienstleistungen: Bei Business-to-Consumer stehen die Produkte oder Dienstleistungen im Mittelpunkt. Der Content konzentriert sich hierbei auf die Vorteile für die Verbraucher und Verbraucherinnen und ist in der Regel weniger technisch – natürlich je nach Angebot. Anders ist es im B2B-Bereich: Angebotene Produkte oder Dienstleistungen sind oft komplexer und / oder kostenintensiver als im B2C-Bereich. Daher erfordert Content-Marketing bei B2B detailliertere Produktinformationen, z. B. zu technischen Daten, oder weitreichende Anleitungen und Erklärungen. Es kommt bei Business-to-Business insbesondere darauf an, ob Dein Angebot das Problem Deiner Zielgruppe lösen kann oder nicht.
  • Kaufprozesse: Wie zuvor erwähnt, gibt es bei B2B oft mehrere Entscheidungsträger. Dadurch dauert der Kaufprozess in der Regel länger. Content-Marketing im B2B-Bereich konzentriert sich darauf, die verschiedenen Phasen des Kaufprozesses zu unterstützen und voranzutreiben. Da die Entscheidungsträger bei B2C meist Einzelpersonen sind, sind die Kaufprozesse kürzer. Hier zielt Content-Marketing darauf ab, die Entscheidungen zu den eigenen Gunsten zu beeinflussen. Im B2C-Bereich kommt es zudem häufiger zu spontanen Käufen, was im B2B-Bereich eher undenkbar ist.
  • Content-Arten: Unterschiedliche Zielgruppen erfordern unterschiedliche Content-Arten. Im B2B-Sektor sind u. a. Whitepapers, Fallstudien, technische Datenblätter, Webinare und branchenspezifische Analysen ansprechende Content-Arten. Wohingegen bei B2C u. a. Social-Media-Beiträge, Produktbewertungen, Videos und weitere visuelle Inhalte (Content-Format), die leicht verdaulich sind und das Interesse wecken, geeigneter sind. Achtung: Achte hierbei genau auf Deine Zielgruppe! Es kann natürlich vorkommen, dass Deine B2B-Kunden ebenfalls an Videos oder weiteren Content-Arten Interesse zeigen und umgekehrt – kurz: Content-Arten lassen sich nicht pauschalisieren! Mehr zu den Arten und Formaten des Content-Marketings kannst Du im ersten Teil der Content-Marketing-Reihe nachlesen.
  • Emotionen: Das B2C-Content-Marketing versucht Emotionen anzusprechen und einen bestimmten Lifestyle oder ein Image zu vermitteln. Diese sollen mit dem jeweiligen Angebot, der Marke oder dem Unternehmen positiv in Verbindung gebracht werden. Dem B2B-Bereich wurde nachgesagt, dass es viel mehr auf die sachliche Vermittlung von Informationen ankommt und nicht auf eine emotionale Ansprache. Dabei hat bereits im Jahr 2014 eine Studie aus den USA nachgewiesen, dass auch im Business-to-Business-Sektor die Gefühlsebene angesprochen werden sollte. Denn gerade bei der Menge an Informationen, kann es schnell sehr komplex werden. Somit verlaufen die Entscheidungen häufig aus dem Gefühl heraus. Wenn Dein Content die emotionale Ebene jedoch nicht anspricht, sieht es nicht gut für Dich aus. Eine aktuellere LinkedIn-Studie ist zu einem ähnlichen Ergebnis gekommen: Emotionen im B2B-Bereich zu vermitteln kann für langfristigen Erfolg im B2B-Marketing sorgen und sollte auf keinen Fall ignoriert oder ausgelassen werden!

Die nachfolgende Tabelle fasst die Unterschiede zusammen:

Business-to-Business Unterschiede Business-to-Consumer
Unternehmen & Geschäftskunden Zielgruppen Endverbraucher
Partnerschaft, Expertise Ziele der Zielgruppen Schnäppchen, Unterhaltung
Detaillierte Informationen über das Angebot Produkte & Dienstleistungen Vorteile für den Endverbraucher
Längere Kaufprozesse aufgrund von mehreren Entscheidungsträgern Kaufprozesse Kürzere Kaufprozesse da Endverbraucher einzelner Entscheidungsträger
Nicht pauschal: Whitepapers, Fallstudien, technische Datenblätter, Webinare & branchenspezifische Analysen Content-Arten Nicht pauschal: Social-Media-Beiträge, Blog-Beiträge, Produktbewertungen, Videos und weitere visuelle Inhalte (Content-Format)
Emotionen sollen angesprochen werden Emotionen Emotionen sollen angesprochen werden

Warum ist Content-Marketing im Business-to-Business so wichtig?

Für die Relevanz von Content-Marketing im B2B gibt es verschiedene Gründe:

  • Informationsbedarf der Zielgruppe: Geschäftskunden und Unternehmen suchen nach präzisen Informationen, bevor eine Kaufentscheidung getroffen wird. Durch Content-Marketing, das auf Deine B2B-Zielgruppe ausgerichtet ist, kannst Du den geforderten Informationsbedarf decken und Deine potenzielle Kundschaft auf ihrem Weg durch den Kaufprozess begleiten. B2B-Angebote können nämlich schwierig zu verstehen sein und eine weitreichende Erklärung erfordern. Kommuniziere an diesen Stellen klare Lösungen, die Deiner anvisierten Kundengruppe weiterhelfen.
  • Lead-Generierung: B2B-Content-Marketing kann dazu beitragen, Leads zu generieren. Stellst Du Inhalte zur Verfügung, die die Probleme und Bedürfnisse Deiner Zielgruppe ansprechen, kannst Du B2B-Kunden anziehen, die richtiges Interesse an Deinem Angebot (entwickelt) haben.
  • Vertrauensbildung: Bei B2B-Beziehungen geht es um langfristiges Vertrauen. Durch die Bereitstellung von qualitativ hochwertigem Content kannst Du Dein Fachwissen und Deine Glaubwürdigkeit demonstrieren. Dadurch wird Vertrauen bei der (potenzieller) Kundschaft aufgebaut.
  • Langfristige Kundenbindung: Content-Marketing endet nicht nach dem Kauf. Indem Content-Marketing die B2B-Kundschaft u. a. durch die Deckung des Informationsbedarfs und die Vertrauensbildung an das Unternehmen bindet, kann eine stabile und langfristige Kundenbeziehung aufgebaut werden.
  • Positionierung als Branchenführer: Indem Du Inhalte mit Mehrwert und Fachwissen bereitstellst, kannst Du Dich als Experte oder Expertin in Deiner Branche positionieren. Die Wahrnehmung der Marke kann dadurch gestärkt werden und potenzielle Kundschaft anziehen.

Für den B2B-Sektor einen Content-Marketing-Plan erstellen

Im Endeffekt unterscheidet sich die Erstellung eines Content-Marketing-Plans im Business-to-Business nicht sonderlich zum Business-to-Consumer. Es gibt Aspekte, die Du dennoch beachten solltest. Wie zuvor genannt, hast Du es im B2B-Bereich mit einer Zielgruppe zu tun, die in der Regel andere Ziele verfolgt als Endverbraucher. Um Dir ein klares Bild zu verschaffen, solltest Du auch hier eine präzise Zielgruppenanalyse durchführen. So erfährst Du, welche konkreten Ziele Deine anvisierte Kundengruppe verfolgt. Dadurch kannst Du direkt dort ansetzen, wo sie die Unterstützung benötigen.

Ein Buyer Persona für B2B-Content-Marketing ist anders aufgebaut als für B2C, z. B. in Bezug zur Entscheidungsfindung, den Zielen und Interessen.

Bei der Themenfindung und Content-Darstellung gibt es folgendes zu beachten:

  • Für die Themenfindung gilt auch bei B2B: Je sorgfältiger Du zuvor die Zielgruppenanalyse durchgeführt hast, desto einfacher fallen Dir geeignete Themen ein. Dein Content soll Deiner anvisierten Kundengruppe weiterhelfen und Lösungen für ihre Probleme aufzeigen. Es geht nicht darum, Dein Angebot anzupreisen!
  • Unter Content-Darstellung werden die Content-Formate und Content-Arten definiert. Potenziell geeignet für Business-to-Business sind folgende Content-Arten: Fallstudien, Whitepapers, Webinare, technische Datenblätter und branchenspezifische Analysen. Dabei solltest Du beachten, was die Zielgruppenanalyse ergeben hat – vielleicht sagen Deiner Zielgruppe andere Arten mehr zu.

Auch die Vertriebskanäle und der Veröffentlichungsplan weichen von B2C ab. Während B2C bspw. viel auf TikTok unterwegs ist, ist Deine B2B-Zielgruppe vermutlich auf Deiner Website unterwegs. Wähle den Vertriebskanal für Deinen Content, auf dem Deine anvisierte Kundengruppe aktiv ist. Die Veröffentlichung von Beiträgen im B2B-Sektor sollte folgendes berücksichtigen:

  • Welche branchenspezifischen Zeiten gelten für Deine anvisierte Kundengruppe? Unterschiedliche Branchen haben unterschiedliche Zeiten, zu denen die Mitarbeitenden online sind. Finde heraus, wann Deine Zielgruppe am aktivsten ist. Ist es früh morgens? Kurz vor oder nach der Mittagspause? Oder vielleicht kurz vor Feierabend?
  • In welcher Zeitzone befindet sich Deine Zielgruppe? Wenn Du international tätig bist und Deine anvisierte Kundengruppe über verschiedene Zeitzonen verstreut ist, solltest Du die Veröffentlichungszeiten so anpassen, dass Dein Content zur richtigen Zeit für Deine Zielgruppe verfügbar ist.
  • Gibt es Tage, auf die Du besonders achten solltest? Ja, und zwar Feiertage und Wochenenden. Anders als bei B2C wirst Du Deine avisierte Kundengruppe an diesen Tagen vermutlich nicht erreichen. Natürlich kannst Du Dir zu den Tagen eine Kleinigkeit einfallen lassen und Deine Zielgruppe z. B. mit Feiertagswünschen positiv im Gedächtnis bleiben. Oder Du überlegst Dir etwas Besonderes, z. B. speziellen Content, den es nur aufgrund des Feiertages „geschenkt“ gibt.
  • Du bist Dir noch nicht ganz sicher, welche Veröffentlichungszeiten am besten geeignet sind? Dann probiere verschiedene Zeiten aus und überwache die Ergebnisse. Durch kontinuierliches Testen kannst Du feststellen, welche Zeiten für Deine Zielgruppe am effektivsten sind. Einfacher ist es mit einem hilfreichen Tool wie bspw. Leadinfo. Das Tool analysiert ausschließlich den B2B-Traffic, wodurch Du die Besuchszeiten Deiner Zielgruppe kennenlernen kannst.

Die oben aufgeführten Aspekte zeigen die kleinen, aber wichtigen Unterschiede zwischen einem Content-Marketing-Redaktionsplan für B2B und B2C. Die weiteren Schritte verlaufen identisch und können im zweiten Teil der Content-Marketing-Reihe nachgelesen werden.

Beispiele für erfolgreiches B2B-Content-Marketing

Wie gelungenes Content-Marketing im B2B aussehen kann, veranschaulichen Dir die nachfolgenden drei Beispiele:

1. Hubspot (All-In-One-Plattform): Der Blog von HubSpot beinhaltet eine Fülle von Artikeln, Leitfäden, Vorlagen und Tools, die Unternehmen bei ihren Marketing-Bemühungen unterstützen – und das zu den unterschiedlichsten Themen. Dieser Ansatz hat dazu beigetragen, dass HubSpot als vertrauenswürdige Informationsquelle in der B2B-Marketingwelt gilt.

Erfolgreiches B2B-Content-Marketing betreibt der Hubspot-Blog mit einer Vielfalt an Artikeln zu verschiedenen Themen.
Die unterschiedlichen Themen und Blogs, die HubSpot zur Verfügung stellt.

2. Canva (Grafikdesign-Plattform): Canva ermöglicht Unternehmen, ansprechende visuelle Inhalte wie Infografiken, Präsentationen und Social-Media-Grafiken zu erstellen. Damit das mit so wenigen Herausforderungen wie möglich verläuft, gibt es von Canva unter dem Reiter „Lernen“ Kurse und Tutorials für die richtige Umsetzung

Canva bietet im Content-Marketing für B2B unterschiedliche Tutorials und Videos zum Grafikdesign an.
Kurse und Tutorials von Canva.

3. Hootsuite (Social-Media-Management-Plattform): Hootsuite ermöglicht die effiziente Planung, Verwaltung und Veröffentlichung von Inhalten auf verschiedenen Social-Media-Plattformen. Damit die Organisation Deiner Social-Media-Kanäle reibungslos verläuft, bietet Dir Hootsuite u. a. kostenlose Templates und Informationen. 

Hootsuites Blog-Beiträge und kostenlose Tools.

Abschließend zum Content-Marketing im B2B

Content-Marketing im B2B-Bereich unterscheidet sich deutlich vom B2C-Sektor. Während im Business-to-Consumer die Endverbraucher direkt angesprochen werden, geht es bei Business-to-Business um die Beziehung zu anderen Unternehmen. Die unterschiedlichen Zielgruppen bringen unterschiedliche Ziele mit. Für Dich ist es wichtig, herauszufinden, welche Ziele Deine B2B-Zielgruppe erreichen möchte und wie Du sie am besten dabei unterstützen kannst. Beim Content-Marketing für B2B geht es nämlich nicht darum, dass Du Dein Produkt oder Deine Dienstleistung in den Himmel lobst, sondern um die Überlieferung von Lösungen und Informationen mit Mehrwert. So kannst Du zusätzlich Deine Expertise beweisen und dadurch Vertrauen Deiner anvisierten Kundengruppe gewinnen. Das wiederum kann zu langfristigen Kundenbindungen führen.

Wenn Du einen Content-Marketing-Plan für B2B erstellst, sind die nachfolgenden Aspekte im Vergleich zu B2C anders: Buyer Personas, Themen, Content-Darstellung, Vertriebskanäle und Veröffentlichungszeiten. Als Orientierung für Best-Practice-Beispiele kannst Du Dir die Seiten von HubSpot, Canva und / oder Hootsuite anschauen.

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Mit der richtigen Anwendung von Meta-Tags kannst Du Dein SEO verbessern! Als Website-Betreiber oder Online-Marketing-Experte weißt Du sicherlich, wie wichtig Suchmaschinenoptimierung (SEO) ist, um mehr Traffic auf Deinen Websites zu generieren. Meta-Tags spielen dabei eine entscheidende Rolle, da sie den Suchmaschinen wichtige Informationen über Deine Website liefern. In diesem Artikel beschäftigen wir uns ausführlich mit Meta-Tags und zeigen, wie Du sie effektiv nutzen kannst, um das Ranking Deiner Domain in den Suchergebnissen zu verbessern. Jetzt lesen und direkt loslegen!

Was sind Meta-Tags?

Meta-Tags sind HTML-Elemente, die den Suchmaschinen Informationen über den Inhalt deiner Website liefern. Diese Tags werden im Header-Bereich Deiner Webseite platziert und von Crawlbots ausgelesen und bewertet. Meta-Tags können eine entscheidende Rolle bei den Bewertungen und dem Ranking Deiner Website in den Suchergebnissen spielen. Welchen Einfluss Meta-Tags auf Rankings in den SERPs haben, erfährst Du im Laufe dieses Artikels.

Die Bedeutung von Meta-Tags im SEO

In den 1990er-Jahren waren Suchmaschinen nicht so gut wie heute in der Lage, thematische und semantische Zuordnungen von Webseiten zu Suchanfragen durchzuführen. Genau diese Zuordnungen unterstützte die Verwendung von Meta-Tags (bzw. Meta-Keywords) im HTML-Header. Allerdings wurde diese Maßnahme häufig von Black-Hat-SEOs missbraucht, um die Rankings zu manipulieren. Heute orientieren sich Suchmaschinen nicht mehr so stark an HTML-Dokumenten, sondern beachten den gesamten Inhalt von Webseiten. Früher hingegen waren Meta-Tags entscheidende Rankingkriterien für Suchmaschinen.

Dementsprechend hat die Bedeutung der Meta-Tags für die Suchmaschinenoptimierung sukzessive abgenommen. Während viele Meta-Daten von Suchmaschinen ignoriert werden, berücksichtigen die Ranking-Algorithmen zusätzliche Kriterien für das Ranking. Während der Title einer Webseite weiterhin direkt für das Ranking relevant ist, ist die Meta-Description ein indirekter Rankingfaktor. Dennoch bleibst sie für Suchmaschinen wichtig, da sie Einfluss auf die Klickrate einer Webseite hat. Die Klickrate zu Englisch Click-Through-Rate (CTR) sagt aus, wie häufig ein Snippet in den SERPs angeklickt wurde.

In Kürze: Die Optimierungen der Meta-Tags bleiben weiterhin wichtiger Bestandteil in der Suchmaschinenoptimierung. Zwar hat die Bedeutung der Meta-Tags im Laufe der Zeit abgenommen, da Google für die Bewertung von Websites viele andere Faktoren nutzt, dennoch haben Sie Einfluss auf Dein Ranking. Welche Meta-Tags noch für die Rankings Deiner Webseite wichtig sind, wirst Du in den folgenden Abschnitten erfahren.

Welche Meta-Tags gibt es?

Es gibt verschiedene Arten von Meta-Tags, die Du auf Deiner Website verwenden kannst. Hier sind einige Beispiele:

Title-Tag (Seitentitel)

Der Title-Tag ist einer der wichtigsten Meta-Tags. Er gibt den Titel einer Seite an und erscheint in blauer Überschrift in den SERPs.

Description-Tag

Eine kurze Beschreibung des Inhaltes einer Seite wird über das Description-Tag (auch Meta-Description, dt. Meta-Beschreibung) dargestellt und in den Suchergebnissen unter dem Title angezeigt.

Robot-Tag

Der Robot-Tag wird genutzt, um Suchmaschinen verschiedene Anweisungen mitzuteilen. Somit wird beispielsweise die Indexierung einer Seite gesteuert. Möchtest Du eine Webseite aus dem Index entfernen, nutzt Du in diesem Fall den Robot-Tag „noindex„. Seit 2020 gibt es die Link-Attribute wie „sponsored“ für Werbelinks und „ugc“ (User Genrate Content), für Links, die von Usern generiert wurden. Zudem sind die Anweisungen über Robot-Tags für Crawler seit 2020 keine Befehle mehr, sondern Empfehlungen: Crawler müssen dem Robot-Tag nicht Folge leisten.

Hier eine Liste mit den meistverwendeten Robot-Tags:

Anweisung Bedeutung
all Es besteht keine Einschränkung.
index Website soll in den SERPs angezeigt werden.
noindex Website soll nicht in den SERPs angezeigt werden.
follow Crawler soll dem Link folgen.
nofollow Crawler soll dem Link nicht folgen.
none Entspricht den Tags "noindex" "nofollow".
nosnippet Website soll nicht als Snippet in den SERPs angezeigt werden.
noarchive Website soll nicht gecachet werden.
noimageindex Bilder der Website soll nicht in den Bilder-Index.
notranslate Übersetzungen sollen nicht in den SERPs angezeigt werden.

Wie Du die verschiedenen Anweisungen in ein Robot-Tag integrierst, um mit den Crawlbots zu kommunizierten, erfährst Du im Laufe des Artikels.

Content Type / Language

Durch den Content Typ wird die Sprache der Website für Suchmaschinen definiert. Ist ein Dokument mit dem Content Type / Language „de“ ausgezeichnet, so bedeutet es nicht, dass das eine Seite auf Deutsch verfasst ist. Sondern das die Seite für einen deutschsprechenden Leser bestimmt ist.

Hreflang-Tag

Dieser Tag ermöglicht es, Webseiten in unterschiedlichen Sprachen mit gleichen Inhalten auszuspielen. So wird für User, passend zur Zielregion, Content ausgeliefert. Eine Sonderform des Hreflang-Tags ist X-Default („x-default hreflang“). Hier wird eine Standardsprache für ein Dokument festgelegt, sofern keine passendere Sprachversion vorliegt.

Canonical-Tag

Ein Canonical-Tag kann bei der Vermeidung von Duplicate Content helfen. Das kanonische Tag gibt für Suchmaschinen das originale Dokument an, andere Versionen werden von Suchmaschinen dann vernachlässigt und nicht indexiert.

Autor- Copyright-Tag

Mit diesem Tag werden Angaben zum Autor, Herausgeber oder Urheberrecht von Inhalten auf Websites gemacht. In Deinem CMS wird unter Angabe eines Autors der Autor-Tag automatisch ausgegeben.

Keywords-Tags

Meta-Keywords bzw. Keyword-Tags (dt. Meta-Suchbegriff) sollten Suchmaschinen den Inhalt einer URL mitteilen. Meta-Suchbegriffe haben durch die Praktiken von Black-Hats im SEO komplett an Bedeutung verloren.

Revisit

Die Anweisung „revisit“ kommuniziert dem Crawler, wann die Seite erneut gecrawlt werden soll. Allerdings wird dieser Tag von den Crawlern meistens ignoriert.

Viewport-Tag

Mit dem Viewport-Tag kannst Du festlegen, wie Deine Seite auf mobilen Geräten angezeigt werden soll.

Meta-Tags des Open Graph Protocols

Die Tags des Open Graph Protocols stellen sicher, dass geteilte URLs auf Social-Media-Plattformen nutzerfreundlich dargestellt werden. 

Wie ist ein Meta-Tag aufgebaut?

Ein Meta-Tag ist immer nach demselben Prinzip aufgebaut, was im Quellcode der Website überprüft werden kann. Hier folgt der strukturelle Aufbau der wichtigsten Meta-Tags:

  • Seitentitel
    <title>Meta-Tags zur Optimierung im SEO – verständlich erklärt</title>
  • Meta-Beschreibung
    <meta name>=“description“ content=“Erfahre alles zu Meta-Tags und SEO. Mit der korrekten Anwendung der Tags die Sichtbarkeit & den Erfolg Deiner Website steigern. Bei CAMEDIA mehr lesen!“/>
  • Robot-Tag
    <meta name=“Name des Crawlers“ content=“Anweisung für Crawler“> Soll kein bestimmter Crawler angesprochen werden, nutze „robots“ für alle Crawler.
  • Canonical Tag
    <link rel:“canonical“ href=“https://camedia.de/meta-tags-zur-optimierung-im-seo/“ />
  • Hreflang-Tag
    <link rel=“alternate“ href=“https://www.zalando.at/“ hreflang=“de-AT“>
    <link rel=“alternate“ href=“https://www.zaladno.de/“ hreflang=“de-DE“>
  • Content Type / Language Tag:
    <html lang=“de“/>
Soll bei einem Robot-Tag keine bestimmter, sondern alle Robots angesprochen werden, ersetzt Du den Namen des Crawlers mit „robots“. 
 

Meta Daten best Practice – Title und Description

Für eine erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung der Meta-Daten Title und Description solltest Du auf folgende bewährte Maßnahmen achten:

Relevanz: Title und Description sollten den Inhalt der Seite prägnant beschreiben und mit dem Inhalt übereinstimmen. Nutzer könnten sonst enttäuscht werden, wenn der erwartete Content anhand der Meta-Daten nicht mit dem vorgefundenen Content übereinstimmt.
Einzigartigkeit: Für jede Seite sollte einen einzigartigen Title- und Description-Tag haben. Zum einen wissen Suchmaschinen so besser, welche Seiten für welche Suchbegriffe relevant sind, zum anderen beugst Du so Duplicate Content von Titles und Descriptions vor!
Keyword-Placement: Platziere das Haupt-Keyword idealerweise möglichst am Anfang des Titels! Suchmaschinen tendieren dazu, Wörter zu Beginn des Titels als besonders wichtig zu erachten.
Marke einbeziehen: Wenn möglich, füge den Markennamen Deines Unternehmens in den Titel ein, um die Markenbekanntheit zu steigern und Vertrauen bei den Nutzern aufzubauen. Achtung: Es sollte nicht stumpf überall die Marke einbezogen werden, nur wenn sinnvoll und Platz vorhanden ist.
Emotionale Anziehungskraft: Den Title- und den Description-Tag solltest Du ansprechend und fesselnd gestalten. So kannst Du die Aufmerksamkeit der Nutzer gewinnen und sie zum Klicken animieren.
Länge: Achte darauf, dass die Meta-Tags die richtige Länge haben. Der Title sollte etwa 50 und 60 Zeichen nicht überschreiten, während die Beschreibung idealerweise zwischen 150 und 160 Zeichen liegen sollte. Mehr Details zur Länge der Meta-Daten erfährst Du in den beiden kommenden Abschnitten.

Optimierter Title-Tag für ein besseres Ranking

Ein optimaler Title-Tag sollte das Hauptthema Deiner Seite klar und präzise widerspiegeln. Verwende dazu relevante Keywords, die Deine Zielgruppe in die Suchleiste eingeben würde. Mithilfe einer Keyword-Recherche kannst Du diese ermitteln. Falls Du Hilfe dabei benötigst, kannst Du Dich an der Anleitung zur Keyword-Recherche von CAMEDIA orientieren! Die optimale Länge des Title-Tags unterscheidet sich je nach Endgerät des Nutzers und wird in Pixel gemessen. Für eine gute Darstellung des Titels auf möglichst vielen Endgeräten sollte der Seitentitel aus circa 55 Zeichen bestehen.

Optimierte Meta-Description für eine bessere Klickrate

Bei der Suchmaschinenoptimierung wird die Meta-Description nach dem AIDA-Prinzip aufgebaut. AIDA steht für Attention (Aufmerksamkeit), Interest (Interesse), Desire (Begierde) und Action (Aktion) und verfolgt das Ziel, den User mit dem Lesen der Beschreibung über möglichst jede der 4 Stufen zu begleiten. Die letzte Stufe „Action“ endet mit einer Aufforderung zum Klicken auf das Snippet. Zusätzlich sollte das Keyword (Hauptthema der Seite) welches im Title steht, ebenso in der Meta-Description vorkommen. In unserem Blog-Beitrag Top 10 Tipps für die Suchmaschinenoptimierung beschreiben wir genauer, wie Du eine Meta-Beschreibung nach AIDA verfassen kannst.

Befolgst Du diesen bewährten Maßnahmen, kannst Du sicherstellen, dass Dein Title- und Description-Tag optimal auf Suchmaschinen und Deine Zielgruppe abgestimmt sind.

Achtung: Die Optimierung der Meta-Daten ist ein kontinuierlicher Prozess. Nach circa 4 bis 5 Monaten hast Du in der Regel aussagekräftige Daten, ob Du die Meta-Daten erneut optimieren solltest. Weichen die Klickraten der eigenen Seiten mit der zu erwarteten Klickrate ab, solltest Du erneut Handanlegen.

Best Practice Meta-Tags – korrekte Anwendung

Falsch angewandt können Meta-Tags Dein SEO negative beeinflussen, was sich durch Verluste in den Rankings bemerkbar macht. Zudem solltest Du Robot-Tags nur anwenden, wenn es notwendig ist. Nachfolgend zeigen wir Dir einige Basics, die bei der Verwendung bei Meta- und Robot-Tags zu beachten sind.

  • Nofollow-Tag: Das „nofollow“-Attribut ist entscheidet darüber, ob Deine Seiten indexiert werden oder nicht. Daher frage Dich, welche Seiten Du im Index haben möchtest und welche nicht?! Zweiteres versiehst Du mit dem Nofollow-Tag. Anwendungsbeispiele wären der Datenschutz oder das Impressum Deiner Webseite.
  • Content Type / Language: Durch die Verwendung des „content-language: de-DE“ zeigst Du Suchmaschinen, dass die Webseite für deutschsprachige Nutzer bestimmt ist.
  • Canonical-Tag: Ein kanonischer Tag wird bei der Suchmaschinenoptimierung zum Beispiel bei Paginierungsseiten und bei Print oder PDF-Versionen eingesetzt, da diese die gleichen Inhalte wie die Originalseite aufweisen.
  • Autor-Tag: Den Autor-Tag solltest Du nutzen, wenn für Leser und Leserinnen wissen wollen, wer den Content verfasst hat. Das ist besonders bei den E-E-A-T-Kriterien von Google, also YMYL-Themen relevant. Hier sind transparente Informationen zum Autor äußerst wichtig und können Vertrauenssignale senden.
  • Hreflang-Tag: Dein Unternehmen ist auf dem internationalen Markt tätig? Mit dem Hreflang-Tag kannst Du die passende Sprachversion, zum Beispiel für die Produktseiten Deines Unternehmens, darstellen lassen.
  • Noarchive-Tag: Durch diese Anweisung soll Google die Seite nicht in den Cache aufnehmen. Im Grunde ist es sinnvoll, dass gecachte Seiten angezeigt werden können. Wenn eine Seite bspw. aktuell nicht erreichbar ist oder zu lange lädt, kann sie aus dem Cache geladen werden. Allerdings kann dabei eine veraltete Version der Seite angezeigt werden. Ist das nicht gewünscht, solltest die Archivierung Deiner Webseite mit dem Tag unterbinden. Auf einer Nachrichten-Seite kann ein Noarchive-Tag hilfreich sein, denn hier sollten keine veralteten Inhalte einer Website dargestellt werden.

Die Auswirkungen von Meta-Tags auf das Ranking

Meta-Tags sind nur einer der vielen Faktoren, die das Ranking beeinflussen. Suchmaschinen wie Google berücksichtigen weitere Faktoren wie die Page Quality, die Benutzererfahrung, die Ladezeit der Seite sowie die Anzahl und die Qualität der Backlinks. Pauschal lässt sich nicht sagen, wie hoch die Auswirkungen von Meta-Tags auf das Ranking sind, da es unterschiedliche Tags gibt, die dementsprechend unterschiedlich große Auswirkungen haben. Allerdings wirken sich falsch angewandte Canonical-Tags, sowie Noindex-Tags direkt auf das Ranking aus. Seiten mit diesen Attributen werden nicht indexiert und können so auch nicht in die Rankings kommen.

Allerdings lässt sich sagen, dass ein optimierter Seitentitel sich unmittelbar auf das Ranking auswirkt! Wie stark die Auswirkung ist, hängt allerdings nicht nur vom Titel selbst, sondern auch von der eigenen Seitenqualität sowie der Konkurrenz des jeweiligen Keywords ab. Wohingegen die Meta-Beschreibung sich indirekt durch die User-Signale wie Return to SERP-Rate, Time on Site, Short-Click sowie Long-Click auswirkt. Mehr Informationen, welche Meta-Daten für Google wichtig sind, erfährst Du im folgenden Video von Google Search Central:

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Mehr Informationen

FAQs

Ratsam ist es, Meta Tags nach Bedarf zu aktualisieren. Änderst Du den Inhalt der Seite, solltest Du auch Title und Description passend zum Inhalt aktualisieren. Sind Deine Snippets in den SERPs Underperfomer, liegt es mit großer Wahrscheinlichkeit daran, dass Title und Beschreibung nicht ansprechend genug sind. In diesem Fall solltest Du sie ebenfalls aktualisieren und in einigen Monaten erneut prüfen, ob sich die Klickrate gesteigert hat. Bei der Aktualisierung der Robot-Tags gibt es keine pauschale Antwort.

Im Frontend sind die Meta-Daten Title und Description in den SERPs sichtbar. Auf Webseiten selbst, sind die Meta-Daten, sowie Robot-Tags nur sichtbar, wenn Du den Seitenquelltext einer Seite anschaust (per Rechtsklick mit Deiner Maus oder Track- bzw. Touchpad).

In der Struktur eines Robot-Tags bezieht sich „content“ auf den Wert des Tags. Also die Anweisung des Robot-Tags, bei einem Noindex-Tag wäre das „noindex“, bei einer Meta-Description die Beschreibung an sich, welche in den SERPs dargestellt wird.
Bei den Robot-Tags steht „meta name“ für den Namen des Tags. In der Regel ist das der Name eines Crawlers, der so im Header direkt angesprochen wird.

Die Überprüfung kannst Du direkt im CMS Deiner Website vornehmen oder im Seitenquelltext der jeweiligen Seite. Eine SEO Suite wie Ryte, kann Dich auch dabei unterstützen. Allerdings sind für solche Tools fortgeschrittene SEO-Kenntnisse notwendig.

Die Erstellung von hochwertigem Content ist ein unverzichtbarer Schlüssel zum Erfolg Deiner Website, Deines Unternehmens oder Angebotes. Ein gut durchdachter Content-Marketing-Plan ist dabei ein Wegweiser, der Dich bei der Umsetzung unterstützt. In diesem Blog-Beitrag wirst Du u. a. erfahren, was genau ein Content-Marketing-Plan ist und wie Du ihn Schritt für Schritt erstellen kannst.

Falls Dir noch etwas Hintergrundwissen zu dem Thema Content-Marketing fehlt, ist das überhaupt nicht schlimm! Im ersten Teil der Content-Marketing-Reihe erfährst Du mehr über die Grundlagen des Content-Marketings – darunter die Ziele, die unterschiedlichen Content-Formate und Content-Arten, sowie der Bezug zur Suchmaschinenoptimierung.

Was ist ein Content-Marketing-Plan?

Ein Content-Marketing-Plan ist ein strategisches Dokument, das die geplanten Schritte und Aktivitäten zur Erstellung, Veröffentlichung und Verbreitung von Inhalten zur Erreichung bestimmter Marketingziele festlegt. Dieses Dokument dient als nützliches Werkzeug, das die gesamte Content-Marketing-Strategie lenkt und koordiniert. Im Plan werden u. a. Zielgruppen, Themen, Formate, Veröffentlichungszeiten, Vertriebskanäle und Budgets definiert. Er wird auch Content-Marketing-Redaktionsplan genannt.

Der Content-Marketing-Plan hilft dabei, den Überblick über den gesamten Prozess zu behalten. Außerdem stellt der Plan sicher, dass der erstellte Content die richtige Botschaft und die richtigen Emotionen übermittelt und die Zielgruppe anspricht. Zudem zeigt er auf, wie der Erfolg Deiner Content-Marketing-Bemühungen gemessen und optimiert werden kann.

In welcher Verbindung steht der Content-Marketing-Plan zur Content-Strategie und Content-Marketing-Strategie?

Die drei Begriffe Content-Strategie, Content-Marketing-Strategie und Content-Marketing-Plan sind zwar eng miteinander verbunden, decken jedoch unterschiedliche Bereiche in der Marketing-Welt ab. Bei den Definitionen von Content-Strategie und Content-Marketing-Strategie streiten sich die Geister. Die Begriffe werden fälschlicherweise auf unterschiedlichen Seiten sogar synonym verwendet. Wir richten uns strickt nach den folgenden Definitionen und ziehen den Bezug zum Content-Marketing-Plan:

  • Die Content-Strategie ist der übergeordnete Ansatz zur Entwicklung und Verwaltung von Inhalten. Dabei wird festgelegt, wie Content erstellt, organisiert, verteilt und verwaltet wird, um Geschäftsziele zu erreichen – darunter z. B. wie die redaktionellen Prozesse im Unternehmen abzulaufen haben.
  • Die Content-Marketing-Strategie ist ein Teil der Content-Strategie und konzentriert sich speziell darauf, wie Inhalte genutzt werden können, um Marketingziele zu erreichen. Hier wird festgehalten, wie hochwertige Inhalte erstellt und verbreitet werden können, um die Zielgruppe anzuziehen, zu binden und in Kundschaft umzuwandeln
  • Der Content-Marketing-Plan ist ein taktischer Fahrplan, der aus der Content-Marketing-Strategie abgeleitet wirdHier wird im Detail beschrieben, welche konkreten Inhalte geplant sind, wann ihre Veröffentlichung erfolgt, auf welchen Plattformen sie präsentiert und wie sie beworben werden.

Um den Zusammenhang der drei Begriffe grafisch darzustellen:

Der Content-Marketing-Plan ist Teil der Content-Marketing-Strategie.
Grafische Darstellung der Zusammenhänge zwischen Content-Strategie, Content-Marketing-Strategie und Content-Marketing-Plan.

Warum ist ein Content-Marketing-Plan so wichtig?

Ein Content-Marketing-Plan bedeutet hauptsächlich eins: Struktur! Diese Struktur bezieht sich auf die gesamte Content-Marketing-Strategie und dessen erfolgreiche Umsetzung – damit die Ziele des Content-Marketings erreicht werden können. Um Dir die Relevanz eines Content-Marketing-Redaktionplans am besten darstellen zu können, werden anschließend die Vorteile des Plans aufgelistet. Da so ein Plan nicht nur Vorteile mit sich bringt, werden die Nachteile im Anschluss ebenfalls vorgestellt.

Vorteile eines Content-Marketing-Plans

Es gibt unterschiedliche Vorteile, die ein Content-Marketing-Plan mit sich bringt. Dazu zählen:

  • Strategische Ausrichtung: Ein klar definierter Plan stellt sicher, dass alle Aktivitäten und Schritte die Erreichung der gesetzten Content-Marketing-Ziele anstreben.
  • Steigerung der Effektivität: Durch den Fokus auf die zuvor definierten Ziele kann ein Content-Marketing-Plan die Effektivität der gesamten Content-Marketing-Strategie steigern.
  • Effizientere Ressourcennutzung: Durch die genaue Planung von u. a. Themen und Zeitplänen können Ressourcen wie Zeit und Geld gezielt eingesetzt werden.
  • Verbesserte Zusammenarbeit: Ein gemeinsamer Content-Marketing-Plan kann die Zusammenarbeit im Team fördern und helfen, klare Verantwortlichkeiten festzulegen.
  • Zielgruppen-Ansprache: Durch die Definition Deiner Zielgruppe und der für sie relevanten Themen wird eine gezielte Ansprache ermöglicht.
  • Konsistenz: Durch konstante Veröffentlichungen von hochwertigem Content kann sich die Reichweite und Sichtbarkeit Deines Markenimages, Angebotes oder Unternehmens erhöhen.
  • Messbarkeit: Ein Content-Marketing-Plan legt Kennzahlen fest, um den Erfolg der Strategie verfolgen zu können.
  • Optimierungsmöglichkeiten: Der Plan ermöglicht es auf Grundlage von Analyseergebnissen, Inhalte zu optimieren und den Strategie-Verlauf bei Bedarf anzupassen.
  • Langfristiger Erfolg: Die geplante und zielgerichtete Herangehensweise unterstützt langfristigen Erfolg und den Aufbau einer loyalen Zielgruppe.

Nachteile eines Content-Marketing-Plans

Neben den oben aufgeführten Vorteilen bringt der Plan auch Nachteile mit sich. Diese wären:

  • Unvorhergesehene Ereignisse: Plötzliche Ereignisse oder Krisen, z. B. eine Veränderung der Marktbedingungen oder die Bedürfnisse der Kundschaft, können den vorher geplanten Inhalten widersprechen und eine Umstrukturierung erfordern. Ist der Plan zu starr, ist ein flexibler Umgang mit den Ereignissen oder Krisen eingeschränkt.
  • Ressourcenaufwand bei der Erstellung: Die Erstellung und Umsetzung eines Content-Marketing-Plans erfordern Zeit und weitere Ressourcen, die möglicherweise knapp sein könnten.
  • Überkomplexität: Ein zu detaillierter Plan kann komplex werden und die Umsetzung erschweren.
  • Verlust an Spontanität und Rückgang der Kreativität: Bei einem zu strukturierten Plan könnte es passieren, dass spontane Ideen oder Chancen nicht genutzt werden. Darunter kann die kreative Freiheit leiden und gute Ideen gehen verloren.
  • Regelmäßige Kontrolle: Ein Plan muss regelmäßig überwacht und angepasst werden, um sicherzustellen, dass er wirksam bleibt.
  • Abhängigkeit von Daten: Wenn der Content-Marketing-Redaktionsplan auf Daten angewiesen ist und diese nicht verfügbar sind, könnte dies zu Verzögerungen führen. 

Content-Marketing-Plan erstellen in acht Schritten

Wie zuvor erwähnt, hält der Content-Marketing-Plan die geplanten Schritte und Aktivitäten sehr detailliert fest. Damit Dir keine wichtigen Details bei der Erstellung entgehen, stellen wir Dir die nachfolgenden acht Schritte als Unterstützung vor.

Schritt 1: Vorbereitung & Zielsetzung

Der erste Schritt bildet die Basis bei der Erstellung eines effektiven Content-Marketing-Plans. Eine Analyse der aktuellen Situation ermöglicht es, den Ist-Zustand Deines Unternehmens, die Marktposition und die derzeitigen Content-Marketing-Aktivitäten zu verstehen. Dabei sollen sowohl Schwachstellen als auch Potenziale erkannt und bei der weiteren Planung bedacht werden. Sind diese Vorbereitungen abgeschlossen, geht es weiter mit den Zielsetzungen. Mit den Zielen werden klare Richtlinien für den Content-Marketing-Redaktionsplan gesetzt, die die Richtung für die gesamte Content-Erstellung und -Verbreitung festlegen. Zielsetzungen können vielfältig sein, z. B. Branding oder Kundenbindung (mehr dazu im ersten Teil der Content-Marketing-Reihe). Achte darauf, dass Du Deine Ziele klar formulierst. Verwende dabei am besten die SMART-Methode: Spezifisch, Messbar, Attraktiv, Realistisch und Terminiert. Mehr zu der Methode kannst Du in unseren Top 10 Tipps für SEO nachlesen.

Durch eine Analyse der aktuellen Situation und den Zielsetzungen soll die Ausgangslage realistisch eingeschätzt und der Content-Marketing-Plan auf die individuellen Ziele Deines Unternehmens angepasst werden. Zudem können Ressourcen bereits besser vorhergesehen und geplant werden, wenn die Ziele klar definiert wurden.

Schritt 2: Zielgruppenanalyse

Erst indem Du Deine Zielgruppe klar definierst und ihre Charakteristiken sowie Bedürfnisse gründlich analysierst, kannst Du auf sie zugeschnittene Inhalte erstellen. Versuche Dich in Deine Zielgruppe hineinzuversetzen, um ihre Interessen besser nachvollziehen zu können. Schließlich möchtest Du ihnen Content mit Mehrwert bieten, z. B., indem Du Lösungen für mögliche Probleme aufzeigst oder Wünsche abdeckst und dadurch eine Verbindung aufbaust. Eine Zielgruppenanalyse trägt außerdem dazu bei, die richtigen Kanäle für die Verbreitung des Contents auszuwählen. Nur, wenn Du weißt, wo sich Deine Zielgruppe aufhält und wie sie Content konsumiert, kannst Du die Inhalte gezielt platzieren, um die maximale Reichweite und Wirkung zu erzielen.

Um Dir ein exakteres Bild von Deiner anvisierten Kundengruppe zu machen, eignet sich die Erstellung von Buyer Personas. Unter Buyer Personas werden fiktive Charaktere verstanden, die auf Grundlage der vorherigen Recherche und Analyse eine typische Person aus Deiner Zielgruppe symbolisch darstellen. Sie dienen als eine Methode der Zielgruppenanalyse und sollen dabei helfen, die Zielgruppe besser zu verstehen. Sie gehen im Vergleich zur Analyse viel präziser auf die Darstellung der fiktiven Person ein. Dabei werden demografische Merkmale dargestellt, z. B. das Alter und das Geschlecht. Jedoch auch der berufliche Status und das Verhalten, z. B. introvertiert oder extrovertiert, sowie weitere Charakteristiken werden abgebildet. Das soll zu einer gezielteren Ansprache der anvisierten Kundengruppe verhelfen. Welche Themen interessieren beispielsweise einen 43-jährigen Landschaftsgärtner? Mit einem Buyer Persona kannst Du das im Idealfall für Deine anvisierte Kundengruppe beantworten.

Bei der Zielgruppenanalyse eines Content-Marketing-Plans können Buyer Personas erstellt werden.
Buyer Personas greifen auf Daten der Zielgruppenanalyse zurück.

Achtung: Nimm Dir für die Zielgruppenanalyse ausreichend Zeit! Einige der nachfolgenden Schritte beziehen sich stark auf die Ergebnisse der Analyse und die Buyer Personas. Es gilt: Je mehr Du über Deine anvisierte Kundengruppe weißt, desto besser – sie steht schließlich im Fokus vom Content-Marketing!

Schritt 3: Themenfindung & Content-Darstellung

Nun, wo Dir der Ist-Zustand bekannt ist, Du klare Ziele definiert hast und Deine Zielgruppe nahezu in- und auswendig kennst, geht es an die präzisen Themen des Contents und deren Darstellung. Wie auch im zweiten Schritt stehen hier die Bedürfnisse und Interessen Deiner anvisierten Kundengruppe im Mittelpunkt. Je nachdem, wie fleißig Du bereits die vorherigen zwei Schritte ausgeführt hast, desto leichter / schwerer fällt Dir die Themenfindung. Weißt Du, wobei Deine Zielgruppe Hilfe benötigt? Was sie als wichtig / unterhaltend / inspirierend / usw. empfindet? Oder ob sie weitere Informationen zu Deinem Angebot / Unternehmen / o. ä. braucht? Welchen Mehrwert soll das Thema bieten und wie hilft es bei der Umsetzung der Ziele? Wenn Du darauf bereits Antworten hast, kannst Du diese als Themen nutzen und somit die Bedürfnisse Deiner anvisierten Kundengruppe stillen. Um die Themen weiter auszubauen, bzw. um passende Unterthemen zu finden, kannst Du folgendes tun:

  • Schaue Dir die Suchergebnisseiten von Suchmaschinen an, z. B. nach automatischen Suchvorschlägen oder weiterführenden Suchbegriffen.
  • Führe eine Keyword-Recherche zum Thema durch, um herauszufinden, wonach Deine Zielgruppe genau sucht und mit welchen Keywords.
  • Sieh Dir an, ob es zum Thema Foren-Beiträge gibt, wo sich ggf. weitere Probleme darstellen, die Du versuchen könntest zu lösen.
  • Schaue Dir ebenfalls an, was aktuell in Social Media vor sich geht. Wird das Thema dort bereits aufgegriffen? Wenn ja: Wie wird der Inhalt dargestellt? Und welche Informationen fehlen, die Du einbringen könntest?
  • Informiere Dich darüber, was Deine Konkurrenz für Inhalte auf ihrer Seite hat, um die Zielgruppe anzusprechen.

Um Dir einen Überblick über die gesamten Themen zu verschaffen, lohnt es sich, einen Themenplan anzulegen. In einem Themenplan sammelst Du die verschiedenen Themenideen, die Deine Content-Marketing-Ziele abdecken. Hier kannst Du die Themen, Unterthemen und weitere Ideen systematisch sortieren. Ein Themenplan dient ausschließlich der Themen-Darstellung und beinhaltet z. B. keine Veröffentlichungszeiten oder Vertriebskanäle.

Wenn die Themen und der Themenplan erstmal stehen, geht es mit den Content-Formaten und Content-Arten weiter, die im ersten Teil der Reihe vorgestellt wurden. Stelle Dir folgende Fragen: Welches Content-Format bevorzugt Deine Zielgruppe? Was haben die Zielgruppenanalyse und das Buyer Persona diesbezüglich ergeben? Nehmen wir folgendes Beispiel: Das Buyer Persona stellt den fiktiven Charakter der 26-jährigen Sophie dar. Sie steht stellvertretend für Deine Zielgruppe. Sophie wohnt in einer ländlichen Gegend und ist häufig mit dem Auto unterwegs, ob zur Arbeit oder in ihrer Freizeit. Wenn sie am Steuer sitzt, muss sie sich natürlich ganz aufs Fahren konzentrieren. Nebenbei etwas auf dem Smartphone zu lesen oder zu schauen, ist nicht möglich. Genauso, wie etwas aktiv zu unternehmen neben dem Fahren. Folgende Content-Formate fallen somit weg: textbasierter, visueller, audiovisueller und interaktiver Content. Was in diesem Fall gut funktioniert, ist auditiver Content. Sophie könnte nebenbei z. B. einen Podcast (Content-Art) hören. Sie wird Dir dankbar für den Podcast sein und Deine Marke positiv im Kopf behalten.

Schritt 4: Vertriebskanäle & Veröffentlichungsplan

Die Vertriebskanäle sind die Plattformen, über die der erstellte Content mit der gewünschten Zielgruppe geteilt wird, während der Veröffentlichungsplan die zeitliche Organisation dieser Aktivitäten bestimmt.

Die Auswahl der Vertriebskanäle basiert auf der Analyse der Zielgruppen und ihrer Präferenzen. Ob Social Media, Blogs, E-Mails oder andere Kanäle – die Wahl hängt von den Gewohnheiten Deiner anvisierten Kundengruppe ab. Ein effektiver Vertriebskanal erreicht die Personen dort, wo sie aktiv sind. Es bringt Dir nichts, einen tollen Beitrag auf Facebook zu posten, wenn Deine Zielgruppe auf Instagram unterwegs ist. So verschenkst Du Sichtbarkeit und die Möglichkeit, Deine Reichweite zu steigern.

Der Veröffentlichungsplan legt fest, wann und wie der Content veröffentlicht wird. Ein gut durchdachter Plan berücksichtigt verschiedene Aspekte, wie die optimalen Veröffentlichungszeiten, die Frequenz der Beiträge und die saisonalen Trends. Unter Frequenz wird in diesem Zusammenhang von der Häufigkeit / Regelmäßigkeit der Posts gesprochen, z. B. wie oft Du pro Tag, Monat oder Jahr veröffentlichen möchtest oder an welchem Wochentag.

Zudem gewährleistet der Veröffentlichungsplan eine konsistente Präsenz Deines Unternehmens auf verschiedenen Plattformen, wodurch eine kontinuierliche Interaktion mit Deiner Zielgruppe ermöglicht werden kann. Durch den Plan wird sichergestellt, dass die erstellten Inhalte strategisch eingesetzt werden, um die Reichweite und Wirkung zu maximieren. 

Da in diesem Beitrag neben dem Content-Marketing-Plan noch von weiteren Plänen gesprochen wird, fasst die nachfolgende Tabelle diese übersichtlich zusammen:

Plan Beschreibung
Content-Marketing-Plan Beinhaltet die gesamte Übersicht:
  • Titel mit Thema des Contents
  • Content-Art(en)
  • Vertriebskanäle
  • Zuständige Person(en) für den Inhalt
  • Weitere Personen, die involviert sind, z. B. für grafische Darstellungen, Kameraführung bei Videos, etc.
  • Veröffentlichungszeit der Inhalte
  • Status der Inhalte (Ist der Content bereits in Bearbeitung oder steht er vielleicht schon zur Freigabe bereit?)
  • Wenn nicht wo anders definiert: Benötigte Ressourcen, Budget
Themenplan Stellt alle Themen, Unterthemen und Themenideen mit einer kurzen Beschreibung in einer strukturierten Übersicht dar
Veröffentlichungsplan Beinhaltet:
  • Veröffentlichungszeiten (Um welche Uhrzeit wird wo veröffentlicht?),
  • die Frequenz der Beiträge (Wie oft in einem bestimmten Zeitraum?) und
  • die saisonalen Trends (Wird im Sommer mehr / weniger veröffentlicht als im Winter? Und warum?)

Schritt 5: Ressourcenplanung & Content-Erstellung

Ein klar definiertes Budget hilft Dir dabei, die finanziellen Ressourcen effektiv zu nutzen und sicherzustellen, dass die geplanten Inhalte und Aktivitäten entsprechend finanziert werden können. Dies umfasst Aspekte wie die Erstellung von Inhalten, das Design, die Werbemaßnahmen und andere Ausgaben, die im Rahmen der Content-Marketing-Strategie anfallen. Bei der Festlegung der benötigten Ressourcen geht es neben dem finanziellen Aspekt auch um die personellen Ressourcen. Damit sind u. a. Zeit, Fähigkeiten und Erfahrungen gemeint. Vielleicht hast Du jemanden im Team, der / die bereits an weiteren Projekten dran sitzt und somit zeitlich nicht so eingespannt werden kann, wie ein anderes Teammitglied. Da würde es sich anbieten, die Person mit mehr zeitlichen Kapazitäten häufiger einzuplanen. 

Die Zuweisung von Verantwortlichkeiten ermöglicht es, klare Rollen und Zuständigkeiten festzulegen, um sicherzustellen, dass die geplanten Inhalte in hoher Qualität und rechtzeitig erstellt werden. Zudem fördert das die Transparenz und die reibungslose Zusammenarbeit im Team, z. B., indem Missverständnisse minimiert werden. Für die Zuweisung gilt: Alle Beteiligten können ihre Stärken nutzen und auf ihre Expertise zurückgreifen. Der Veröffentlichungsplan kann bei der Ressourcenoptimierung unterstützen, da er die zeitlichen Ressourcen im Auge behält.

Sind die Ressourcen geplant oder optimiert und alle Zuständigkeiten klar definiert wurden, geht es um die Erstellung des Contents. Während der Content-Produktion ist es wichtig, dass Du die festgelegten Themen, Ressourcen und besonders Deine anvisierte Kundengruppe im Blick behältst. Es wird eine enge Zusammenarbeit im Team erfordert, sowie eine klare Kommunikation und die Fähigkeit, flexibel auf Feedback und Veränderungen zu reagierenContent-Erstellung ist der Schritt, der Deine Strategie zum Leben erweckt und sicherstellt, dass eine nachhaltige Wirkung durch den Content erzielt wird. Wurde der Content fertiggestellt, geprüft und ggf. optimiert, kann er auf den zuvor definierten Vertriebskanälen zur ausgewählten Zeit veröffentlicht werden.

Schritt 6: Sichtbarkeit der Inhalte steigern

Nach der Veröffentlichung der erstellten Inhalte geht es darum, diese gezielt zu verbreiten. Eine bewährte Strategie ist die Suchmaschinenoptimierung. Durch SEO kannst Du den Content-Marketing-Plan so ausrichten, dass er nicht nur die Bedürfnisse Deiner anvisierten Kundengruppe erfüllt, sondern auch die Suchalgorithmen der Suchmaschinen berücksichtigt. Suchmaschinenoptimierung wird somit strategisch in die Content-Entwicklung eingebunden. Erstellte Inhalte sollen durch die Einbindung von relevanten Keywords, optimierten Meta-Daten, sowie weiteren SEO-Praktiken von Deiner Zielgruppe besser in den Suchmaschinenergebnissen gefunden werden. Die Kosten für eine SEO-Agentur variieren, je nach bestimmten Faktoren, z. B. der Größe der zu optimierenden Website.

Eine weitere Möglichkeit, die Sichtbarkeit Deines Contents zu erhöhen besteht durch Paid Advertising. Es bezieht sich auf bezahlte Werbemaßnahmen, bei denen Anzeigen auf verschiedenen Plattformen geschaltet werden, um die Zielgruppe direkt anzusprechen, bspw. durch Google Ads oder Social Media Ads.

Schritt 7: Monitoring & Erfolgsmessung

Anhand der zuvor festgelegten Kennzahlen, die Du auf Dein Content-Marketing-Ziel ausgelegt hast, kannst Du den Erfolg Deiner Content-Marketing-Strategie messen (siehe Teil 1 der Reihe). Monitoring und Erfolgsmessung dienen dazu, die Performance der veröffentlichten Inhalte zu überwachen und den Erfolg zu messen. Dabei bezieht sich Monitoring auf die kontinuierliche Überwachung und Analyse der erstellten Inhalte. Dadurch soll sichergestellt werden, dass Du erfolgreich mit Deinem Content-Marketing bist. Am besten klappt das, wenn Du anhaltende Verbesserungen basierend auf den gesammelten Daten vornimmst und wenn es nötig ist, Deinen Content-Marketing-Plan anhand der Ergebnisse anpasst.

Schritt 8: Risikomanagement & Krisenkommunikation

Nicht zu vernachlässigen für erfolgreiches Content-Marketing, ist das Risikomanagement. Dieses beinhaltet die Analyse möglicher Risiken, die während der Umsetzung des Plans auftreten könnten. Dazu zählen bspw. negative Reaktionen auf Inhalte, technische Probleme oder Verstöße gegen rechtliche Bestimmungen. Durch das frühzeitige Erkennen von Risiken können präventiv entsprechende Lösungen erstellt werden, um die negativen Ereignisse zu minimieren oder gar zu verhindern.

Eine gute Strategie für die Bewältigung unerwarteter Herausforderungen umfasst verschiedene Ansätze. Dazu gehört die Entwicklung von Alternativplänen für den Fall, dass bestimmte Inhalte nicht wie geplant umgesetzt werden können. Ein Alternativplan soll festlegen, wer im Fall einer Krise für welche Aufgaben verantwortlich ist, wie die Kommunikation geregelt wird und welche Maßnahmen ergriffen werden, um den Schaden zu begrenzen. Risikomanagement beinhaltet auch die Fähigkeit, flexibel auf Veränderungen im Marktumfeld oder in der Zielgruppenreaktion zu reagieren und die Content-Strategie entsprechend anzupassen. Eine weitere Strategie ist die Krisenkommunikation, die dafür sorgt, dass Dein Unternehmen transparent und effektiv auf negative Ereignisse oder Feedback reagieren kann. Eine klare Kommunikationsstrategie hält die Glaubwürdigkeit des Unternehmens im Falle einer Krise aufrecht. Darüber hinaus spielt die enge Zusammenarbeit im Team eine wichtige Rolle, um unerwartete Herausforderungen erfolgreich zu bewältigen.

 

Die nachfolgende Infografik veranschaulicht die acht Schritte in zusammengefasster Form:

Eine Infografik, die die Erstellung eines Content-Marketing-Plans Schritt für Schritt abbildet.
Eine grafische Darstellung der acht Schritte zur Erstellung eines Content-Marketing-Plans.

Nützliche Tools zur Erstellung eines Content-Marketing-Redaktionsplans

Es gibt unterschiedliche Tools, die Dich beim Erstellen eines Content-Marketing-Plans unterstützen können. Wir zeigen Dir auf, welche u. a. dazugehören:

  • Asana: Asana ist ein Projektmanagement-Software, die sich ideal eignet, um den gesamten Content-Erstellungsprozess zu koordinieren. Du kannst dort Aufgaben erstellen, Fälligkeitsdaten angeben und den Fortschritt genau verfolgen.
  • Trello: Beim Kollaborationstool Trello kannst Du Dir durch eine Zeitleistenansicht einen genauen Überblick über anstehende Termine und Fristen verschaffen. Listen, Karten und Boards bieten zusätzliche Features, die Dein Team nutzen kann.
  • HubSpot: Als CMR-Plattform bietet HubSpot die Erstellung, Verwaltung und Veröffentlichung von Inhalten sowie eine Analyse der Performance und die Erstellung von Workflows. Es beinhaltet einen Marketing Hub, dass für die Ziel-Erreichung von Nutzen sein kann.
  • Notion: Notion ist ein All-in-One-Tool für die perfekte Organisation Deiner Projekte. Es ist ein vernetzter Workspace, der eine einfache und produktive Zusammenarbeit ermöglicht.
  • CoSchedule: CoSchedule ist ein All-In-One AI Marketing Calendar, der speziell für Content, Marketing und Social Media entwickelt wurde. Es bietet unterschiedliche Funktionen zur Content-Erstellung, -Planung und -Veröffentlichung.

Alternativ kannst Du Dir mit Google Sheets oder Excel Tabellen erstellen, die alles Wichtige aufgreifen. Der Vorteil besteht darin, dass Du Dir die komplette Struktur selbst erstellen kannst. Für den Themenplan oder den Veröffentlichungsplan ist eine selbst erstellte Tabelle völlig ausreichend. Für die Erstellung eines gesamten Redaktionsplans empfiehlt sich aufgrund der vielfältigen Features und einer klareren Übersicht ein dafür ausgelegtes Tool. Welches Tool sich am besten für Dich eignet, hängt ganz davon ab, welche individuellen Anforderungen und Vorlieben im Unternehmen vorherrschen, um strukturiert und gut zusammen arbeiten zu können. 

Fazit zum Content-Marketing-Plan

Für eine erfolgreiche Content-Marketing-Strategie ist der Content-Marketing-Plan die beste Unterstützung für Dein Team und Dich! Er bietet eine detaillierte Struktur für den gesamten Verlauf – vom Ist-Stand der Website / des Unternehmens, über eine Zielgruppenanalyse bis hin zur Content-Erstellung und Überwachung. Bedenke dabei, dass der Plan nicht in Stein gemeißelt ist und besonders in unerwarteten Situationen auch angepasst werden darf und soll. Es gibt Tools, die Dich bei der Erstellung unterstützen können. Finde mit Deinem Team heraus, welches am besten für Euch geeignet ist. Trotz möglicher Investitionen, sowohl auf personeller als auch finanzieller Ebene, zahlt sich die Erstellung eines Content-Marketing-Plans aus, da der Plan die Grundlage für den langfristigen Erfolg Deiner Content-Marketing-Strategie bildet!

 

Im dritten Teil der Content-Marketing-Reihe erfährst Du, wie Du Content-Marketing am besten im B2B-Bereich umsetzen kannst – bleib gespannt!

Posted in SEO

Search Engine Result Page (kurz SERP, dt. Suchergebnisseite) ist die Darstellung von Ergebnissen der Suchanfragen von Suchmaschinen. Eine SERP besteht aus organischen Ergebnissen, bezahlten Anzeigen und SERP Features, die von Suchmaschinen bei bestimmten Keywords zusätzlich dargestellt werden. In diesem Beitrag beschäftigen wir uns genauer mit dem Aufbau der SERP, deren einzelnen Elemente und wie verschiedene Suchmaschinen sie darstellen.

Was ist eine Search Engine Result Page?

Eine Search Engine Result Page stellt Listen von Webseiten dar, die eine Suchmaschine als Antwort auf eine Suchanfrage von Nutzern ausgibt. Die einzelnen Link-Listings werden als Snippets bezeichnet. Diese Suchergebnisseiten sind äußerst dynamisch, sodass die Darstellung der organischen Rankings, Paid Listings (bezahlte Anzeigen) und SERP Features sich ständig ändert. Das wird durch ein aktuelles Beispiel deutlich, denn Google zeigt seit August 2023, kaum noch FAQs-Snippets in den Suchergebnislisten an. Mit jedem Update oder Test von Algorithmen der verschiedensten Suchmaschinen kann sich die Darstellung der Suchergebnisse ändern.

Das Layout einer SERP: Aufbau und Elemente

Das Layout einer SERP kann von Suchmaschine zu Suchmaschine variieren. Im Grunde besteht es aus organischen Suchergebnissen, bezahlten Anzeigen und SERP Features. Die Darstellung dieser Elemente ist stark abhängig von dem jeweiligen Keyword bzw. der Suchintention. 

  • Organische Rankings: Sind die Grundlage einer Suchmaschine und bilden den Schwerpunkt der Suchmaschinenoptimierung (SEO). Ziel ist es, das bestmögliche organische Ranking zu erzielen.
  • Paid Listings: Bezahlte Anzeigen sind ein weiterer Aspekt von SERPs. Diese Werbeanzeigen werden über Plattformen wie Google Ads geschaltet und erscheinen über dem organischen Ranking, ganz oben in den Ergebnissen der Suche. Dargestellt können Paid Listings in Form eines Snippets oder als Product Listing Ads (PLAs) im Rahmen von Google Shopping. Allerdings werden diese mit „Anzeigen“ oder „Gesponsert“ deklariert, um die Werbung für User erkenntlich zu machen.
  • SERP Features: In den Suchergebnissen werden spezielle Felder und Elemente als SERP Feature (dt. Suchergebnis-Spezialformate) bezeichnet. Diese SERP-Integration wird in Boxen oder Informationsschnipseln in den Suchergebnissen dargestellt. Dazu gehören unter anderem Bilder, Videos, News-Boxen, Featured Snippets, Rich Snippets, Knowledge Panels und das Local Pack.
Darstellung des SERP-Layouts anhand der Suchanfrage "apple".
Hier ist das Layout der SERPs dargestellt, mit den Elementen: Google Ads, organische Suchergebnisse, Knowledge Panel und Weitere Fragen. 

SERP Snippet – wie ist es aufgebaut?

Ein Snippet in der SERP ist als Link-Listing zu verstehen und fasst den Inhalt der Zielseite kurz und prägnant zusammen. Dieses besteht aus dem Favicon der Domain, den Meta-Daten (Title und Description), sowie einer URL. Nutz Du Breadcrumbs in Form von strukturierte Daten, kann der jeweilige Navigationspfad anstelle der URL angezeigt werden. Ein Snippet ist das Aushängeschild für jede Webseite in den Suchergebnissen, denn es hinterlässt den ersten Eindruck bei potenziellen Besuchern.

Beispiel zur Darstellung eines Snippets aus den organischen Suchergebnissen.
Hier ist das Snippet der CAMEDIA GmbH aus den organischen Suchergebnissen zu sehen.

SERP Features genauer betrachtet

Die SERP Features der Suchergebnisseiten werden immer zahlreicher und beeinflussen das Layout der Search Engine Result Pages. Sie lenken die Aufmerksamkeit der User auf zusätzliche Widgets und Informationen, beantworten Fragen direkt und bieten zusätzlichen Content. Nachfolgend stellen wir die wichtigsten SERP Features vor und was Du unternehmen kannst, um mit solch einem Feature in die SERPs zu gelangen.

Videos

Das Video-Feature wird in den SERPs als Miniaturvideo meist von YouTube oder Vimeo hinzugefügt. Dabei werden nicht nur Daten wie den Titel, die Dauer, die Beschreibung, sondern auch das Datum der Veröffentlichung und den Herausgeber des Videos angezeigt. Um ein Video von Deiner Website auf die erste SERP zu bekommen, solltest Du Dich mit Video SEO vertraut machen.

Bilder

Bild-Features werden bei Suchanfragen ausgespielt, die illustrierbar sind. Dabei kann das Snippet um ein Bild ergänzt oder als ein ganzes Image Pack (mehrere Bilder in einer Box) ausgespielt werden. Bei Bilder-Suchen werden zu den Bildern auch Informationen zur Website, wie das Favicon, den Titel der Zielseite sowie ein Link zur Website angezeigt. Möchtest Du, dass die Bilder Deiner Website als SERP Feature in den Suchergebnissen ausgespielt werden, dann solltest Du Dich mit Bilder SEO beschäftigen. Das Bild-Feature wird in der Regel rechts neben dem Snippet angezeigt.

Knowledge Panel

Dieses SERP Feature wird rechts oben in den Suchergebnissen angezeigt und bietet Informationen zu Unternehmen, Personen oder Orten. Ausgespielt wird das Knowledge Panel bei informationsorientierten Suchanfragen. Damit Dein Unternehmen im Knowledge Panel von Google und Bing angezeigt werden kann, solltest Du es im Google Unternehmensprofil und bei Bing Places anmelden. Ansonsten wird es schwer in diesem Feature zu erscheinen, da die Daten für das Panel aus unterschiedlichen Datenbanken kommen, was es schwer macht, das SERP Feature zu beeinflussen. 

Local Pack

Bei lokalen Suchanfragen wird dieses SERP Feature in den Suchergebnissen dargestellt. Über den Local Pack können die lokalen Suchergebnisse weiter nach Bewertungen, Preisen und Öffnungszeiten gefiltert werden. Möchtest Du, dass Dein Unternehmen im Local Pack angezeigt wird? Dann lese unseren Beitrag zur lokalen Suchmaschinenoptimierung für mehr Sichtbarkeit.

Screenshot eines Local Packs aus der SERP zur Suchanfragen "zahnartz zuffenhausen" mit vier Lokalen Listings, einer bezahlten Anzeige und drei organischen Einträgen.
Screenshot eines Local Packs aus der SERP zur Suchanfragen "zahnartz zuffenhausen" mit vier Lokalen Listings, einer lokalen Anzeige und drei organischen Einträgen.

Zusätzliches: Mit Suchmaschinenwerbung kannst Du auch lokale Suchanzeigen schalten, sodass die Anzeige im Local Pack gelistet wird. Was oben zu sehen ist unter „Gesponsort„.

Weitere & ähnliche Fragen

Weitere Fragen“ (früher: Verwandte Fragen) ist ein zusätzliches Feature, was innerhalb der SERP angezeigt wird. Fragen zu dem Feature „Ähnlich“ (früher: „Ähnliche Fragen„), werden nicht wie die „Weiteren Fragen“ innerhalb, sondern unterhalb der organischen Suche dargestellt. Google hält sich zu Informationen, wie man für die beiden Features ranken kann, bedeckt. Es könnte helfen, die Antworten zu relevanten Keyword-Fragen direkt im Content zu beantworten. Ein FAQ-Markup, das mithilfe eines Plugins oder dem Google Tag Manager ergänzt wird, wird seit August 2023 nicht ausreichen – wie Du im Laufe dieses Artikels erfahren wirst.

News

In der Regel werden die Nachrichten (auch „Schlagzeilen“ und „Top Stories„) oben in der SERP angezeigt. Betreibst Du einen Nachrichtenkanal und möchtest in den Suchergebnissen bei Googel ranken? Dann registriere Deine Website bei Google News.

Sitelinks

Links zu Unterseiten oder Abschnitten Deiner Website werden als Sitelinks bezeichnet. Für Webseiten mit einer flachen Webseitenarchitektur ist es allerdings schwierig diese Darstellung in den SERPs zu erhalten, da sie nicht genügend Unterseiten verfügen. Sind Suchmaschinen der Meinung, zusätzliche Links zu anderen Seiten Deiner Website ist für User und Userinnen hilfreich, werden diese angezeigt. Wie viel Sitelinks möglich sind, ist von jeweilige Suchmaschine abhängig.

Visualisierung der Sitelinks von der CAMEDIA GmbH, ein SERP Feature von Google und Bing.
Darstellung des Snippets der CAMEDIA GmBH mit vier Sitelinks.

Direct Answers

Direct Answers („Direkte Antworten„) werden direkt über den organischen Suchergebnissen angezeigt. Die Idee dahinter ist, Nutzern die gewünschten Informationen auf einen Blick zu bieten. Zum Einsatz kommt das SERP Feature bei Suchanfragen zu Währungsrechner, Uhrzeiten an anderen Orten oder Übersetzungen. Um für die „Direkten Antworten“ zu erscheinen, solltest Du hochwertige und präzise Inhalte erstellen. Verwende klare Strukturen, gut formatierte Absätze und relevante Überschriften. So kannst Du die Chancen erhöhen, mit Deiner Domain in diesem prominenten Bereich der SERP zu erscheinen.

Rich Snippets

Rich Snippets sind Erweiterungen des ursprünglichen Snippets und „reichern“ dieses an. Die Darstellung eines Rich Snippets erfolgt in der Regel unterhalb der Meta-Beschreibung und kann beispielsweise eine Sterne-Bewertung von Rezensionen sein. Bei Rezepten kann das Snippet mit Kochzeiten und Kalorien-Angaben und bei Events mit Orten und Öffnungszeiten ergänzt werden. Die Darstellung der Sterne-Bewertung kannst Du über Dein CMS steuern, wird das nicht unterstützt, kannst Du es auch mit strukturierten Daten erreichen.

Featured Snippet

Featured Snippet („hervorgehobenes Snippet„) wird auch als „Position Null“ bezeichnet. Platziert wird es direkt über den organischen Ergebnissen und erhält dadurch besonders viel Aufmerksamkeit der User. Dadurch hat es besonders viel Potenzial für die CTR und den organischen Traffic einer Domain. Es ist eine große Herausforderung, mit der eigenen Domain als Featured Snippet in die Ergebnise zu gelangen! Mit folgenden Maßnahmen kannst Du die Chancen erhöhen, mit einem Featured Snippet zu ranken.

  • Nutze eine Keyword-Phrase als Frage und nutze sie als Überschrift (H2)
  • Platziere die Überschrift möglichst weit oben im Text
  • Antwort zur Frage mit einem SEO-optimierten Abschnitt in ein bis zwei Sätzen
  • Erstelle einzigartigen Content mit gut strukturierten Texten 

Paid Search

Google ermöglicht es Werbetreibenden, ihre Anzeigen an prominenten Stellen auf den Search Engine Result Pages zu platzieren. Dafür stehen zwei verschiedene Möglichkeiten zur Auswahl:

  • Google Ads: Google Ads können je nach Keyword an zwei Stellen auf der ersten Suchergebnisseite gefunden werden – oberhalb und unterhalb der organischen Ergebnisse.
  • Google Shopping: Product Listing Ads (PLAs) werden von Google ausschließlich bei produktbezogenen (auch transaktionalen) Suchanfragen angezeigt. Dieses SERP Feature beinhaltet ein Produktbild, einen Preis und einen Link zum Shop. Optional können PLAs, Bewertungs- und Unternehmens-Informationen enthalten.

Möchtest Du mit Paid Search auf die erste Search Engine Result Page, kannst Du das mithilfe von Search Engine Advertising (dt. Suchmaschinenwerbung, kurz SEA) erreichen.

On this Page

In der linken Seitenleiste neben den organischen Suchergebnissen zeigt Bing das Feature „On this Page“ an. Hier wird der Content in einem Menü zusammengefasst dargestellt und der Direkteinsteig per Scroll-to-Text an diese Menüstellen ermöglicht.

Darstellung des SERP Features "On this Page" der Suchmaschine Bing.
Visualisierung des SERP Features "On this Page" der Suchmaschine Bing.

Official Site Label

Die Suchmaschine Bing testet derzeit ein neues SERP Feature, welches offiziele Webseiten labelt. Visualisiert wird das mit einem grünen Icon und einem weißen Haken, der beim Hovern über das Snippet. Getestet wird das neue Feature aktuell in den USA. Ob der Test auch nach Deutschland kommt oder das Feature überhaupt in die Suchergebnisse übernommen wird, ist bisher noch unklar.

Mentioned in

Wie Bing testet auch Google aktuell ein neues SERP Feature. Nachdem Google das FAQ-Snippet nun bis auf Weiteres eingeschränkt hat, wird die SERP nun mit dem Such-Feature „Mentioned in“ ergänzt. Diese erscheint in einer Box unterhalb eines Snippets und ergänzt das organische Suchergebnis mit relevanten Inhalten, von anderen Quellen. Das Feature wird auf verschiedene Art und Weise dargestellt, entweder mit geöffneter oder geschlossener Drop-Down-Funktion. Beim Klicken auf das Feature wird man per Scroll-to-Text direkt zur passenden Textstelle geführt

Ask your Own

Update vom 02.10.2023: Ein weiteres Test-Feature vom Google ist „Ask your own“. Dieses Feature ist eine Eingabemaske unterhalb des SERP-Features „Weitere Fragen“, in welchem eine Frage eingegeben und dann von der KI beantwortet wird.

Dynamische Darstellung der SERP

Die Darstellung der SERP ist vom jeweiligen Algorithmus der Suchmaschinen abhängig! Je nach Datenschutzbestimmungen der jeweiligen Suchmaschine können zum einen die Ergebnisse personalisiert sein, zum anderen sind die Suchergebnisse auch von Deinem Standort, Deiner Suchhistorie und Deinem Endgerät abhängig. Außerdem hat das Keyword, also der Suchbegriff, und die damit interpretierte Suchintention der Suchmaschinen, Einfluss auf die Darstellung. Bei Suchintentionen, die transaktionsorientiert sind, wird beispielsweise mehr Werbung eingeblendet als bei informationsorientierte Suchanfragen. Bei solchen werden hauptsächlich mehr Seiten zu Ratgeber und Blogs dargestellt. Zusätzlich gibt es stetige Änderungen zur Darstellung durch Updates der Suchmaschinen-Algorithmen. Durch das Google Hummingbird Update wurde das Knowledge Panel ausgerollt, damit bestimmte Suchanfragen direkt in den SERPs beantwortet werden. Eine weitere Änderung betrifft die FAQ-Snippets: Google verkündete im August 2023, dass für ein einheitliches Suchergebnis die Sichtbarkeit von FAQs und HowTos in den SERPs reduziert wird.

Statement zu der Darstellung der FAQ-Snippets in den SERPs von der Google Search Central.
Ausschnitt eines Postings von Google Search Central auf der Plattform "X" über die Änderung zur Darstellung von FAQs und HowTos.

Update vom 13.09.2023: Google teilte die über die X mit, dass HowTo Richs Results veraltet sind: Folglich werden sie nicht mehr in den Suchergebnissen auftauchen. Google selbst kündigte im August an, die FAQs und HowTos auf mobilen Geräten nicht mehr darzustellen. Jetzt ist das allerdings auch auf der Desktop-Variante der Fall. HowTos gehören nun der Vergangenheit an (Desktop & Mobile).

Google SERPs: HowTos werden nicht mehr in den Suchergebnisen angezeigt.
Google´s Stellungsname auf der Plattform X zu dem Entfernen von HowTo Rich Result in den SERPs

Unterschiedliche SERPs – die Ursachen

Die Search Engine Result Pages, die bei der Suche nach ein und demselben Keyword von Suchmaschinen wie Google, Bing, Yahoo etc. angezeigt werden, können stark voneinander abweichen. Die Ursache dafür ist schlichtweg, dass die meisten verschiedenen Suchmaschinen, unterschiedliche Algorithmen haben, sowie unterschiedliche SERP Features aufweisen („Official Site Label“ von Bing | „Mentioned In“ von Google). Um Suchmaschinen-Spamming zu verhindern, werden die Rankingfaktoren der Suchmaschinen weitestgehend geheim gehalten. Selbst bei Google können sich die Ergebnisse trotz gleicher Suchanfrage unterscheiden, da die weltweit führende Suchmaschine auch persönliche Informationen wie die Suchhistorie und den Aufenthaltsort des Nutzers in Betracht zieht und das Suchergebnis personalisiert.

SERP und Ranking Potentiale

Um die eigene Domain auf Seite eins der SERPs zu bringen, bedarf es entweder einer SEO- oder einer SEA-Kampagne. Am besten ist, die beiden Bereiche werden miteinander kombiniert, da sie sich gegenseitig ergänzen. Da die meisten Nutzer und Nutzerinnen nur die ersten drei Suchergebnisse anklicken, ist es die Aufgabe von SEO-Managern und SEO-Managerinnen, Websites mittels Technical SEO, OnPage– und OffPage-Optimierungen möglichst weit oben auf der SERP von Google und Co. zu positionieren. So wird versucht, die Conversion-Rate und den organischen Traffic der Webseite zu steigern. Dazu ist eine ganzheitliche SEO-Strategie notwendig, um diese Ziele langfristig zu erreichen. Zudem mindert eine vollumfängliche SEO-Strategie das Risiko, dass die Domain nach einem Google Update stark an Rankings verliert.

Je nach Suchintention und Keyword bieten sich Chancen, mit Deiner Domain in den SERPs auf Seite eins zu ranken. Mit lokaler Suchmaschinenoptimierung hast Du bspw. die Möglichkeit, Dich mit Deiner Domain auch gegenüber größeren Domains und Wettbewerbern bei lokalen Suchanfragen durchzusetzen und ein höheres Ranking zu generieren. Wenn Du einen Online Shop betreibst, kannst Du Dir mit einer gut durchdachten Content-Marketing-Strategie ebenfalls einen Vorteil gegenüber größeren Wettbewerbern verschaffen. Möchtest Du für Deine Domain ein cleveres Content-Marketing betreiben, dann lese unseren Artikel zu den Grundlagen des Content-Marketings – die Basis einer effektiven Content-Marketing-Strategie.

SERP und die Bedeutung für SEO

Im SEO ist es besonders wichtig auf die erste Seite der SERPs zu gelangen, da die meisten User nicht auf Seite zwei der SERP klicken. Um das mit Deiner Domain zu erreichen oder das Ranking langfristig zu halten, solltest bei Deiner SEO-Strategie ausschließlich auf White-Hat-Maßnahmen zurückgreifen. Denn Black-Hat-Praktiken, die auf manipulative Mittel zurückgreifen, werden durch Suchmaschinen algorithmisch oder manuell abgestraft. Bei einer manuellen Abstrafung sind nur eine bis mehrere Domains, bei einer algorithmischen Abstrafung unzählig viele Domains betroffen. Suchmaschinen wie Google sind bestrebt, den Usern eine gute User-Experience zu bieten, daher sind Suchmaschinen bemüht, unerlaubte Praktiken der Black-Hats aufzudecken. Beispielsweise wurde seit dem Penguin Update der Linkkauf stark eingeschränkt. Der Kauf von Links verstößt gegen die Richtlinien von Google und sollte grundsätzlich nicht praktiziert werden. Webseitenbetreiber müssen sich seit diesem Update auf eine holistische SEO-Strategie fokussieren, als sich nur das schlichte Einkaufen von Links zu verlassen. Daher können mit Black-Hat-SEO, wenn überhaupt, nur kurzfristige SEO-Erfolge generiert werden. Nach einem Google Update gibt es immer Domains, die an Ranking verlieren oder gewinnen. Verfolgst Du für Deine Domain eine nachhaltige SEO-Strategie, minderst Du mit dieser das Risiko, nach einem Update zu den Verlierern zu gehören.

Nicht nur die Position auf der ersten Search Engine Result Page ist von enormer Bedeutung für den Online-Erfolg einer Domain, auch die Click Through Rate (CTR), die in Verbindung mit dem generierten Traffic steht, hat im SEO höchste Priorität. Daher solltest Du unbedingt die Meta-Daten Deiner Webseiten optimieren. Es ist wahrscheinlich, dass Websites mit einer unterdurchschnittlichen CTR in den SERPs an Positionen verlieren. Mithilfe eines Content-Management-Systems (CMS) kannst Du die Optimierung der Meta-Daten vornehmen. Bei der Suchmaschinenoptimierung mit WordPress erfolgt die Optimierung der die Meta-Daten meist mit einer SEO-Plugin-Suite wie Yoast SEO. Dazu klickst Du einfach auf „Bearbeiten“ im Seitenmenü. Im Falle Dein CMS oder Dein SEO-Plugin unterstützt nicht die Vorschau des Snippets in den SERPs, kannst Du auf den SERP Snippet Generator von Sistrix zurückgreifen. Die CTR kann Einfluss darauf haben, ob Deine Domain in den Search Engine Result Pages auf Seite eins kommt oder ob sie dort bleibt.

Suchmaschinen wie Google werden immer mehr zu Antwort-Maschinen, zwar wirkt sich das positiv auf die Nutzererfahrung der User und Userinnen, aber negativ auf den organischen Traffic und die CTR aus. Werden Antworten direkt ausgespielt, sinkt die Chance, dass das Snippet angeklickt wird. So können organischer Traffic und die CTR ausbleiben. Daher sollte eine SEO-Strategie effektiv und mit klaren Zielen durchgeführt werden, um möglichst viele Erfolge zu generieren. SEO ist ein fortlaufender und dynamischer Prozess, in der SEO-Strategie sollte das berücksichtigt werden, sowie die Gewichtung einzelner Rankingfaktoren sich stetig ändern können. Daher müssen SEOs immer auf dem neuesten Stand sein und Ihre Kompetenzen erweitern, um möglichst erfolgsorientiert SEO betreiben zu können.

Content-Marketing (dt. Inhaltsmarketing) hat sich in der heutigen digitalen Zeit als einer der relevantesten Ansätze erwiesen, um die Aufmerksamkeit der Zielgruppe zu gewinnen, Vertrauen aufzubauen und langfristige Kundenbeziehungen zu etablieren. Dabei gibt es Content-Marketing nicht erst seit gestern: Bereits im Jahr 1891 wurden von Dr. Oetker Rezeptideen auf seine Backmischungen gedruckt, die den Verbrauchern und Verbraucherinnen hilfreiche Zusatzinformationen zum eigentlichen Produkt geboten haben.

Erfahre im ersten Teil der Content-Marketing-Reihe alles, was Du über die Grundlagen zu dem Thema wissen solltest.

Was ist Content-Marketing?

Beim Content-Marketing handelt es sich um eine Marketing-Methode, die Nutzenden durch den dargestellten Inhalt einen Mehrwert bieten soll. Die ausgewählte Zielgruppe steht beim Inhaltsmarketing im Fokus und soll auf die eigene Website „gelockt“ werden. Das soll mittels relevanten Content für die Zielgruppe geschehen, der u. a. informierend, bildend, unterhaltend oder inspirierend sein kann.

Eine andere Definition zum Content-Marketing bietet das Content Marketing Institute:

Content marketing is a strategic marketing approach focused on creating and distributing valuable, relevant, and consistent content to attract and retain a clearly defined audience — and, ultimately, to drive profitable customer action.“

Zusammengefasst wird Inhaltsmarketing als ein strategischer Marketingansatz angesehen, der sich auf die Erstellung von wertvollem Content fokussiert hat. Das dabei verfolgte Ziel ist das Anlocken der zuvor definierten Zielgruppe, die Animation zum Kauf und im besten Fall eine Bindung an das Unternehmen.

Warum ist Content-Marketing so wichtig?

Informationen sind digital ständig verfügbar und das auf den unterschiedlichsten Webseiten und Plattformen. Nutzer und Nutzerinnen haben auf diesen eine große Auswahl, welcher Quelle sie ihre Aufmerksamkeit schenken wollen und welcher nicht. Es haben sich gewisse Ansprüche entwickelt und guter Content wird nahezu erwartet. Überzeugt der Content nicht, ist die potenzielle Kundschaft schnell wieder weg.

Zudem können beim Content-Marketing Inhalte erstellt werden, die die verschiedenen Stufen der Customer Journey (dt. Kundenreise) abdecken. Durch personalisierten Content kannst Du Deine Zielgruppe in jeder Phase der Customer Journey gezielt ansprechen – egal, ob sie gerade erst auf Deine Website aufmerksam wurden, erwägen ein Produkt zu kaufen oder das Produkt bereits gekauft haben und an weiteren Informationen dazu interessiert sind.

Unternehmen scheint die Wichtigkeit von Content-Marketing nicht entgangen zu sein: Sie investieren kontinuierlich höhere Summen in die Marketing-Methode. Eine Auswertung von Statista veranschaulicht die Investitionen von 2010 bis 2022:

Die Investitionen in Content Marketing steigen von 2010 bis 2022 konstant an.
Darstellung des Investitionsvolumens in Content-Marketing von 2010 bis 2022.

Ziele des Inhaltsmarketings

Content-Marketing verfolgt unterschiedliche Ziele. Wir stellen Dir drei übergeordnete Ziele des Inhaltsmarketings vor und gehen anschließend darauf ein, was es mit kurz- und langfristigen Zielen auf sich hat.

Markenaufbau durch Content-Marketing

Das höchste Ziel des Inhaltsmarketings ist die Positionierung der eigenen Marke (engl. Brand), bzw. die Markenbildung (engl. Branding). Unter Branding wird der aktive Aufbau einer Marke mit einem bestimmten Image verstanden. Dieses aufgebaute Markenimage soll bei der potenziellen Kundschaft im Kopf bleiben u. a. durch das Hervorrufen bestimmter Botschaften und Emotionen. Dadurch soll sich eine Brand von anderen Marken unterscheiden und so den eigenen Wiedererkennungswert steigern. Branding gehört zu den langfristigen Zielen eines Unternehmens, da dieses Ziel über einen längeren Zeitraum hinweg verfolgt wird. Beispiele für bekannte Brands sind Coca ColaTempo und Pampers

Taktisches Ziel des Inhaltsmarketings

Beim taktischen Ziel vom Content-Marketing geht es um die Lead-Generierung und Kundengewinnung. Diese Ziele werden den kurzfristigen Zielen zugeordnet: Hierbei geht es um das Erzielen schnell messbarer Ergebnisse und das Gewinnen der ersten Aufmerksamkeit. Dazu lassen sich folgende Aspekte zusammentragen:

  • Steigerung der Sichtbarkeit: Durch die Erstellung von Inhalten, die auf die Bedürfnisse und Interessen Deiner Zielgruppe zugeschnitten sind, kannst Du die Personen effektiv ansprechen. Guter Content zieht Menschen an, hält sie engagiert und fördern die Interaktion z. B. in Social Media in Form von Kommentaren, Likes oder Shares.
  • Bessere Sichtbarkeit in den Suchmaschinenergebnissen (SERPs): Suchmaschinen wie Bing, Yandex und Google bevorzugen relevanten und qualitativ hochwertigen Content. Ein gut durchdachter Content-Marketing-Plan (weitere Informationen folgen in Teil 2) kann dazu beitragen, dass Deine Website in den Suchergebnissen besser platziert wird. Eine bessere Platzierung in den SERPs kann zu mehr Sichtbarkeit führen und so mehr Traffic anziehen.
  • Steigerung der Conversions: Ausführliche Informationen über Dein Angebot, Nutzerbewertungen oder Anwendungsbeispiele können u. a. dazu beitragen, dass Du das Interesse Deiner Zielgruppe weckst und sie bspw. einen Newsletter abonnieren, einen Kauf abschließen oder eine andere Conversion tätigen.

Strategisches Ziel beim Content-Marketing

Das strategische Ziel des Inhaltsmarketings ist die Kundenbindung. Dabei geht es um eine Bindung zwischen der Zielgruppe und der Brand, die über einen Kauf hinausgeht. Indem Du kontinuierlich Mehrwert bietest und dabei die Bedürfnisse Deiner anvisierten Kundengruppe ansprichst, bleibst Du im Gedächtnis und förderst so die Loyalität. Zudem kannst Du durch das Bereitstellen von nützlichen Informationen, Ratschlägen und Lösungen, Vertrauen bei der Kundengruppe aufbauen. Wie das Branding gehören die strategischen Ziele ebenfalls den langfristigen Zielen an.

Welche Content-Formate und Content-Arten gibt es?

Content-Formate und Content-Arten sind zwei verschiedene Konzepte, die eng miteinander verbunden sind. Sie stellen auf unterschiedliche Art und Weise dar, wie Content präsentiert und vermittelt wird. Bei Content-Formaten handelt es sich um die spezifische Darstellungsweise des Inhalts. Beispiele hierfür sind textbasierte Inhalte, audiovisuelle Inhalte und interaktive Inhalte. Jedes Format hat seine eigenen Stärken, um Inhalte effektiv zu kommunizieren und die Aufmerksamkeit der anvisierten Kundengruppe zu gewinnen. Content-Arten beschreiben die Kategorie oder den Inhaltstyp, der erstellt wird, um die Bedürfnisse der Zielgruppe zu erfüllen. Beispiele für Content-Arten sind u. a. Blog-Beiträge, Anleitungen, Podcasts, Studien, Präsentationen und Interviews. Jede Content-Art hat ihre eigene Funktion, um Inhalte zu teilen, Wissen zu vermitteln oder Emotionen zu wecken. Aus diesem Grund ist es zusätzlich wichtig, Deine Zielgruppe zu kennen, um das richtige Format und die richtige Art vom Content zu erstellen. 

Nachfolgend stellen wir Dir die Content-Formate vor und nennen Beispiele für dazugehörende Content-Arten.

Textbasierter Content

Textbasierter Inhalt bezieht sich auf Inhalte, die durch geschriebene Worte vermittelt werden. Dieses Format eignet sich u. a. gut für das Bereitstellen von detaillierten Informationen. Nachfolgende Content-Arten lassen sich dem Format zuordnen:

    • Blog-Beiträge (kurz Blog): Die Blog-Beiträge sind schriftliche Artikel, die auf Websites veröffentlicht werden, um Informationen, Einblicke oder Meinungen zu einem bestimmten Thema zu teilen. Sie dienen u. a. dazu, Leser und Leserinnen zu informieren, zu unterhalten oder zu beraten. Blog-Beiträge können sich besonders eignen, um Personen anzusprechen, die ein bestimmtes Thema neu für sich entdeckt haben und sich nun damit auseinandersetzen möchten. Somit können Blog-Beiträge Beziehungen mit Deiner anvisierten Kundengruppe aufbauen sowie einen Nachweis für Deine Expertise darstellen.

    • Anleitungen: Eine Anleitung ist ein Leitfaden, der Schritt-für-Schritt-Anweisungen gibt, wie ein bestimmter Prozess oder eine Aufgabe erfolgreich durchgeführt werden kann. Anleitungen bieten klare und präzise Informationen zur Bewältigung des vorliegenden Problems. Auch hier kannst Du mit Deiner Expertise glänzen, indem Du bspw. eine informative, aber auch leicht verständliche Anleitung verfasst.

    • Listen: Unter Listen werden organisierte Aufzählungen von Informationen verstanden. Listen dienen dazu, Content in übersichtlicher Form zu strukturieren und wichtige Punkte oder Informationen hervorzuheben. Sie können Deiner Zielgruppe eine große Hilfe sein, am Beispiel: Du hast Dich auf Camping-Ausrüstung spezialisiert. Hier würde es sich anbieten, eine Liste zu erstellen mit der benötigten Ausrüstung für einen Wandertag, für einen Wochenendausflug in den Bergen oder für ein Festival.

Visueller Content

Visueller Content nutzt optisch ansprechende Darstellungen, um Inhalte zu vermitteln. Dieses Format ist besonders effektiv, um komplexe Ideen leichter zu erklären, Emotionen zu wecken oder die Aufmerksamkeit der Zielgruppe zu gewinnen. Diese Content-Arten gehören dazu:

    • Diagramme: Unter Diagrammen werden grafische Darstellungen verstanden, die Daten oder Informationen mithilfe von Elementen wie Linien, Balken oder Kreisen klar und verständlich visualisieren. Am Beispiel: Du hast eine Studie durchgeführt und würdest das Ergebnis gern ansprechender darstellen als in reiner Textform? Ein Diagramm bietet Dir durch die verschiedenen Elemente eine Menge Spielraum, um die Studienergebnisse für Deine Zielgruppe übersichtlich und klar strukturiert aufzuzeigen.

    • Bilder: Bilder sind visuelle / optische Darstellungen von u. a. Personen, Objekten, Landschaften oder Szenen. Im Vergleich zu textbasiertem Inhalt ist meist mit dem ersten Blick auf das Bild ersichtlich, worum der Content handelt. Wenn Du die Aufmerksamkeit Deiner Zielgruppe schneller gewinnen möchtest, ist es über ein Bild mit hoher Wahrscheinlichkeit leichter als mit einem Text.

    • GIFs (lang Graphics Interchange Format): Ein GIF ist ein kurzes Bewegtbild oder eine Animation ohne Ton. Häufig wiederholen sich GIFs in einer Endlosschleife. Sie können u. a. dazu verwendet werden, um kurze Bewegungen, Reaktionen oder einfache Abläufe auf unterschiedlichen Plattformen und Websites darzustellen. GIFs können bspw. bei textbasiertem Content unterstützend sein, um eine bestimme Reaktion hervorzurufen.

Auditiver Content

Beim auditiven Content steht der Gehörsinn im Fokus. Dieses Format eignet sich besonders gut für Menschen, die Content nicht gerne auf textbasierte, visuelle oder audiovisuelle Art und Weise aufnehmen. Auditive Inhalte ermöglichen es den Hörern und Hörerinnen, Informationen auf eine flexible und angenehme Weise aufzunehmen – sei es während einer Autofahrt, beim Sport oder in anderen Situationen. Schau Dir die Content-Arten dazu an:

    • Podcasts: Ein Podcast ist eine Audiodatei, die über das Internet zur Verfügung gestellt wird. Podcasts können im Internet abonniert, heruntergeladen und überall angehört werden. Finde heraus, was Deine Zielgruppe in einem Podcast hören würde. Ist es ein Interview? Fachinformationen? Oder etwas zur Unterhaltung?

    • Hörbücher: Ein Hörbuch ist die Vertonung von geschriebenen Texten, die in Audiodateien verfügbar sind. Mit einem Hörbuch kann Deine Zielgruppe u. a. Geschichten oder Literatur anhören, ohne die Texte dazu selbst lesen zu müssen.

    • Social Audio: Social Audio bezieht sich auf die Nutzung von Audioinhalten in sozialen Medien und auf digitalen Plattformen. Dabei sollen in Echtzeit u. a. Interaktionen, Gespräche und Gemeinschaften gefördert werden. Durch die Verwendung Deiner Stimme kann der Content authentischer wirken und so eine persönlichere Verbindung zu Deiner Zielgruppe herstellen.

Audiovisueller Content

Audiovisueller Content bezieht sich auf Inhalte, die visuelle und auditive Elemente miteinander kombinieren, um Informationen zu vermitteln. Audiovisueller Content bietet die Möglichkeit, Informationen auf mehreren Sinnesebenen zu vermitteln, was die Aufmerksamkeit steigern und die Botschaft Deines Contents effektiver kommunizieren kann.

    • Tutorials: Tutorials verhalten sind ähnlich zu den oben beschriebenen Anleitungen. Jedoch werden die Schritt-für-Schritt-Anweisungen nicht nur mit einem Text beschrieben, sondern die Schritte werden vor laufender Kamera durchgeführt und als Videodatei zur Verfügung gestellt. Am Beispiel mit der Camping-Ausrüstung: Vielleicht kennt sich Deine Zielgruppe nicht damit aus, wie ein Zelt vernünftig auf- und wieder abgebaut wird. Hier würde es sich für Dich lohnen, ein erklärendes Video hochzuladen.

    • Werbespots: Werbespots sind kurze Werbevideos, die darauf ausgelegt sind, Produkte, Dienstleistungen oder Marken in einer kompakten und ansprechenden Art und Weise zu präsentieren. Sie können im Internet, aber auch im Fernsehen oder Kino vorkommen. Du hast ein cooles neues Produkt herausgebracht oder Du planst es? Ein Werbespot könnte eine gute Wahl für Dich sein, um darauf aufmerksam zu machen.

    • Mitschnitte: Mitschnitte sind Aufzeichnungen von u. a. Live-Events, Expertengesprächen oder Präsentationen im Videoformat, die später erneut angesehen werden können. Durch die Bereitstellung von aufgezeichnetem Content kannst Du Deine Reichweite erhöhen und die Bindung zu Deiner Zielgruppe stärken – da diese flexibel und bequem auf wertvolle Informationen zugreifen kann.

Interaktiver Content

Interaktiver Content bezieht sich auf Inhalte, bei denen Deine Zielgruppe aktiv mit dem Inhalt interagieren, Entscheidungen treffen oder Aktionen ausführen kann. Dieses Format kann das Engagement Deiner anvisierten Kundengruppe fördern, da den Personen durch das aktive Einbeziehen ein individuelles Erlebnis geboten wird.

    • Seminare: Seminare sind Veranstaltungen, bei denen Fachleute Wissen, Schulungen oder Diskussionen zu einem bestimmten Thema vorstellen. Seminare bieten Teilnehmern und Teilnehmerinnen die Möglichkeit, Informationen zu vertiefen, neue Fähigkeiten zu erlernen oder sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Am Beispiel: Du bietest eine Software an. Es ist durchaus möglich, dass sich Deine anvisierte Kundengruppe in einigen technischen Bereichen nicht so gut auskennt. Somit könntest Du die Zielgruppe einladen, an einem Seminar teilzunehmen – egal ob vor Ort oder online.

    • Gewinnspiele: Gewinnspiele gelten als Wettbewerbe, bei denen die Teilnehmenden die Chance haben, Preise oder Belohnungen zu erhalten. Dafür müssen sie an einer bestimmten Aktivität oder Aufgabe teilnehmen, z. B. ein Rätsel lösen oder schwierige Fragen beantworten.

    • Umfragen: Unter Umfragen werden strukturierte Erhebungen verstanden, bei denen die Teilnehmenden ihre Meinungen, Ansichten oder Präferenzen zu bestimmten Themen oder Fragen mitteilen können. So können quantitative oder qualitative Daten gesammelt werden, um einen punktuellen Einblick in die Köpfe Deiner Zielgruppe zu erhalten. Meist werden Umfragen anonymisiert mit einer Angabe der soziodemografischen Merkmale durchgeführt.

Da es eine Vielzahl von weiteren Content-Arten gibt, wurden diese in der nachfolgenden Tabelle zusammenfassend für Dich dargestellt:

Formate Arten
Textbasierter Content Blog-Beiträge, Anleitungen, Pressemitteilungen, Whitepaper, Ratgeber, Listen, E-Books, Gastartikel, Sammlungen, Artikel, FAQs, Rezensionen, Umfragen, Nachrichten / News, Social-Media-Beiträge, Glossar-Beiträge, Studien, Zitate, usw.
Visueller Content Fotos, Bilder, Diagramme, Slides, Memes, Skizzen, Illustrationen, Infografiken, Social-Media-Beiträge, Präsentationen, Graphics Interchange Format (GIF), Collagen, Statistiken, Comics, Karikaturen, usw.
Auditiver Content Podcasts, Hörbücher (darunter Hörspiele & Audioguides), Musik, Social Audio / Social-Media-Beiträge, usw.
Audiovisueller Content Videos, Tutorials, Dokumentationen, Werbespots, Filme, Animationen, Mitschnitte, Live-Streams, Social-Media-Beiträge, usw.
Interaktiver Content Offline-Seminare, Offline-Workshops, Vorträge, Quizze, Interviews, Spiele, Konfigurationen, Umfragen, Gewinnspiele, Social-Media-Beiträge, Webinare, interaktive Grafiken, Kommentare, usw.

Achtung: Social-Media-Beiträge sind in jedem Content-Format aufgelistet. Warum? Ganz einfach: Die unterschiedlichen Content-Arten können in mehreren Formaten genutzt werden. Diese Aussage bezieht sich nicht nur auf die Beiträge in den sozialen Medien, sondern auf fast alle Content-Arten. Bei den Social-Media-Beiträgen ist es z. B. ganz von der Plattform abhängig, auf der Du Deinen Content bereitstellst. Bei X (früher Twitter) liegt der Fokus auf textbasierten Inhalten und bei Instagram hingegen bei visuellen Inhalten. Doch auch auf Instagram kann in Form von Reels audiovisueller Content gepostet werden.

Erfolg oder Misserfolg vom Inhaltsmarketing erkennen

Je nachdem was Dein verfolgtes Ziel ist, können sich die Kennzahlen zur Erfolgsmessung vom Inhaltsmarketing unterscheiden. Nachfolgend stellen wir Dir einige Kennzahlen in Bezug zu den Zielen vor.

Du hast Dir als Ziel gesetzt, durch Deinen Content mehr Kundschaft zu gewinnen? Darauf solltest Du achten:

    • Conversions in Bezug zum Kauf: Du solltest zuvor Conversions definiert haben, die sich auf das Ziel Kundengewinnung beziehen, z. B. wie oft eine Person den Warenkorb aufgerufen oder wie oft ein Kauf stattgefunden hat. Steigt die Anzahl der Conversions in diesem Bereich, kannst Du davon ausgehen, dass Dein Inhalt zum Kauf animiert. 

    • Conversion-Rate der Leads: Die Umwandlung von Leads in zahlende Kundschaft zeigt, wie effektiv Dein Content den Verkaufsprozess unterstützen kann.

Dein Ziel besteht darin, mit Deinem Content mehr Sichtbarkeit / Reichweite zu generieren? Dann sind das wichtige Kennzahlen:

    • Traffic auf Deiner Website: Hat die Anzahl der Besucher und Besucherinnen auf Deiner Website zugenommen, kann es ein Anzeichen dafür sein, dass Dein Content einen Mehrwert bietet.

    • Engagement Deiner Zielgruppe: Kommt Dein Content gut an, so kann es in Social Media zu Likes, Kommentaren oder Shares führen. In anderen Worten: Interaktionen seitens Deiner anvisierten Kundengruppe, die zeitgleich Deine Sichtbarkeit erhöhen können.

    • SEO-Erfolg: Eine Verbesserung im Suchmaschinenranking ist ein wichtiger Indikator für den Erfolg dieses Zieles. Unten gibt es weitere Informationen, wie SEO und Content-Marketing in Verbindung stehen.

Verfolgst Du mit Deinem Ziel die Lead-Generierung, achte auf diese Kennzahlen:

    • Neue Leads: Eine steigende / sinkende Anzahl der generierten Leads oder Kontaktanfragen durch Deine Inhalte zeigt, wie gut / schlecht Du Deine Zielgruppe ansprichst. Neue Leads werden bspw. durch das Anmelden bei einem Newsletter generiert.

    • Lead-Rate: Bei der Lead-Rate wird die Gesamtzahl der generierten Leads durch die Gesamtzahl der Besucher und Besucherinnen geteilt. Diese Berechnung erfolgt je nach Kanal.

Dein Ziel ist die Kundenbindung? Schaue Dir diese Kennzahlen dazu an:

    • Verweildauer: Die Verweildauer auf Deiner Website kann aufzeigen, wie relevant und ansprechend Dein Content ist. Ist die Verweildauer kurz, scheint Dein Content nicht das Nötige zu bieten oder ist nicht ansprechend genug dargestellt.

    • Wiederkehrende Besucher und Besucherinnen: Dir wird angezeigt, dass Personen Deine Website erneut besuchen? Sehr gut! Dein Content scheint den Personen einen Nutzen zu liefern.

    • Neue Follower und Followerinnen: Anhand Deiner Social-Media-Kanäle kannst Du einsehen, ob Dir neue Personen folgen. Bei schlechtem Content würden vermutlich keine neuen Personen dazukommen. Es könnte sogar sein, dass Du Follower und Followerinnen verlierst.

Das kannst Du für alle Ziele überprüfen:

    • Benchmarking: Vergleiche Deine Kennzahlen mit früheren Perioden oder mit Branchendurchschnittswerten, um den Erfolg oder Misserfolg zu messen.

    • Feedback: Sammle Rückmeldungen Deiner Zielgruppe, um herauszufinden, was sie am Content gut oder verbesserungswürdig findet.

Die oben aufgeführten Punkte lassen sich u. a. durch Tools wie Google Analytics, Google Search Console und Matomo einsehen. Verwendest Du die Suchmaschine Bing, solltest Du die Bing Webmaster Tools nutzen.

SEO und Content-Marketing

Sowohl Suchmaschinenoptimierung (kurz engl. SEO) als auch Content-Marketing sind zwei unterschiedliche Teilbereiche des Online-Marketings. Dennoch sind diese zwei Bereiche eng miteinander verbunden.

Content-Marketing kann als ein Ansatz vom Inbound-Marketing verstanden werden. Inbound-Marketing gehört ebenfalls zum Online-Marketing und zielt darauf ab, dass Kundschaft von sich aus auf die Marke, das Produkt oder die Dienstleistung zukommt (Stichwort: Pull-Marketing). Das geschieht am besten, indem eine Website hochwertigen Content bereitstellt. Das Pendant dazu ist das Outbound-Marketing, welches Push-Marketing einsetzt. Damit ist sozusagen die klassische Werbung gemeint, bei dem ein Unternehmen aktiv auf die Kundschaft zugeht.

SEO hingegen zielt darauf ab, dass eine Website durch bestimmte Optimierungen gut in den Suchergebnisseiten (kurz engl. SERPs) von Suchmaschinen wie Bing oder Google zu finden ist. Auch das funktioniert am besten, wenn der Content der jeweiligen Webseiten einen Mehrwert für die User und Userinnen bietet.

Der Zusammenhang zwischen SEO und Content-Marketing lässt sich wie folgt beschreiben: Hochwertiger Content ist ein unerlässlicher Bestandteil für eine erfolgreiche SEO-Strategie! Ohne qualitativen, relevanten und ansprechenden Content für Deine Zielgruppe wird sich die Sichtbarkeit in den SERPs von Suchmaschinen nicht verbessern und höhere Rankings in den Suchergebnissen bleiben aus.

Nicht nur für SEO ist Content-Marketing relevant. Gute Inhalte sind genauso wichtig beim u. a. Social-Media-Marketing, E-Mail-Marketing und darüber hinaus.

Fazit zu den Grundlagen des Content-Marketings

Egal welche Marketing-Strategie Du verfolgst: Guter Content ist das A und O für den Erfolg Deiner Marke, Dienstleistung oder Deines Produktes! Aktuell sind Informationen überall und zu jeder Zeit online zugänglich. Deshalb ist es besonders wichtig mit Content aufzufallen, der einen Mehrwert für Deine anvisierte Kundengruppe bietet. Im besten Fall bindest Du die Kundschaft an Dein Angebot oder Deine Marke. Um dieses Ziel zu erreichen, lohnt es sich die verschiedenen Content-Formate und Content-Arten sinnvoll aufeinander abzustimmen. Um mit den passenden Worten vom Content Marketing Institute abzuschließen: „Content is the present – and future – of marketing“.

Posted in SEO

User begeben sich jeden Tag ins Internet und nutzen Suchmaschinen, um Nachrichten, Produktinformationen, Reiseangebote, Rezepte, Bilder und andere Informationen zu finden. Dabei wird häufig die bekannteste Suchmaschine Google genutzt. Doch es gibt noch viele andere Suchmaschinen, die auf unterschiedliche Art und Weise operieren – einige ähneln dem Marktführer, andere verfolgen einen eigenen Ansatz.

In diesem Artikel stellen wir Dir die beliebtesten Suchmaschinen inklusive ihrer Funktionen vor.

Was ist eine Suchmaschine?

Benutzer können über eine Suchmaschine nach Inhalten im Internet suchen. Google ist weltweit die bekannteste Suchmaschine. Mithilfe von Crawlern durchsuchen Suchmaschinen das Web und erstellen einen Index aus den gefundenen Inhalten. Wenn Benutzer ein Keyword eingeben, bewertet die Suchmaschine die passendsten Ergebnisse basierend auf einem Algorithmus und zeigt sie in den Search Engine Result Pages (SERPs) an. Um die Suchergebnisse anzeigen zu können, führt eine Suchmaschine folgende Aufgaben aus:

  • Webseiten mithilfe von Crawlern suchen und indexieren
  • Speicherung und Kategorisierung der Informationen aus dem Crawling
  • Darstellung der Suchergebnisse in den SERPs bei Suchanfragen

Welche Arten von Suchmaschinen gibt es?

Es gibt verschiedene Arten von Suchmaschinen, die auf unterschiedliche Weise funktionieren. Einige verwenden besondere Konzepte bzw. Algorithmen, um sich von der Konkurrenz abzuheben. Hier ist eine Übersicht der verschiedenen Arten von Suchmaschinen:

Suchmaschinen mit eigenem Index

Suchmaschinen wie Google und Bing besitzen einen eigenen Index und speichern dort Informationen von Websites und Inhalten im Web ab. Auf den Index wird zurückgegriffen, um passende Suchergebnisse zu den Suchanfragen darzustellen.

Katalogsuchmaschinen

Bei Katalogsuchmaschinen (Verzeichnis-Suchmaschinen) wird im Vorfeld von redaktionellen Mitarbeitern manuell eine Auswahl getroffen, welcher Content in den Index aufgenommen wird. Damit die Userinnen und User beispielsweise wirklich passende Ergebnisse zu einem Thema oder einer Branche geliefert bekommen. Katalogsuchmaschinen werden auch als katalogbasierte Suchmaschinen bezeichnet und greifen auf eine eigene Datenbank zurück. Im Vergleich zu indexierbaren Suchmaschinen erfolgt die Aufnahme in den Index allerdings nicht automatisch, sondern wird manuell geprüft. Bei fragFinn und Blinde Kuh werden Inhalte zum Beispiel auf Kinderfreundlichkeit geprüft, bevor sie in den Suchergebnissen erscheinen können. Branchenverzeichnisse kontrollieren die eigenen Einträge danach, ob es sich um eine passende Firma für das jeweilige Verzeichnis handelt. Wikipedia ist wohl das bekannteste Beispiel einer Katalogsuchmaschine. Zwar kann bei Wikipedia jeder Texte schreiben und ändern – doch neue oder geänderte Informationen erliegen allerdings auch einer redaktionellen Prüfung.

Metasuchmaschinen

Metasuchmaschinen wie MetaGer, MetaCrawler und eTools nutzen mehrere Suchmaschinen für die Ergebnisse der Suchanfragen und fassen diese zusammen. Meist hast Du bei Metasuchmaschinen die Möglichkeit einzustellen, welche Suchmaschinen genutzt und welche nicht genutzt werden sollen.

Proxy-Suchmaschinen

Suchmaschinen auf Proxy-Basis greifen ebenfalls auf einen Index zurück, um relevante Suchergebnisse darzustellen. Dazu verwenden sie jedoch nicht den eigenen, sondern den Index einer anderen Suchmaschine. Die Suchmaschinen von Yahoo und Ecosia greifen beide auf den Index von Bing zurück.

Spezial-Suchmaschinen

Spezial-Suchmaschinen, auch vertikale Suchmaschinen genannt, sind auf eine spezielle Suche innerhalb eines begrenzten Bereichs vorgesehen. Vertikale Suchanfragen, beziehen sich daher nur auf ein bestimmtes Themengebiet. Typische Themen für vertikale Suchen sind Shopping, Reisen, Autos, Bilder und mehr. Spezial- bzw. vertikale Suchmaschinen hast Du also sicherlich schon genutzt. Suchmaschinen Google Bildersuche, Google Videosuche, Google Shopping oder die Mitgliedersuche in Social-Media, gehören den vertikalen- bzw. Spezial-Suchmaschinen an.

Katalogsuchmaschinen, die auch als vertikale Suchmaschine fungieren, werden als Hybrid-Suchmaschinen bezeichnet. Ein Beispiel hier wäre die wissenschaftliche Suchmaschine Google Scholar.

Suchmaschinen – ein umfassender Überblick

Bei Suchmaschinen ist Google die klare Nummer Eins. Durch das ausgeprägte Monopol auf dem Markt für Suchmaschinen, wissen User und Userinnen häufig nicht, dass es auch gute Alternativen zu Google gibt. Wir stellen wir Dir die wichtigsten Suchmaschinen inklusive Google vor und zeigen, was sie besonders macht.

Google

Google ist unangefochten weltweit die Nummer eins unter den Suchmaschinen. Im Juli 2023 betrug der Marktanteil von Google 83,49 % (Desktop), sowie 95,4 % (Mobile). Googles Suchmaschine liefert personalisierte Suchergebnisse über gespeicherte Daten von Nutzer und Nutzerinnen. Über die Filterfunktionen können die Suchergebnisse verfeinert werden, dabei stehen Kategorien wie Bilder, Maps, Videos, News, Bücher, Flüge und Finanzen zur Verfügung. Waren die Suchergebnisse nicht konkret genug, kann per Mausklick die Suche mit weiteren Keywords verfeinert werden. Diese werden automatisch, passend zum bereits gesuchten Keyword, unterhalb der Suchleiste vorgeschlagen.

Soll für Google Suchmaschinenoptimierung betrieben werden, bietet die Suchmaschine Analysetools wie Google Analytics und die Google Search Console (GSC).

Bing

Bing ist die weltweit zweitgrößte Suchmaschine und kommt aus dem Hause Microsoft. Trotz des zweitgrößten Marktanteils weltweit ist dieser im Vergleich zu Google recht gering. Im Juli 2023 lag dieser bei 9,19 % (Desktop) und 0,53 % (Mobile). Auch wenn Bing seinem „großen Bruder“ Google einiges abschauen vermag, bietet Bing auch eigens entwickelte Konzepte. Zum Beispiel soll mit Bing and Decide (Bing und entscheide) Nutzer und Nutzerinnen bei der Entscheidungsfindung unterstützen. Bing fällt zuerst einmal mit einem visuell ansprechenden Hintergrundbild auf. Wie auch Google bietet Bing Kategorisierungen wie Arbeit, Bilder, Videos, Shopping, Karten und Neuigkeiten bei der Suche. Zusätzlich steht die Funktion zur Verfügung, mit einem KI-Chatbot zu interagieren. Besonders nützlich ist die Videosuche von Bing. Hoverst Du über das Listing des Videos, wird dieses optional mit oder ohne Ton für Dich abgespielt.

Das Layout der Suchmaschine Bing bietet optisch ansprechende Grafiken.
Dargestellte Startseite der Microsoft-Suchmaschine Bing.

Möchtest Du die Sichtbarkeit Deiner Domain auf Bing steigern, solltest Du auf jeden Fall das Bing Webmaster Tool nutzen – dieses ist das Pendant zu der Google Search Console.

Yahoo! Search

Yahoo! Search greift nicht auf einen eigenen Index zurück, sondern wird diesbezüglich von Bing unterstützt. Da Yahoo! Search, mit dem Fotodienst flickr verbunden ist, kann die Yahoo-Suche für Dich bei der Bildersuche besonders hilfreich sein. Zudem unterstützt Yahoo! Search Funktionen wie Yahoo Finanzen und einem Webportal, das eine eigene E-Mail-Plattform zur Verfügung stellt.

Yandex

Yandex ist die viertveliebteste Suchmaschine der Welt und dominiert den russischen Suchmaschinenmarkt. Google ist in den wenigsten Märkten nicht die Nummer eins, aber in Russland ist Yandex Marktführer. Das Layout der Suchmaschine ähnelt dem von Google. Über Kategorien von Bildern, Videos, Nachrichten, Karten, Mails, Übersetzungen, Spiele und einem Wetterdienst lassen sich Suchergebnisse filtern.

Yandex bietet außerdem ein Tracking- und Analyse-Tool namens AppMetrica an, das Marketingzwecke unterstützt, und ist mit diesem Vorbild hinsichtlich Datenschutz. Eine Alternative zur Googles Search Console für Yandex bietet der Yandex Webmaster.

DuckDuckGo

DuckDuckGo ist eine Suchmaschine, die Wert auf die Privatsphäre ihrer Nutzer und Nutzerinnen legt. Dazu werden getätigte Suchanfragen mit DuckDuckGO verschlüsselt, zudem bietet die Suchmaschine DuckDuckGo einen Tracking-Blocker als Chrome Erweiterung. So werden Suchanfragen bei der Verwendung des Chrome-Browsers nicht protokolliert. Die Suchmaschine überzeugt nicht nur mit ihren Datenschutzbestimmungen, sondern auch mit einer sauberen Benutzeroberfläche und der minimalistischen Listings. Anders als bei Google werden keine Paginierungsseiten in den SERPs angezeigt. Findest Du in bisherigen Snippets nicht, wonach Du suchst, hast Du unten in den Suchergebnissen über „Weitere Ergebnisse“ die Möglichkeit, Dir weitere Ergebnisse darstellen zulassen. Eine weitere nützliche Funktion ist die Bangs-Funktion, mit der Du direkt auf anderen Websites über DuckDuckGo suchen kannst. Dazu gibst Du in der Suchleiste den Suchoperator „!“ und die Plattform, auf der Du nach Deinem Keyword suchen möchtest, ein. Zum Beispiel: Mit „!ebay gebrauchte Wohnwagen“ gelangst Du direkt zu den Suchergebnissen von eBay.

Baidu

Baidu ist eine der populärsten Suchmaschinen in asiatischen Ländern und erreicht mit einem Marktanteil von 0,46 % (Desktop) sogar Platz 5 in der Liste der Suchmaschinen weltweit. In China ist Baidu Marktführer – dort hat Google, wie auch in Russland, das nachsehen. Ein minimalistisches Design erinnert stark an Google, ist aber nur in chinesischer Sprache verfügbar. Die Suchmaschine bietet zahlreiche Features, darunter Karten, Musik- und Videosuche, sowie die Möglichkeit, MP3-Dateien zu finden. Zusätzlich stehen ein Social-Media-Portal, ein Frageforum und eine Online-Enzyklopädie (Baidu Baike) zur Verfügung. Allerdings arbeitet das Unternehmen mit den chinesischen Behörden zusammen, was zu Vorwürfen der Zensur führt. Baidu wird vorgeworfen, Bilder und pro-demokratische Webseiten zu blockieren.

Ecosia

Ebenfalls wie Yahoo! Search greift Ecosia zur Darstellung der Suchergebnisse auf den Index von Bing zurück. Die Suchmaschine ist besonders bei Nutzern und Nutzerinnen mit Interesse an Nachhaltigkeit beliebt, da sie Umwelt und Suchanfragen verbindet. Ecosia nutz ihre Einnahmen und investiert diese für Klima- und Umweltschutzprojekte mittels Pflanzen von Bäumen auf der ganzen Welt. Mit etwa jeder 50sten Suchanfrage wird ein Baum gepflanzt. Deinen Impact in Form von gepflanzten Bäumen durch getätigte Suchanfragen kannst Du mit der App von Ecosia verfolgen.

Ecosia legt zusätzlich Wert auf Datenschutz und sammelt keinerlei personenbezogen Daten der Nutzer und Nutzerinnen.

Da Ecosia und Yahoo! Search auf den Index von Bing zurückgreifen, musst Du kein weiteres Webmaster Tool nutzen. Es reicht hier aus, wenn Du das Bing Webmaster Tool nutzt.

Swisscows

Die Suchmaschine Swisscows bietet Schutz Deiner Privatsphäre und Sicherheit! Suchanfragen werden vollständig verschlüsselt und keine personenbezogenen Daten, IP-Adressen oder Suchanfragen gespeichert. Die Server der Suchmaschine befinden sich in der Schweiz, die über eine der strengsten Datenschutzrichtlinien weltweit verfügt. Eltern können die Suchmaschine nutzen, um kinderfreundliche Erfahrungen mit Suchmaschinen zu gewährleisten. Durch eingebaute Filterfunktionen können Inhalte, die nicht für Kinder geeignet sind, aus den Suchmaschinenergebnissen ausgeschlossen werden.

Qwant

Qwant ist eine französische Suchmaschine, die sich durch eine strenge Einhaltung der Datenschutzbestimmungen auszeichnet. Die benutzerfreundliche Oberfläche bietet Dir Suchanfragen in Kategorien wie Web, News, Social und sogar Musik zu unterteilen. Mit der Schnellsuchfunktion kannst Du mithilfe eines speziellen Suchoperators („&“) vor dem Namen einer Webseite, direkt auf externe Suchergebnisse zugreifen. Bei der Eingabe von „&wikipedia suchmaschinenoptimierung“ zeigt Dir die Suchmaschine Ergebnisse zum Thema SEO von Wikipedia. Zudem verfügt es über eine Künstliche Intelligenz (KI), die Dir hilft nach Texten zu suchen und neue Musik (Qwant Music) zu entdecken.

Starpage

Explore responsability, Leave no Trace“ ist der Slogan der Metasuchmaschine von Starpage. Die Suchmaschine kommt aus den Niederlanden und bietet seinen User und Userinnen ein hohes Maß an Sicherheit. Bei der Darstellung der Suchergebnisse greift Starpage auch auf Suchmaschinen wie Google zurück, die Daten werden aber anonymisiert, um datenschutzkonform zu bleiben.

Lukol

Lukol ist eine Suchmaschine, die ebenso Deine Privatsphäre schützt. Das wird erreicht, indem Lukol alle nachweisbaren Elemente bei Suchanfragen entfernt. Wie auch bei Starpage werden die Suchanfragen bei Lukol, anonymisiert! Somit kannst Du die Leistung von Google in Anspruch nehmen, ohne, dass Daten über Dich gespeichert werdenDu bleibst anonym!

Zudem bietet Dir Lukol Kategorien bei Deiner Suche zu Web, Bilder, Nachrichten und Videos an, aber noch keine Filterfunktionen für diese. Auch wenn die Suchmaschine auf die Daten von Google zurückgreift, ist die Darstellung etwas anders. Anzeigen werden minimalistischer und im Gegensatz dazu Beitragsbilder prominenter dargestellt. Die Suchergebnisse sind nicht 1:1 identisch, ähneln sich aber sehr stark.

Wolfram Alpha

Wolfram Alpha selbst definiert sich als „Computational Knowledge Engine“ zu Deutsch computergestützte Wissensmaschine. Die Suchmaschine ermöglicht es Nutzern, Antworten auf Expertenebene zu erhalten. Durch einen einzigartigen Algorithmus, der Wissensdatenbanken mit der KI-Technologie verbindet, wird das bewerkstelligt. Um die Antworten auf Expertenebene zu liefern, werden Inhalte im Web nicht von Crawler durchsucht, bewertet und in einem Index bereitgestellt, sondern es werden fertige Listen und Tabellen zur Verfügung gestellt. Diese liefern den Nutzern und Nutzerinnen konkrete Antworten zu ihren Fragen. Expertenwissen kann in den Kategorien Mathematik, Naturwissenschaften und Technik, Gesellschaft und Kultur sowie Alltag ausgespielt werden. Innerhalb dieser Kategorien gibt es verschiedene Unterkategorien und nützliche Tools, mit denen Du Daten berechnen, Statistiken recherchieren und Expertenantworten auf Deine Fragen finden kannst. Wolfram Alpha bietet nicht nur eine Fülle an Expertenwissen, sondern gewährleistet auch einen sicheren Datenschutz, indem es Suchanfragen nicht verfolgt.

Wolfram Alpha eignet sich für User, die Antworten auf Expertenebene suchen.
Darstellung des Layouts der Suchmaschine Wolfram Alpha.

Fazit

Nur weil Google die beliebteste Suchmaschine ist, bedeutet es nicht automatisch, dass Google die beste Suchmaschine für Dich ist! Nach eigenen Präferenzen kannst Du auf eine gute Alternative zum Marktführer Google zurückgreifen, die ihren Fokus auf die Sicherheit Deine Daten legen. Möchtest Du Dich mit Suchanfragen nebenbei für den Umweltschutz engagieren, kommt sehr wahrscheinlich Ecosia für Dich in Frage. Solltest Du mit den Suchergebnissen von Google zufrieden sein, aber nicht mit den Datenschutzbestimmungen, kann Lukol und Starpage eine klasse Lösung für Dich darstellen. Oder Metasuchmaschinen, die Google nutzen, aber die Daten anonymisieren wie z. B. MetaGer. Für wissenschaftliche Suchergebnisse sind Google Scholar und Wolfram Alpha vermutlich eine bessere Wahl gegenüber der üblichen Suchmaschine von Google. Bist Du mit den personifizierten Suchergebnissen von Google zufrieden, kannst Du auch weiterhin mit Google durchs Netz surfen. Die Wahl der perfekten Suchmaschine hängt stark von Deinen persönlichen Vorlieben und gewünschten Suchergebnissen ab!

Beschäftigst Du Dich mit SEO und SEA in der DACH-Region und möchtest mehr Traffic für Deine Webseite generieren, solltest Du Dich allerdings auf Google oder Bing konzentrieren. Die Marktanteile anderer Suchmaschinen sind so gering, dass sich der notwendige Aufwand der Suchmaschinenoptimierung kaum lohnt. Zudem ist es bei einigen Suchmaschinen nicht möglich, Anzeigen zu schalten. Durch den großen Marktanteil von Google erreichst Du hier mit Suchmaschinenoptimierung die meisten User und Userinnen. Je nach Zielgruppe solltest Du Bing jedoch nicht außer Acht lassen. Besonders im B2B-Bereich, da die Suchmaschine von Microsoft auf geschäftlichen Endgeräten, bereits als Standard-Suchmaschinen festgelegt ist.

Die Grundlage für eine erfolgreiche SEO-Strategie bilden die Google Richtlinien (engl. Google Guidelines) – zumindest, wenn Google die Suchmaschine ist, bei der optimiert werden soll. Andere Suchmaschinen wie Bing z. B. haben ihre eigenen Richtlinien – in dem Beispiel die Bing Webmaster Guidelines. Indem Du die Richtlinien von Suchmaschinen befolgst, kannst Du die Sichtbarkeit Deiner Website in den Suchergebnissen verbessern und potenzielle Kunden und Kundinnen besser erreichen.

Du optimierst Deine Website, um bei Google in den höheren Rankings zu erscheinen? Dieser Beitrag kann Dir einen hilfreichen Einblick in die Richtlinien von Google geben.

 

Was ist unter den „Google Richtlinien“ zu verstehen?

Die eigentliche Bezeichnung lautet Google Richtlinien für Webmaster (engl. Google Webmaster Guidelines). Seit 2022 ist diese Bezeichnung allerdings veraltet: Mittlerweile nennt Google ihre Richtlinien Google Search Essentials (dt. Grundlagen der Google Suche). Google Search Essentials zeigen auf, was bei der Optimierung einer Website von Webmastern dringend berücksichtigt werden sollte: Sie geben eine klare Struktur für Webseiten vor und zeigen auf, was Google gut findet und was nicht. So entsteht die Möglichkeit auf eine Platzierung in den Suchergebnissen der Suchmaschine – wenn Du Dich nicht daran hälst, kann es sein, dass Deine Website nicht indexiert wird. Zudem kannst Du aus den Guidelines entnehmen, wie Du am besten gute Leistungen in den SERPs erzielst.

Bei einem Verstoß gegen die Richtlinien ist mit einer Abstrafung zu rechnen. Diese wird durch automatisierte Systeme und ebenso durch manuelle Überprüfungen erkannt, die wiederum zu manuellen Maßnahmen führen können. Ob bei Dir solche Maßnahmen vorliegen, kannst Du in der Google Search Console (GSC) links im Menü einsehen. Eine Abstrafung kann in Form von Rankingverlusten erfolgen. Außerdem kann Google, je nach Verstoß, eine Website vollständig aus dem Index nehmen. Achtung: Es wird kein Unterschied zwischen bewussten und unbewussten Verstößen gemacht. Behalte die Google Guidelines somit stets im Auge, damit Du auf der sicheren Seite bist!

Warum gibt es die SEO Richtlinien von Google?

Die Richtlinien sollen für eine regelkonforme Suchmaschinenoptimierung sorgen. Google möchte, dass Webmaster qualitativ hochwertigen Content auf ihren Seiten bereitstellen, der für die unterschiedlichen Suchanfragen der Nutzer und Nutzerinnen relevant ist und ihnen einen Mehrwert bietet. Um diese Qualität vorzugeben und zu gewährleisten, wurden die Google Guidelines ins Leben gerufen. Sie sollen Manipulationen in den Suchergebnissen, Spam, sowie Täuschungsversuche erkennen und aussortieren. Damit sollen am Ende nur noch qualitative Ergebnisse in der Suche angezeigt werden, die die Suchintention der User ideal abdecken.

Was gehört zu den Google Search Essentials?

In den Grundlagen der Google Suche werden drei Bereiche benannt:

 

    1. Die technischen Anforderungen,

    1. die Spamrichtlinien und

    1. Best Practices.

Kurz und knapp definiert Google die Punkte wie folgt:

  • Technische Anforderungen: Wie eine Webseite beschaffen sein muss, damit sie in der Google Suche angezeigt werden kann.
  • Spamrichtlinien: Das Verhalten und die Taktiken, die dazu führen können, dass eine Website ein niedrigeres Ranking erhält oder ganz aus der Google Suche ausgeschlossen wird.
  • Best Practices: Empfehlungen, die dir helfen können, die Darstellung deiner Website in den Google-Suchergebnissen zu verbessern.“

Nachfolgend stellen wir Dir die Bereiche ausführlicher vor, damit Du die Optimierung Deiner Website direkt an den Wurzeln packen und umsetzen kannst.

Technische Anforderungen der Google Richtlinien

Damit Deine Website von Google indexiert werden kann, reichen technische Mindestanforderungen. Zu diesen Mindestanforderungen zählt Google:

 

    1. Den freien Zugriff vom Googlebot (keine Blockierung),

    1. funktionierende Seite (= Status Code 200) und

    1. indexierbaren Content auf der jeweiligen Seite.

Freier Zugriff vom Googlebot 

Hat der Googlebot keinen Zugriff auf eine Website, da er zuvor in der robots.txt blockiert wurde, wird die Seite nicht gecrawlt und kann nicht in den Index aufgenommen werden. Außerdem muss die Seite öffentlich zugänglich sein – sobald z. B. ein Login erforderlich ist, wird ein Crawling der Website vom Googlebot ausgeschlossen.

Stelle sicher, dass Deine robots.txt den Googlebot nicht blockiert. Du erhälst einen Einblick in die Datei, indem du ans Ende der URL „robots.txt“ ergänzt. Das könnte so aussehen: https://beispieldomain.com/robots.txt. Wie Du eine robots.txt-Datei erstellst und bearbeitest erfährst Du u. a. in einer Anleitung von Google.

Die Google Search Console bietet Dir einen Überblick über die indexierten und nicht indexierten Seiten. Neben diesem Überblick gibt das Tool die Gründe an, wenn eine Seite nicht indexiert wurde. Das sieht wie folgt aus: 

Die Google Search Console zeigt an, aus welchen Gründen Seiten nicht im Index gelistet sind.
Screenshot der Gründe für nicht indexierte Seiten.

Es gibt weitere Gründe für nicht indexierte Seiten, darunter z. B. „Durch robots.txt-Datei blockiert“. Dort siehst Du, welche vereinzelten Seiten für den Googlebot blockiert wurden und kannst überprüfen, ob das so von Dir gewollt ist.

Achtung: Nicht jeder „Indexierungsfehler“ ist ein richtiger Fehler. Es gibt Seiten wie z. B. das Impressum oder die Datenschutzerklärung, die mit hoher Sicherheit für die Mehrheit der User keine Relevanz für ihre Suchanfrage haben, dennoch bei jedem Unternehmen vorhanden sein müssen. Diese Seiten auf „noidex“ zu setzen ist somit kein Fehler, siehe „Durch ´noindex´-Tag ausgeschlossen“.

Funktionierende Seite: Status Code 200

Von Google können nur Seiten mit dem HTTP-Status-Code 200 (Bedeutung „OK“) indexiert werden. Liegen Client- und / oder Serverfehler vor, ist eine Indexierung ausgeschlossen. Deinen Status Code kannst Du bspw. mit dem SEO-Tool Screaming Frog ansehen:

Eine funktionierende Seite mit dem Status Code 200 ist ein Bestandteil der Google Richtlinien.
Darstellung der Status Codes in Screaming Frog.

Indexierbarer Content auf der Seite

Hat eine Seite den Status Code 200 und wurde von dem Googlebot gecrawlt, wird von Google geprüft, ob es indexierbare Inhalte auf dieser Seite gibt. Dazu zählt Google zwei Aspekte:

 

    1. Die Textinhalte gibt es in einem Dateityp, der von der Google Suche erkannt werden kann und

    1. der vorhandene Inhalt verstößt nicht gegen Googles Spamrichtlinien.

Spamrichtlinien als Teil der Grundlagen der Google Suche

Die Spamrichtlinien tragen dazu bei, dass die Qualität der Suchergebnisse verbessert wird. Aus diesem Grund wurden sie in den Google Guidelines als Qualitätsrichtlinien bezeichnet. Zudem achten diese Richtlinien darauf, dass Nutzer und Nutzerinnen geschützt werden.

Die Spamrichtlinien und die allgemeinen Richtlinien der Google Suche (= Inhaltsrichtlinien) bilden zusammen zwei wichtige Grundsteine, an die sich Webmaster halten sollten, wenn sie in Googles Suchergebnissen erscheinen wollen. Das gilt für alle Suchergebnisse in der Google Suche, darunter u. a. auch Googles Properties.

Nachfolgend erfährst Du mehr über die unterschiedlichen Spam-Formen, die von den Google Richtlinien nicht gern gesehen werden.

Affiliate- oder Partnerseiten von minderer Qualität

Zu den Affiliate- oder Partnerseiten, die eine mindere Qualität aufweisen, zählt Google in den Search Essentials:

 

    • Seiten mit Produktlinks, bei denen sowohl die Erfahrungsberichte als auch die Produktbeschreibungen ohne das Hinzufügen von eigenem Content oder Mehrwert direkt vom Ursprungshändler kopiert wurden.

    • Affiliate-Seiten, die zu einem Programm gehören, bei dem Content über Affiliate-Netzwerke verteilt wird, bei dem es keinerlei Mehrwert für die Nutzer und Nutzerinnen gibt. Dabei könnte es sich um vorgefertigte Webseiten oder Vorlagen handeln, die eigenen Content nicht aufgreifen.

Als gute Affiliate-Websites bezeichnet Google in den Richtlinien Seiten, die durch aussagekräftige Inhalte oder Funktionen einen Mehrwert bieten, z. B. durch Rezensionen und Produktvergleiche.

Automatisch generierte Spaminhalte

In den Richtlinien wird automatisch generierter Spaminhalt als Inhalt verstanden, der von einem Programm erstellt wurde, bei dem kein originaler Content entsteht und dadurch auch kein Mehrwert oder Hilfe für Nutzer und Nutzerinnen. Google benennt nachfolgende Beispiele für automatisch generierte Spaminhalte:

  • Textbasierte Inhalte, die generiert werden, ohne das auf Nutzerfreundlichkeit und Qualität geachtet wird
  • Inhalte, die von unterschiedlichen Webseiten zusammengetragen werden, ohne einen Mehrwert zu bieten
  • Textbasierter Inhalt, der Keywords aufgreift, jedoch für User keinen Sinn ergibt

Brückenseiten

Brückenseiten (engl. Doorway Pages) dienen als Zwischenseiten, die den organischen Traffic in Suchmaschinen abfangen und auf andere Seiten weiterleiten. Im Anschluss erfolgt eine Weiterleitung an die eigentliche Zielseite. Brückenseiten bieten somit keinerlei Mehrwert.

Ein Beispiel: Verschiedene Domainnamen oder Webseiten, die gezielt auf bestimmte Regionen oder Städte ausgerichtet sind, aber alle Besucher und Besucherinnen letztendlich auf dieselbe Hauptseite weiterleiten.

Cloaking

Beim Cloaking werden Suchmaschinen andere Inhalte angezeigt als den Nutzern und Nutzerinnen. Dies kann zur Manipulation der Suchrankings führen und zur Täuschung der User. Das verstößt gegen die Search Essentials, denn User sollen laut Google die Informationen auf einer Seite finden, nach denen sie wirklich gesucht haben. 

Ein Beispiel: Dem Googlebot wird eine Seite mit Hochzeitslocations dargestellt. Die Nutzer und Nutzerinnen hingegen bekommen auf derselben Seite einen Pflanzen-Shop angezeigt.

Gehackte Inhalte

Hierbei handelt es sich um unerlaubt platzierte Inhalte auf einer Website. Das kann zustande kommen, wenn die betroffene Website Sicherheitslücken aufweist. Durch gehackte Inhalte kann es zu schlechten Suchergebnissen für die User kommen oder gar zu schädlichen Inhalten, die auf dem Computer installiert werden. Gehackte Inhalte können sein:

 

    • Code-Einschleusungen: Ein schädlicher Code wird auf bestehenden Seiten der Website eingefügt.

    • Einschleusung von Inhalten: Bestehende Seiten werden manipuliert, indem Content hinzugefügt wird, der von Suchmaschinen erfasst wird, von den Usern allerdings kaum wahrgenommen wird.

    • Seiten-Einschleusung: Es werden neue Seiten mit schädlichen Funktionen oder Spaminhalten erstellt, die Phishing als Ziel haben oder die Manipulation von Suchmaschinen.

    • Redirects: Durch eine Code-Einschleusung können Redirects (= Weiterleitungen) auf Spamseiten oder anderweitig verdächtige Seiten eingerichtet werden.

Irreführende Funktionen

Irreführende Funktionen und Dienstleistungen täuschen den Nutzern und Nutzerinnen Zugriff auf ein Angebot vor, das es in Wirklichkeit nicht gibt, z. B. eine Funktion oder eine Dienstleitung. Dadurch soll das Ranking gezielt manipuliert werden. Zum Beispiel zeigt eine Website an, dass sie online Bilder komprimieren kann. Gehen die User auf die Seite, stellen sie fest, dass es nicht funktioniert oder sie werden auf eine Werbeseite weitergeleitet.

Irreführende Weiterleitungen

Im Vergleich zu zulässigen Weiterleitungen sind irreführende Weiterleitungen hinterhältig: Sie zeigen, wie beim Cloaking, den Usern und Suchmaschinen verschiedene Inhalte an. Außerdem können sie Nutzer und Nutzerinnen auf für sie nicht relevante Inhalte verweisen. Beispielweise werden mobile User zu einer Spamseite weitergeleitet, wohingegen Desktop User die normale Seite zu Gesicht bekommen.

Kopierte Inhalte

Bei kopierten Inhalten machen sich einige Webmaster die Arbeit leicht: Sie kopieren einfach den Inhalt von seriösen Seiten und fügen diesen (meist oder kaum) unbearbeitet auf ihrer Website wieder ein. Dabei ist es nicht wichtig, wie seriös und hochwertig die Seite ist, von der der Inhalt kommt. Denn einen Mehrwert bieten kopierte Inhalte nicht. Zudem kann es hierbei zu Urheberrechtsverletzungen führen.

Link-Spam

Beim Link-Spam handelt es sich um alle Maßnahmen, die eingehende und ausgehende Links einer Website gezielt manipulieren, um das Ranking in den Suchergebnissen von Google zu beeinflussen. Beispiele für Link-Spam sind gekaufte oder verkaufte Links; versteckte Links und exzessiver Linktausch.

Malware und schädliches Verhalten

Malware, oder auch Schadsoftware genannt, ist eine bösartige Software oder App. Sie wurde entwickelt, um unbefugt in Endgeräte einzudringen und dort gezielt Schaden zu verursachen. Dabei wird auf dem Endgerät etwas installiert, das von den Usern nicht gewollt wurde – z. B. Viren. 

Schädliches Verhalten entsteht durch unerwünschte Software. Diese wird als ausführbare Datei oder als App dargestellt und weist negatives Verhalten auf, das die Nutzung vom Endgerät beeinflusst. Beispielweise werden in einem Browser die Einstellungen so verändert, dass private und personenbezogene Daten für die Öffentlichkeit sichtbar werden.

Maschineller Traffic

Bei maschinellem Traffic wird eine Website durch automatisierte Programme oder Bots besucht und nicht von menschlichen Nutzern und Nutzerinnen. Es ist sozusagen „künstlicher Traffic“, der Ressourcen verbraucht und die Suchmaschine daran hindert für User hilfreiche Informationen bereitstellen zu können. Dadurch kann dieser Traffic Analyse-Ergebnisse von Websites verfälschen.

Überflüssige Keywords

Durch das Füllen einer Webseite mit Keywords oder Zahlen soll auch mit überflüssigen Keywords das Ranking in den Suchergebnissen von Google manipuliert werden. Sowohl die Keywords als auch die Zahlen werden ohne jeglichen Kontext auf einer Website veröffentlicht, z. B. als eine Liste mit Telefonnummern, die keinen Mehrwert bietet, und auch kein natürlicher Teil des Textes ist.

Verborgener Text und verborgene Links

Verborgene Texte und Links werden von Webmastern so platziert, dass sie für Suchmaschinen sichtbar sind und diese dadurch manipuliert werden können. Die User hingegen können und sollen weder die Texte noch die Links sehen. Ein bekanntes Beispiel hierfür ist der weiße Text auf weißem Hintergrund.

Von Nutzern erstellter Spam

Spam, der von Nutzern und Nutzerinnen erstellt wird, gilt auch als nutzergenerierter Spam. Dabei wird der Spaminhalt auf Kanälen gepostet, auf denen die User ihre Gedanken frei äußern können. Zu nutzergeneriertem Spam zählen bspw. Spamkommentare in Blogs oder Foren. Die Webmaster wissen häufig nicht, dass sie von diesem Spam betroffen sind. 

Du hast den Verdacht, dass eine Website gegen die Spamrichtlinien der Google Search Essentials verstößt? Google bietet die Möglichkeit den Verstoß zu melden.

Best Practices: Das wirft ein gutes Licht auf Deine Website

Bei den SEO Richtlinien gibt es Vieles, worauf geachtet werden muss. Doch damit Du auch weißt, wie Du Deine Website zu Googles Zufriedenheit optimieren kannst, gibt es von der Suchmaschine selbst die nachfolgenden Best-Practices-Tipps:

 

    • Qualitativ hochwertiger Content. Biete Deinen Usern hilfreichen, vertrauenswürdigen und nutzerorientierten Content an.

    • Verwende die richtigen Keywords. Mit „richtig“ sind in diesem Fall Keywords gemeint, mit denen Deine Zielgruppe sucht. Um das herauszufinden, musst Du vorher eine Keyword-Recherche durchführen. Achte darauf, dass die Keywords gut platziert sind, z. B. in den Überschriften.

    • Zugängliche Links für Crawler. Achte darauf, dass der Googlebot die Links auf Deiner Website crawlen kann.

    • Mache auf Deine Website aufmerksam. Das geht am besten u. a. in Communities oder durch Social Media. 

    • Multimediale Best Practices beachten. Wenn auf Deiner Website nicht nur Texte dargestellt werden, sondern auch Bilder, Videos, etc., dann solltest Du Dich informieren, was es dabei zu beachten gibt.

    • Anzeige in den Suchergebnissen bearbeiten. Gibt es Seiten auf Deiner Website, die Du nicht in den Suchergebnissen sehen oder vielleicht komplett entfernen / deaktivieren möchtest? Auch hierbei gibt es Aspekte zu beachten.

Weitere Informationen über die Richtlinien findest Du auf Googles offizieller Seite zu den Google Search Essentials.

 

Fazit zu den SEO Richtlinien

Die Grundlagen der Google Suche bieten Dir nicht nur relevante Informationen zu den technischen Anforderungen und den Spamrichtlinien, sondern stellen Dir auch Best Practices zur Verfügung. Zum einen erfährst Du also, was die technischen Mindestanforderungen sind und was Google überhaupt nicht gern sieht. Zum anderen geben Dir die Google Richtlinien hilfreiche Tipps zur idealen Optimierung Deiner Website. Um ein hohes Ranking in den Suchergebnissen der Suchmaschine zu erreichen, ist es somit unverzichtbar, die SEO Richtlinien als Leitfaden zu nutzen und kontinuierlich an der Optimierung Deiner Website zu arbeiten. Die SEO Richtlinien können der Schlüssel zum Erfolg in der komplexen und dynamischen Welt der Suchmaschinenoptimierung sein!

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Suchmaschinenoptimierung (SEO) für Deine WordPress-Website ist wichtig, damit die Sichtbarkeit und der organische Traffic Deiner Domain gesteigert werden kann. Eine der beliebtesten Content-Management-Systeme (CMS) für Website-Entwicklung ist WordPress, für welches zahlreiche SEO-Plugins angeboten werden. In diesem Artikel beschäftigen wir uns mit SEO für WordPress und finden heraus, wie Du mit WordPress (WP) Deine Suchmaschinenoptimierung verbessern kannst. Dazu geben wir Dir Tipps zum Umsetzen sowie Empfehlungen für WP-Plugins.

Was Ist SEO?

SEO steht für Suchmaschinenoptimierung (Search Engine Optimization) und ist mit Suchmaschinenwerbung (SEA), in Englisch Search Engine Advertising, Teil des Suchmaschinen-Marketings (SEM). Im SEO geht es um die Anpassung bzw. der Anforderungen des Google Algorithmus von Websites und Content. Je mehr Anforderung Deine Website des Algorithmus erfüllt, desto besser wird sie von Google bewertet. Das Hauptziel von SEO besteht darin, den organischen Traffic und die organische Sichtbarkeit einer Website in den Suchmaschinenergebnissen zu verbessern.

Was ist WordPress?

WordPress ist eine Open-Source-Software zur Erstellung von Websites und Blogs. Über die einfache Handhabung durch ein Baukastensystem hat sich WordPress zum beliebtesten Content-Management-Systeme (CMS) entwickelt. Denn das Baukastensystem von WordPress ermöglicht die Erstellung und Verwaltung von Websites ohne umfangreiche Programmierkenntnisse.

SEO-Maßnahmen für WordPress – unsere Tipps

Um Suchmaschinenoptimierung für Deine WordPress-Websites umsetzen zu können, liefern wir Dir einige Tipps an SEO-Maßnahmen. Diese kannst Du bei geplanten Website-Projekten beachten oder bei bestehenden Websites direkt umsetzen.

WordPress SEO-Hosting

Keine Angst, es wird nicht zu technisch! Für WordPress gibt es speziell vorkonfigurierte Server, welche sich besonders für WordPress Anfänger und Anfängerinnen eignen. Auch für Fortgeschrittene ist das WordPress Managed Hosting attraktiv, denn es bietet durch die spezielle Konfiguration viel Sicherheit. Mit einem schlechte konfigurierten Server wäre Deine Domain leichte Beute für Hacker! Durch die WordPress Spezifikation kann Dir der Support des Hosting-Anbieters in der Regel schnell weiterhelfen. Ein Webhosting für Deine Domain ist notwendig, sonst wäre sie nicht im Internet auffindbar. 

Möchtest Du nicht auf das WordPress Managed Hosting zurückgreifen, hast Du hier eine Checkliste für WordPress Hosting, was Dich beim SEO unterstützt:

  • Serverseitiges Caching (schnellere Ladezeiten)
  • Spezielle WordPress-Infrastruktur und Support von WordPress-Spezialisten
  • Automatisierte Aktualisierung von SSL-Zertifikaten
  • HTTP/2 (kürzere Ladezeiten)
  • Leistungsstarke Server
  • Staging-Area (Testversion Deiner Website bevor alles Live geht)

Verwende ein SEO-optimiertes Theme

Ein gut optimiertes Theme ist ein wichtiger Schritt bei der SEO-Optimierung einer WordPress-Website – nach der Entscheidung für ein Hosting. Themes sind Design-Vorlagen für Deine WordPress-Seiten und bestimmen das Erscheinungsbild der ganzen Website. Je länger Du an einem Projekt arbeitest, desto schwieriger ist häufig der Wechsel eines Themes.  Bei der Wahl deines passenden Themes für Deine Domain solltest Du daher sorgfältig treffen. Investiere am Anfang lieber mehr Zeit, das kann Dir in Zukunft viel Zeit und Nerven sparen. Hier eine Checkliste, worauf Du achten solltest, bevor Du Dich auf ein Theme festlegst:

  • Wähle ein Theme mit einem sauberen Code, denn unnötige Code-Schnipsel gefallen Suchmaschinen nicht! Als Laie kannst Du das leider nur schwer beurteilen. Wenn die Bewertungen für das Theme keine Infos darüber geben, einfach bei einer SEO-Agentur nachfragen.
  • Ein Theme sollte dem PageSpeed nicht im Wege stehen, dieser ist bei der Suchmaschinenoptimierung ein wichtiger Faktor! Überprüfen kannst Du die Ladezeit mit der Demo-Site auf webpagetest.org.
  • Deine Website sollte inklusive Theme eine responsive Darstellung unterstützen. Das gewährleistet eine optimale Darstellung Deiner Domain auf mobilen Endgeräten. Überprüfen kannst Du das mit einem Responsive Design Checker.
  • Auch ein wichtiger Punkt bei der Auswahl des Themes ist der Support. Es kann äußerst hilfreich sein, auf einen Support zurückgreifen zu können. Kommt es zum Beispiel zu Problemen, die selbst nicht gelöst werden können.
  • Achte auf die Sicherheit des Themes. Gibt es regelmäßige Aktualisierungen? Wenn ja, ist die Kompatibilität mit den neuesten WordPress-Versionen gewährleistet. Gab es seit mehreren Monaten kein Update, ist das kein gutes Zeichen.
  • Prüfe Bewertungen und Kommentare der User, so kannst Du gegebenenfalls Probleme vermeiden.

Sichtbarkeit für Suchmaschinen

Willst Du mit Deiner Website sichtbar sein? Dann musst Du die entsprechende Einstellung in WordPress vornehmen! Sonst wird die Website von Suchmaschinen wie Google nicht gecrawlt, indexiert und kann dadurch nicht ranken. In den Einstellungen kannst Du unter „Lesen“ einstellen, dass die Website von Suchmaschinen gecrawlt werden soll. Dazu musst Du überprüfen, ob ein Haken bei „Suchmaschinen davon abhalten, diese Website zu indexieren“ gesetzt ist! Ist ein Haken gesetzt, dann indexieren Suchmaschinen Deine Website nicht und ist in den Suchmaschinenergebnissen nicht sichtbar.

Suchmaschinenoptimierung beginnt bereits in den Einstellungen in WordPress.
Ausschnitt des Screenshots der Sichtbarkeitseinstellungen in WordPress.

Nutze SEO-Plugins

WordPress bietet eine Vielzahl von SEO-Plugins, die dabei helfen, die Sichtbarkeit Deiner Website zu verbessern. Installiere auf keinen Fall nach Lust und Laune Plugins, sondern prüfe, ob Du die Plugins tatsächlich brauchst. SEO-Plugins können Dir viel Arbeit abnehmen! Work smart not hard! Nutze also Plugins, um Zeit zu sparen und auch in Sachen SEO besser zu performen. Die wohl am häufigsten verwendeten SEO-Plugins sind Yoast SEO, The SEO-Framework & Rank Math SEO. Wir stellen Dir im Laufe dieses Artikels nicht die beliebtesten, sondern die hilfreichsten SEO-Plugins vor!

Festlegung der Fokus-Keywords

Für die Festlegung der Fokus-Keywords solltest Du im Vorfeld eine Keyword-Research durchführen. Du weißt nicht, wie das geht? Dann orientiere Dich an unserer Anleitung für eine Keyword-Recherche! Daraus ergibt sich, welche Keywords für Deine Website relevant sind und welche Fokus-Keywords für Landingpages genutzt werden sollten. SEO-Optimierungen ohne die Grundlage einer Keyword-Recherche ist nicht zu empfehlen! Zum einen riskierst Du monatelanges Optimierungen für die Katz, zum anderen Keyword-Kannibalisierung. Das ist der Fall, wenn mindestens zwei unterschiedliche Domains Deiner Website zum gleichen Keyword ranken. Dadurch teilt sich die SEO-Power der URLs auf, die für das entsprechende Keyword ranken. Besser ist es, Du bündelst diese SEO-Power auf eine URL.

Optimiere Seitentitel und Meta-Beschreibungen

Die Seitentitel (Title) und Meta-Beschreibungen (Meta-Description) sind wichtige Elemente, die in den Suchergebnissen angezeigt werden und sollen Benutzer motivieren auf die Snippets Deiner Website zu klicken. Daher sollten sie nicht nur ansprechend und aussagekräftig formuliert sein, sondern auch relevante Fokus-Keywords in Title und Beschreibung enthalten. So erhöhst Du die Chancen, auf eine bessere Platzierung in den Suchergebnissen zum jeweiligen Fokus-Keyword. Zudem solltest Du eine Call-To-Action in den Meta-Beschreibungen einbauen, um Nutzer zu animieren auf das Snippet Deiner Website zu klicken. Denn so kannst Du die Click-Through-Rate (CTR) des Snippets steigern.

SEO-freundliche URL-Struktur

Im OnPage-SEO wird zu Unrecht oft die URL-Struktur der Website, auch Website-Architektur vernachlässigt! Die Architektur hat Einfluss darauf, wie die Website für Crawler zu lesen ist und wie Nutzer sich auf der Website zurechtfinden. Dabei solltest Du Seiten und Beiträge mit den entsprechenden Kategorien korrekt verwenden und eine gute Permalink-Struktur einstellen.

Seiten werden im WordPress hierarchisch angeordnet, während Beitrage chronologisch sortiert werden. Kategorien, Tags und Archive sind nur für Beiträge verfügbar, welche für Ratgeber und Blogs verwendet werden. Seiten sind Leistungsseiten oder auch Landingpages, diese können als Startseite festgelegt werden.

Achte in den Einstellungen der Permalinks in WordPress auf sprechenden URLs (ohne kryptische Zeichen und für Nutzer lesbare Wörter) und verzichte auf unnötige Ebenen (erkennbar durch ein „/“ in der URL). Bei Blogbeiträgen ist es nicht sinnvoll, wenn das Datum der Veröffentlichung aus der URL erkennbar ist!

Beispiele:

  • Wie es nicht gemacht werden sollte: camedia.de/04-08-2023/seo-fuer-wordpress-tipps-fuer-optimierungen-und-plugins/
  • Wie es besser geht: camedia.de/seo-fuer-wordpress-tipps-fuer-optimierungen-und-plugins/

Qualitativ hochwertige Inhalte

Guter Inhalt ist der Schlüssel zur erfolgreichen Suchmaschinenoptimierung! Erstelle regelmäßig einzigartige, relevante und informative Inhalte, die die Bedürfnisse Deiner Zielgruppe ansprechen. Bei der Erstellung von Content sollten Keywords natürlich häufig verwendet werden, ohne zu übertreiben (Keyword Stuffing). Inhalte sollten gut strukturiert und leicht lesbar sein, indem Du Überschriften, Absätze und Listen verwendest. Ein ausgeglichener Content-Mix kann dabei unterstützen, die Lesefreundlichkeit zu fördern. Denn Infografiken, Bilder und Videos lockern den Fließtext auf und vermitteln Informationen in kürzerer Zeit.

Nutze interne Links für mehr Linkjuice

Interne Verlinkungen spielen eine wichtige Rolle bei der Suchmaschinenoptimierung, indem sie die Navigation auf Websites verbessern und unterstützen Crawling- und Indizierungsprozesse. Zudem gibst Du durch interne Verlinkungen an die Zielseite Linkjuice weiter. Das zeigt Suchmaschinen eine gesteigerte Relevanz der Seite, wenn diese häufiger verlinkt ist. Außerdem können Keyword optimierte Ankertexte Suchmaschinen helfen, den Kontext der verlinkten Seiten besser zu beurteilen. Daher unbedingt auf eine gut durchdachte Verlinkungsstrategie achten!

Optimiere für Mobilgeräte

Optimierungen im SEO sollten stets für mobile Endgeräte aus folgenden Gründen durchgeführt werden…

  1. Mobile Priorität: Google verwendet den Mobile-First-Index. Das bedeutet, dass die mobile Version Deiner Website für die Indexierung und das Ranking herangezogen wird.
  2. Benutzerfreundlichkeit: Da immer mehr Menschen Smartphones und Tablets für den Internetzugang nutzen, verbessert eine mobile Optimierung die Benutzererfahrung und erhöht die Verweildauer auf Deiner Website.
  3. Verbessertes Ranking: Websites, die für mobile Endgeräte optimiert sind, werden in den mobilen Suchergebnissen von Google bevorzugt und erreichen damit ein höheres Ranking.

Ja, das trifft auch zu, wenn der organische Traffic Deiner Website hauptsächlich über Desktop erfolgt. Der Desktop-Crawler ist nur in äußerst wenigen Ausnahmen relevant! Um zu überprüfen, welcher Crawler auf Deiner Website war, kannst Du das in Google Search Console unter „URL-Prüfung“ nachschauen.

URL-Prüfung im SEO für WordPress-Seiten.
Screenshot aus der Google Search Console (GSC) mit den Informationen zur Seitenindexierung.

SEO für WordPress: Hilfreiche SEO-Plugin-Suites

Im Folgenden empfehlen wir Dir SEO-Plugins, die als SEO-Suite dienen und stellen dessen Features vor. So findest Du für Deine Website das passende und für Dich beste Plugin. Die Liste der Features der jeweiligen Plugins ist nicht vollständig, da dies den Rahmen sprengen würde und sie ohnehin immer wieder erweitert werden. Für eine detailliertere und vollständige Aufzählung der einzelnen Features kannst Du auf den jeweiligen Link des Plugins klicken.

Yoast SEO

Yoast SEO gilt als beliebtestes WordPress SEO-Plugin, da kaum Kenntnisse notwendig sind, um mit dem Plugin die Rankings in Suchmaschinenergebnisse zu verbessern. Es ist in der Pro- und kostenfreien Version verfügbar. Zu den Features von Yoast SEO gehören:

  • SEO-Kurse zum Aufbessern der SEO-Kenntnisse.
  • Vorlagen für Title und Meta-Description sowie Snippet-Vorschau
  • Einfache Einstellungen von Meta-Tags
  • Einfache Schema Implementierung
  • Integration von Social-Media-Profilen
  • Erweiterungen für Local SEO, Video SEO, News SEO und WooCommerce SEO und mehr
  • Yoast Forum
  • Keyword Analyse für Deine Website
  • Unterstützung Open Graph: Korrekte Darstellung von Deiner Website in sozialen Netzwerken im jeweiligen Layout

SEO-Framework

Genauso wie Yoast SEO ist SEO-Framework in einer kostenfreien und kostenpflichtigen Variante erhältlich. Das Plugin wird direkt in den Editor integriert und liefert editierbare Felder mit, die in der Suchmaschinenoptimierung relevant sind. Das Plugin ist bereits vorkonfiguriert, was den Einsteig für Anfänger leicht macht. SEO-Framework bietet folgende Features:

  • Vorlagen für Title und Meta-Description mit Vorschau des Snippets
  • Meta-Tags sind leicht einzustellen
  • Unterstützung Open Graph Protocol
  • Farbskala zum Erkennen von SEO-Potenzialen
  • Einen guten Support
  • Schnelles Plugin, da auf wesentliche SEO-Features komprimiert
  • Übersichtlich gestaltet
  • Automatisiertes setzen von Canonical-Tags
  • Erweiterungen für u. a. Local SEO, AMP-Integration, Weiterleitung und Artikelverbesserung

Rank Math SEO

Rank Math SEO überzeugt mit Allround-Funktionen und wird daher als Schweizer Taschenmessern der SEO-Plugins bezeichnet. Zu den Features gehören:

  • Weist auf Fehler hin, die Google auf Deiner Website sieht
  • KI-Assistent zur Unterstützung beim Schreiben von Content
  • Lokale SEO
  • Einrichtungsassistent mit der Möglichkeit, Einstellungen von Yoast SEO zu übernehmen
  • Unterstützung von Open Graph und Twitter Cards
  • Erstellung von XML-Sitemaps
  • Unterstützung von Schema Implementierung
  • Jede(r) Seite (Beitrag) unterläuft eine SEO-Analyse
  • Übersichtlich und leicht verständlich gestaltet
  • 404-Monitoring
  • Unterstützung von Breadcrumbs
  • Google Search Console und Google Analytics Integration
  • Rollen-Manager

SEOPress

SEOPress ist ein Freemium-SEO-Plugin für WordPress ohne Werbung (auch in der kostenfreien Version). Es ist einfach, schnell und leistungsstark. Hier die Features von SEOPress:

  • Einfache Verwaltung der Titel und Meta-Beschreibungen für Beiträge, Seiten und Beitragstypen
  • Sitemaps in HTML oder XML
  • Unterstützung von Twitter Cards und Open Graph
  • Integration von Google Analytics und Matomo
  • Google Knowledge Graph
  • Weiterleitungen
  • Bilder-SEO
  • Image XML-Sitemaps
  • Einstellungen von Import und Export, zum Beispiel für anderen SEO-Plugins
  • Erweiterungen für Google News, strukturierte Daten, Local SEO, Breadcrumbs SEO, Barrierefreiheit und XML-Sitemaps für Videos

SEO Squirrly

Besonders für nicht SEO-Experten ist SEO Squirrly geeignet, da es eine vollumfängliche SEO-Unterstützung bietet, ohne komplizierte Elemente. Squirrly bietet den Nutzern:

  • Vorschläge zu Keyword-Optimierung während der Erstellung von Beiträgen
  • Integration der Einstellung von anderen SEO-Suites
  • Konkurrenzanalyse um Wettbewerber zu übertreffen
  • Wöchentliche Fortschrittskontrolle
  • Speedtests
  • Leitfaden für OnPage-SEO
  • Automatisierte Erstellung von Titles
  • KI Unterstützung
  • Einrichtung von Weiterleitungen
  • Automatisiere Weiterleitungen von 404-Seiten

Die vorgestellten SEO-Plugins sind als SEO-Suites zu verstehen, also Plugins, die mehr oder weniger vollumfänglich das SEO Deiner Website unterstützen. Es ergibt daher keinen Sinn alle diese Plugins zu installieren, da unnötig viele installierte Plugins auf Kosten des PageSpeeds gehen! In Ausnahmefällen können allerdings zwei SEO-Plugin-Suites zum Einsatz kommen, wenn die unterschiedlichen Funktionen sich gegenseitig ergänzen.

Suchmaschinen-optimierung für WordPress: Hilfreiche Plugins zur SEO-Unterstützung

Suchmaschinenoptimierung für WordPress: Hilfreiche Plugins zur SEO-Unterstützung
Zu den SEO-Plugin-Suites gibt es einige Plugins, die beim SEO zusätzlich unterstützen können. Vollumfängliche SEO-Plugins haben zwar viele Funktionen, sind aber in einigen Features nicht ausreichend spezialisiert. Teilweise weisen sie auf Probleme hin, können diese allerdings selbst nicht lösen. Daher stellen wir einige Plugins vor, die Du zusätzlich zu einem SEO-Plugin-Suite sinnvoll einsetzen kannst.

  • WP Rocket: Mit WP Rocket lässt sich die Ladezeit verbessern, durch verschiedene Funktionen. Im Preis-Leistungs-Verhältnis ist das günstige Plugin definitiv eine Empfehlung wert!
  • Broken Link Checker: Dieses Plugin ist kostenfrei und analysiert defekte Links auf Deiner Webseite, so, dass keine 404-Seiten entstehen. Es weist zudem auf fehlende Bilder hin.
  • Redirection: Sofern Weiterleitungen nicht mit einem SEO-Suite-Plugin gesteuert werden können, kannst Du Weiterleitungen mit diesem Plugin organisieren lassen.
  • Imagify: Das Plugin konvertiert und komprimiert automatisch Bilder in WebP (Suchmaschinen-freundliches Format von Bildern) ohne Qualitätsverlust. Sehr wichtig für den PageSpeed oder die Core Web Vitals.

SEO für WordPress – die Zusammenfassung

SEO für WordPress ist von entscheidender Bedeutung, um die Sichtbarkeit und den Erfolg Deiner WordPress-Website in den Suchmaschinen zu steigern. Durch die Verwendung der genannten Maßnahmen und kontinuierlichen Optimierung kannst Du mit Deiner Domain bessere Platzierung in den Suchergebnissen erreichen. Denke daran, dass SEO ein kontinuierlicher Prozess ist! Für die Steigerung von organischem Traffic und Conversions sind ebenfalls Geduld und Ausdauer erforderlich, um langfristige Ergebnisse zu erzielen. Daher ist es sinnvoll, auf notwendige Plugins zurückzugreifen, die Dich bei diesem Prozess unterstützen.